Wenn der Uzwiler Gemeindepräsident Lucas Keel gegen Ende des abgelaufenen Jahres als Präsident der Trägerschaft des Seniorenzentrums Uzwil Auskunft erteilen musste, dann war es weniger wegen des Bauprojektes. Vielmehr stand das Zentrum im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im Blickpunkt. Wie manche andere Betagten-Institution hatte es eine sehr grosse Zahl an Todesfällen zu beklagen. Über dem Bild der sonnigen Matte, welches Lucas Keel beim Spatenstich gezeichnet hatte, lag ein dunkler Schatten.

Am 20. Februar 2019 war der erste Spatenstich zum Neubau im Beisein der Bewohnerinnen und Bewohner erfolgt. Im Vorfeld hatten die Gemeinden Uzwil und Oberuzwil an der Urne und Oberbüren an der Gemeindeversammlung Kredite im gesamten Umfang von 38 Millionen Franken und zusätzlich rund 8 Millionen für den Grundstückkauf bewilligt. Das Seniorenzentrum Uzwil mit den Standorten Sonnmatt und Marienfried gehört zu den grössten öffentlichen Pflegeheimen im Kanton St. Gallen. Die kontinuierlich stegendende Einwohnerzahl in den drei Trägergemeinden liegt bei rund 24‘000. Der Anteil älterer Leute dürfte sich weiter deutlich erhöhen. Diese demografische Entwicklung wirkt sich auch auf die Zahl der nötigen Pflegeheimplätze aus.


Viergeschossiger Erweiterungsbau

Gestützt auf die bisherigen Erfahrungen und die aktuellen Erkenntnisse ergänzt das Bauprojekt das bisherige Angebot mit 79 Bewohnerzimmern. Im bestehenden Gebäude verschwinden aber Mehrbettzimmer. Der älteste bestehende Gebäudeteil, das ehemalige Altersheim Uzwil mit neun kleinen Einzelzimmern, ist abgebrochen worden und hat Platz für die Erweiterung gemacht. Der Erweiterungsbau umfasst ein viergeschossiges Gebäude, welches mit einem Zwischentrakt sowohl unterirdisch als auch via Erdgeschoss direkt mit den bestehenden Häusern verbunden ist. Zum Projekt gehören eine Tiefgarage mit 30 Plätzen. 70 Parkplätze für Besucher und Mitarbeitende sind bereits neu gestaltet worden.

Cafeteria wird wieder integriert

Die Anpassungs- und Umbauarbeiten betreffen Räume im Untergeschoss, im Erdgeschoss und teilweise auch im Obergeschoss. Im Erdgeschoss des bestehenden Verwaltungstrakts werden weitere Büros eingebaut. Im Untergeschoss wird die Wäscherei verlegt und deren Kapazität erhöht. Es gibt zusätzliche Garderoben, WC- und Duschanlagen für die Mitarbeitenden. Lager- und Technikräume werden umdisponiert. Das Provisorium für die Cafeteria wird nach Fertigstellung der Bauarbeiten wieder abgebrochen.