Von Albinoni bis Teleman
Wohl wegen des heissen Sommerwetters ist die Kirche nicht ganz voll besetzt. Zu Beginn des Konzerts spielt das Vororchester Stücke die während dem Frühlingslager einstudiert wurden.Mit «Concerto in F-Du»r beginnt das Konzert ganz klassisch gefolgt von Tschaikowskis «Sleeping Beauty» aus Dornröschen. Mit «Sunny Blues» und «Coconut Calypso» bewegt sich das Vororchester ausserhalb der klassischen Musik. Zum Abschluss findet man sich «Nachts im alten Schloss» wieder. In diesem Stück holen die Streichinstrumente alle Tricks aus ihrer Kiste. Die Celli beginnen piano, nach und nach setzen die anderen ein und es tönt wie quietschende Türen und knarrende Böden. Ein gespenstisches Stück für junge Musiker, die es gerne etwas «gruseli» mögen.

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Auch im Vororchester begrüsst Dirigent Martin Baur stilgerecht die "erste Geige".

Hackbrett, Gesang und Trompete – Drei wunderbare Soli begeistern
Mit Händels «Bourrée, La Paix, La Réjouissance» eröffnet das Jugendorchester den zweiten Teil. In «Partita in F-Dur» setzt sich Urs Grob am Hackbrett gekonnt in Szene. Schade nur, dass es zwischen Presto, Menuet und Finale Zwischenapplause gab und so die Musiker etwas irritierten. Eventuell hätte eine Ansage zum Stück Klarheit geschaffen. Michelle Doving brillierte mit einer Arie aus Don Giovanni, begleitet vom Jugendorchester. In der «Sonata D-Dur» für Trompete und Streicher präsentierte sich Andreas Schneggenburger als Solist. Beim nächsten Stück erinnern sich vor allem die älteren Zuschauer an einen Kinofilm. Zehn – Die Traumfrau, ist eine amerikanische Komödie aus dem Jahr 1979 und ist mit dem Stück «Boléro» von Maurice Ravel untrennbar verbunden. Auch dieser Vortrag erhält grossen Applaus vom Publikum. Nach dem «Slavischen Tanz Nr. 8» kommen die Jugendlichen vom Vororchester wieder dazu.

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Michelle Doving überzeugte gesanglich mit der Arie aus Don Giovanni.

Musical Melodien zum Schluss
Aus Dschungelbuch interpretiert das vereinigte Orchester «Bare Nescessities» und zum Schluss den bekannten Love-Song «Can you feel the Love tonight» mit dem Löwe Simba seiner Nala die Liebe erklärt. Für das Konzert, das bei sehr heissen Temperaturen für alle Mitwirkenden alles abverlangte, bekamen sie dafür Standing Ovation.


Das Jugendorchester wird in den Sommerferien eine Konzertreise nach Thailand unternehmen. Die Temperaturen in Thailand werden in etwa so sein wie heute in Wil nur mit mehr Luftfeuchtigkeit.Für Martin Baur und sein Orchester wird's viele Schweisstropfen geben. Die Reise wird vom Förderverein des Jugendorchesters organisiert. Um die Kosten teilweise decken zu können, kann man beim Ausgang mit einer freiwilligen Kollekte das Jungendorchester unterstützen.