Oftmals nimmt ein Fussballspiel mit zunehmender Spieldauer Fahrt auf und erlebt in der Schlussphase seinen Höhepunkt. Zwar gab es auch in der Partie zwischen dem FC Wil und dem Aufsteiger aus der Waadt dieses finale Furioso, als Eris Abedini in der 96. Minute einen Konter im zweiten Anlauf in den Maschen verstaute. Ansonsten war es aber so, dass sich das Spektakel vornehmlich früh, nämlich in der Startviertelstunde des Spiels, zutrug.

In der Startphase überrannten die kecken Lausanner den FC Wil in etwa so, wie es schon die Grasshoppers an gleicher Stelle gut zwei Wochen zuvor getan hatten. Mit dem Unterschied, dass es die Waadtländer gleich mehrfach unterliessen, in Führung zu gehen – was sich rächen sollte. Als die Wiler nach ein paar Minuten ebenfalls auf Wettkampf-Modus geschaltet hatten, kamen auch sie sogleich zu Möglichkeiten. Filip Stojilkovic hätte aus kurzer Distanz treffen müssen, zielte aber genau auf den Lausanner Goalie João Barroca. Also schickte sich der 19-jährige Stürmer an, «mit der Wut im Bauch», wie er hinterher sagte, das Führungstor zu erzielen. Und wie er es tat. Aus gut und gerne 25 Metern zog Stojilkovic ab und traf genau ins rechte Lattenkreuz. Es war ein wahrer Sonntagsschuss. Und dies unter den Augen von U19-Nationaltrainer Francesco Gabriele, der sich die Partie im Stadion anschaute.

Mal wieder mehr als ein Tor im Bergholz

Mit diesem Knaller war das Startfeuerwerk allerdings vorbei – und zwar beidseitig. Fortan flachte die Partie zusehends ab, was nicht verwunderte. Denn es war schlicht nicht möglich, dieses hohe Tempo über 90 Minuten zu gehen. Dies galt für beide Teams. Weiterhin war es aber so, dass die Lausanner ein nahezu ebenbürtiger Gegner waren. Sie zeigten zeitweise sehenswerte Kombinationen, streuten dann aber auch immer wieder unnötige Fehler ein.

Dies traf auch auf die Äbtestädter zu. Statt ein Spektakel zu bieten, verwalteten sie das Resultat – und setzten einige Nadelstiche in der Offensive. Da bei den Gästen gegen Ende die Kräfte nachliessen, wurde der erste Wiler Heimsieg unter Trainer Ciriaco Sforza immer greifbarer – und schliesslich Tatsache. Dank dem späten Treffer Abedinis zum 2:0 wurde gar eine unrühmliche Statistik gebrochen. Seit dem 21. Oktober des vergangenen Jahres hatte der FC Wil in keinem Heimspiel mehr als einen Treffer erzielt – in 14 Pflichtpartien auf dem IGP-Kunstrasen. Nur ein einziger Vollerfolg vor eigenem Anhang wurde in dieser Zeit eingefahren. Es war ein 1:0-Sieg gegen Winterthur anfangs März. Nun also klappte es mal wieder. Und zudem konnte an den Lausannern Revanche genommen werden. Drei Jahre zuvor hatten diese den FC Wil als Erstligist aus dem Cup geworfen und den Ostschweizern eine regelrechte Schmach beschert.

Routiniers auf der Bank

Der Bergholz-Klub liegt nach vier Partien voll im Soll. Er grüsst nun während knapp zwei Wochen – so lange ruht die Meisterschaft wegen der Cup-Pause – von Platz drei, direkt hinter den beiden Kronfavoriten Lausanne-Sport und Grasshoppers. Sieben Punkte aus vier Spielen ist auch darum erfreulich, weil der FC Wil mit einer komplett neuformierten Mannschaft in die Spielzeit gestartet ist. Zudem setzt Trainer Sforza konsequent auf die Jungen. Dies bekamen, wie schon eine Woche zuvor in Schaffhausen, die Routiniers Nick von Niederhäusern und Silvio zu spüren, die das Geschehen gegen Stade Lausanne-Ouchy von der Bank aus mitzuverfolgen hatten, im Falle von von Niederhäusern in der ersten Halbzeit.

Für die Lausanner hingegen ist die Ankunft im Profifussball holprig. Zwar hatten sie in allen vier Partien gute Aussichten auf Zählbares, stehen aber aktuell mit nur einem Punkt da – und am Tabellenende. Aufgrund des in Wil Gezeigten würde es aber erstaunen, wenn Stade Lausanne-Ouchy sang- und klanglos abstiege. Zu viel Qualität steckt in der Mannschaft.

Zu vermerken ist noch dies: Philipp Muntwiler holte sich im vierten Meisterschaftsspiel die vierte Verwarnung ab - auch wenn aus seiner Sicht nicht gerechtfertigt. Somit ist der Wiler Captain im nächsten Meisterschaftsspiel gegen Kriens bereits gesperrt.

Die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch)

 
Sehen Sie hier den platzierten Distanzschuss von Filip Stojilkovic zur 1:0-Führung.

Resultate, Challenge League, 4. Runde:
Wil - Stade Lausanne-Ouchy 2:0
Vaduz - Winterthur 0:1
Lausanne-Sport - Kriens 4:0
Grasshoppers - Schaffhausen 0:1
Chiasso - Aarau 4:2

FC Wil 1900 – FC Stade Lausanne-Ouchy 2:0 (1:0)

IGP-Arena: 890 Zuschauer. – Sr: Schärli.

Tore: 12. Stojilkovic 1:0. 96. Abedini 2:0.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rohner (87. Celant), Schmied, Kamberi, Schmid; Muntiler, Abedini; Brahimi (46. von Niederhäusern), Krasniqi (63. Ndau), Duah (76. Bosic); Stojilkovic.

FC Stade Lausanne-Ouchy: Da Silva; Danner, Manière, Hajrulahu (59. Matri), Tavares; Laugeois, Gaillard; Delley (66. Eleouet), Gazzetta (78. Ndongo), Amdouni (46. Parapar); Lahiouel.

Bemerkungen: Wil ohne Schäppi (verletzt), Klein, Sejdija, Wörnhard, Beka und Rahimi (nicht im Aufgebot). Stade Lausanne-Ouchy ohne Mutombo, Perrier (verletzt), Oussou (nicht spielberechtigt), Moreira und Samandjeu (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 4. Danner (Foul), 14. Muntwiler (Foul, im nächsten Spiel gesperrt), 50. Abedini (Foul). 74. Tavares (Reklamieren). 77. Rohner (Ballwegschlagen). 86. Matri (Foul).

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 4/10. 2. Grasshoppers 4/9. 3. Wil 4/7. 4. Winterthur 4/7. 5. Kriens 4/6. 6. Schaffhausen 4/5. 7. Aarau 4/4. 8. Vaduz 4/4. 9. Chiasso 4/3. 10. Stade Lausanne-Ouchy 4/1.

Nächste Spiele:
Cup, 1. Hauptrunde:
Samstag, 16. August: Red Star Zürich (1. Liga) - Wil (16.00 Uhr).

Challenge League, vorgezogene 6. Runde:
Freitag, 23. August: Grasshoppers - Winterthur (20.00 Uhr).
Samstag, 24. August: Wil - Kriens (17.30 Uhr), Lausanne-Sport - Aarau (19.00 Uhr), Schaffhausen - Stade Lausanne-Ouchy (19.00 Uhr).
Sonntag, 25. August: Chiasso - Vaduz (16.00 Uhr).

Im Video: Das sagt Filip Stojilkovic zu seinem Treffer:

 
Zwei Tore in zwei Spielen als Stammspieler. Aber der junge Wiler Stürmer will noch mehr.

_______________________________________________________________________________

Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein mit diesem Liveticker. Haben Sie noch einen schönen Sonntag. Bis bald auf hallowil.ch.

Wir gehen nun auf Stimmenfang und melden uns dann wieder mit einem zusammenfassenden Bericht an dieser Stelle. Weiter geht es für den FC Wil am kommenden Wochenende in der ersten Cup-Runde mit dem Spiel gegen Red Star Zürich aus der 1. Liga. Gespielt wird am Samstag, 17. August, 16 Uhr, auf der Allmend Brunau in Zürich. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Da ist er Tatsache: der erste Heimsieg für Sforza mit dem FC Wil. Man kann von einem Arbeitssieg sprechen. Der Aufsteiger aus Lausanne war keineswegs die schlechtere Mannschaft. In der Startphase waren die Waadtländer gar die spielbestimmende Equipe und stellten die Wiler vor einige Probleme. Glück für die Wiler war in dieser Phase vor allem, dass die Lausanner im Abschluss sündigten. Und so konnte Stojilkovic die Wiler im Gegenzug in Führung bringen. Nach einer fulminanten Startphase flachte das Spiel mehr und mehr ab, ohne das eine der beiden Mannschaften sich viele gefährliche Aktionen herausspielen konnte. Erst in der Nachspielzeit konnte Abedini nach einem Konter den Sack zumachen und den ersten Heimsieg unter Sforza in trockene Tücher bringen.

Schlusspfiff: Die Partie wird nach dem Treffer nicht wieder angepfiffen. Die Wiler gewinnen mit 2:0.

96. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil durch Abedini zum 2:0. Das war ein gut herausgespielter Konter über Muntwiler, Stojilkovic und Abedini. Letzterer kommt frei vor dem Tor zum Abschluss. Sein erster Abschluss kann von Torhüter Barroca noch geklärt werden, beim Nachschuss ist der Schlussmann der Lausanner aber chancenlos.

94. Minute: Was für eine Chance zum Ausgleich!! Parapar steht nach einem langen Ball auf einmal vollkommen frei vor Kostadinovic. Sein Lupfer ist aber zu wenig hoch und so kann Kostadinovic den Ball ohne Probleme halten.

90. Minute: Sechs Minuten werden mindestens nachgespielt. Sechs.

89. Minute: Gute Chance für Stojilkovic. Er tankt sich durch die Abwehr durch. Sein Drehschuss erfehlt das Tor nur ganz knapp.

87. Minute: Letzter Wechsel bei den Wilern: Für Rohner spielt neu Celant.

87. Minute. Ndau setzt den Freistoss aber knapp neben das Tor.

86. Minute: Gelbe Karte für Matri nach einem Foul an Stojilkovic. Eine gute Freistossposition zentral aus 18 Metern.

82. Minute: Und wieder haben die Wiler viel Glück. Ndongo kommt zum Abschluss und Lahiouel brint aus drei Metern den Ball dann auch nicht über die Linie. Der Ausgleich für die Gäste wäre mittlerweile verdient.

80. Minute: 890 Zuschauer sind heute in der IGP-Arena.

78. Minute: Letzer Wechsel bei den Lausannern: Anstelle von Gazzetta spielt neu Ndongo.

77. Minute: Gelbe Karte für Rohner für Ballwegschlagen. Diese Karte hätte eindeutig vermieden werden können.

76. Minute: Ein weiterer Wechsel beim FC Wil: Für Duah spielt neu Bosic, der seinen ersten Ernstkapf für Wil bestreitet.

75. Minute: Und weiterhin fehlt es dem Spiel an Tempo.

73. Minute: Gelbe Karte für Tavares, nachdem er sich beim Schiedsrichter zu vehement beschwert hatte.

70. Minute: Das Spiel ist merklich abgeflacht. Torchancen sind zurzeit Mangelware. Vieles spielt sich im Mittelfeld ab, ohne dass die Mannschaften gefährlich vor den Toren auftauchen würden.

66. Minute: Nächster Wechsel bei den Lausannern. Anstelle von Delley spielt neu Eleouet.

65. Minute: Gute Chance für die Wiler. Muntwiler tankt sich durchs Mittelfeld und fasst sich aus 20 Metern ein Herz. Sein Abschluss geht nur knapp am rechten Pfosten vorbei.

63. Minute: Zweiter Wechsel nun auch bei den Wilern: Anstelle von Krasniqi spielt neu Ndau.

59. Minute: Zweiter Wechsel bei den Gästen aus Lausanne: Anstelle von Hajrulahu kommt neu Matri.

57. Minute: Da war die Chance zum 2:0 für die Wiler: Rohner kommt über die rechte Seite und bedinet Stojilkovic, der sich gut im Rücken der Abwehr gelöst hat. Sein Direktschuss kommt aber genau auf Barroca, der die Fäuste noch hochreissen und die Situation so klären kann.

54. Minute: Duah versucht es nach einem Konter aus gut 30 Metern. Sein Ball geht aber weit übers Tor.

50. Minute: Nächste Verwarnung für einen Wiler: Abedini sieht nach einem Foul an Laugeois die glebe Karte.

49. Minute: Die Gäste wieder nahe am Ausgleich: Und wieder ist es Parapar. Diesmal gewinnt er das Laufduell gegen Schmid und versucht den Ball direkt zu nehmen. Sein Ball geht aber über das Tor.

47. Minute: Erste Chance der zweiten Halbzeit für die Lausanner: Der neue Mann, Parapar, kommt über die linke Seite und versucht es mit einem Heber gegen Kostadinovic. Der Versuch geht aber am Tor vorbei.

46. Minute: Anpfiff zur zweiten Halbzeit hier in Wil. Beide Mannschaften haben einen Wechsel vorgenommen. Bei den Wiler spielt neu von Niederhäusern für Brahimi und bei den Lausannern Parapar für Amdouni.

Pausenfazit: Die Wiler gehen zum ersten Mal in dieser Saison mit einer Führung in die Kabine. Gerade die Anfangsphase hatte es in sich. Nachdem die Wiler mit viel Glück nicht in Rückstand geraten waren, nahmen sie das Tempo der Lausanner an und hielten besser dagegen. Da die Gäste ihre Chancen nicht machten, kam es, wie es oft kommt: die Wiler nutzen eine der ersten Chancen und gingen durch Stojilkovic in Führung. Die Führung geht insofern in Ordnung, als dass die Wiler die wenigen sich bietenden Chancen besser nutzten. Trotzdem zeigten die Lausanner phasenweise ein sehr gefälliges Spiel mit guten Kombinationen, wobei oft der letzte Pass zu ungenau war. Wollen die Wiler den ersten Heimsieg unter Trainer Sforza feiern, bedarf es aber auch in der zweiten Halbzeit weiterhin eine konzentrierte Leistung, da der Aufsteiger aus Lausanne nicht zu unterschätzen ist.

45. + 2. Minute: Schiedsrichter Schärli pfeifft zur Halbzeit. Die Wiler gehen mit einer 1:0-Führung in die Kabine.

45. Minute: Mindestens zwei Minuten werden nachgespielt.

43. Minute: Guter Freistoss von Amdouni. Kostadinovic schätzt die Situation aber richtig ein und kann den Ball halten.

40. Minute: Ein Abschluss der Lausanner. Der Versuch von Gazzetta geht aber weit am Tor vorbei.

36. Minute: Schmid muss eine Flanke von Gazzetta zur Ecke klären. Dieser bringt dann nichts Zählbares für die Gäste.

31. Minute: Krasniqi versucht es nach dem Eckball mit einem Distanzschuss, der aber weit am Tor vorbei geht.

30. Minute: Eine gute Chance für die Wiler: Nach gutem Vorstoss von Krasniqi kommt Brahimi frei zum Abschluss aus kurzer Distanz. Torhüter Barroca kann den Ball aber mit dem Fuss noch klären.

25. Minute: Die Spieler nutzen eine Verletzungsunterbrechung für eine Trinkpause. Gazzetta liegt am Boden. Er kann aber weiterspielen.

23. Minute: Ein Abschluss der Gäste: Gaillard schliesst aus 20 Metern ab. Kostadinovic hat aber keine Mühe, den Ball zu halten.

20. Minute: Nun ist das Spiel etwas abgeflacht, wobei die Wiler mehr Balbesitz haben und das Spiel grossmehrheitlich kontrollieren. Es war aber auch absehbar, dass beide Mannschaften das hohe Anfangstempo nicht über die ganze Spieldauer werden halten können.

16. Minute: Was ist das bislang für ein lässiges Fussballspiel. Kein Abtasten der Mannschaften, sondern Offensivfussball auf beiden Seiten. So macht Fussball Spass.

14. Minute: Die erste Verwarnung für einen Wiler. Und es trifft Muntwiler. Nach ganzen drei Spielen und 13 Minuten hat Muntwiler seine vierte gelbe Karte kassiert und fehlt somit im nächsten Meisterschafts-Spiel gegen den SC Kriens.

12. Minute: TOOOOOOOOOR für den FC Wil durch Stojilkovic zum 1:0. Und was für ein Tor das ist. Stojilkovic fasst sich ein Herz und zieht aus über 25 Metern von der linken Seite ab. Der Ball fliegt ins weite Eck. Der Torhüter der Lausanner ist ohne Abwehrchance. Traumtor.

11. Minute: Wieder die Lausanner im Angriff. Amdouni läuft alleine aufs Wiler Tor zu. Rohner zündet den Turbo und kann ihn noch ablaufen und den Ball klären. Das gibt Szenenapplaus von den Rängen.

10. Minute: Die Wiler gleichen mit der Anzahal hochkarätiger Chancen aus. Nach schönem Durchspiel von Krasniqi kommt Stojilkovic vier Meter vor dem Tor frei zum Abschluss, schiesst aber den Torhüter der Gäste an. Auch das müsste ein Tor sein.

8. Minute: Das muss die Führung für die Gäste sein. Nach einem schönen Zuspiel von Delley kommt Gazzetta vollkommen frei vor dem Tor zum Abschluss. Er hat aber zu viel Rückenlage und schiesst aus 10 Metern über das Tor. Langsam wäre es für die Wiler an der Zeit, ebenfalls etwas zum Spiel beizutragen.

5. Minute: Und schon wieder die Lausanner: Delley prüft Kostadinovic aus grosser Distanz. Der Goalie kann den Ball aber ohne Probleme halten.

4. Minute: Erste Verwarnung des Spiels. Danner sieht nach einem groben Einsteigen gegen Duah korrekterweise die gelbe Karte.

3. Minute: Die nöchste Chance fr die Gäste, die hier loslegen wie die Feruerwehr. Lahiouel gewinnt das Laufduell gegen Schmid und schliesst ab. Sein Ball geht aber knapp am linken Pfosten vorbei.

2. Minute: Und nun eine sehr gute Chance für die Waadtländer. Nach einem Einwurf kommt Lahiouel frei zum Abschluss aus drei Metern. Kostadinovic ist aber rechtzeitig unten und kann den Ball klären.

2. Minute: Erste Aktion der Gäste: Sie kommen über die linke Seite. Schmied kann die Flanke aber noch klären.

1. Minute: Schiedsrichter David Schärli pfeifft die Partie an. Der Ball rollt. Viel Spass mit FC Wil gegen Stade Lausanne-Ouchy.

Die Gäste vom Genfersee spielen wie die Wiler mit einem 4-2-3-1 System. Trainier Andrea Binotto - seines Zeichens Bruder von Mattia Binotto, der Chef beim Formel-1-Teams Ferrari ist, schickt folgende Spieler aufs Feld. Im Tor steht Barroca. In der Verteidigung laufen von rechts nach links Danner, Manière, Hajrulahu und Tavares auf. Im defebnsivem Mittelfeld spielen Gaillard (rechts) und Laugeois. Offensiv im Mittelfeld spielen von rechts nach links gesehen Delley, Gazzetta und Amdouni. Einziger Stürmer bei den Gästen ist Lahiouel.

Die Aufstellungen sind bekannt. Die Wiler laufen in einem 4-2-3-1 System auf. Im Tor steht wie immer Kostadinovic. In der Verteidigung spielen von rechts nach links Rohner, Schmied, Kamberi und Schmid. Im defensiven Mittelfeld laufen Muntwiler (rechts) und Abedini auf. Offensiv spielen heute von rechts nach links Brahimi, Krasniqi und Duah. Einziger Stürmer der Wiler ist Stojilkovic. Es ist somit wie vor gut einer Woche in Schaffhausen: Die Routiniers Silvio und von Niederhäusern müssen auf der Bank platz nehmen - zumindest vorerst. Der neu verpflichtete Bosic ebenfalls.

Guten Fussball-Nachmittag, geschätzte Freunde des runden Leders. Herzlich willkommen aus dem Wiler Südquartier zur vierten Runde der Challenge League. Heute gastiert in der IGP-Arena mit dem FC Stade Lausanne-Ouchy der diesjährige Aufsteiger in die Challenge League. Pascal Ibig führt Sie durch diesen prächtigen Fussball-Nachmittag.

_____________________________________________________________________________

Die Vorschau:

Schon manch ein Klub ohne grossen Namen lief für mindestens ein Meisterschaftsspiel in der zweithöchsten Spielklasse im Bergholz auf. Erinnern Sie sich an den FC Naters? An den FC Wangen bei Olten? An den FC Baulmes. An den SC Cham? An den FC Bulle? Oder an Meyrin FC? Nun steuert der FC Stade Lausanne-Ouchy das Wiler Südquartier an und ist nach dem FC Lausanne-Sport und dem FC Le Mont Lausanne der dritte Verein aus der Waadtländer Hauptstadt. «SLO», wie der Klub kurz und bündig genannt wird, ist in Lausanne der Klub der Unterstadt, während sich Stadtrivale Lausanne-Sport in den oberen Gefilden heimisch fühlt. Stade Lausanne-Ouchy ist der 100. Verein, welcher je in der zweithöchsten Spielklasse des Landes gespielt hat – und der 38. der im Jahr 2003 gegründeten Challenge League.

Die Entwicklung der Waadtländer ist beachtlich. Innerhalb von sieben Jahren ist der Klub dreimal aufgestiegen – stets unter der Federführung von Trainer Andrea Binotto. Der Gymnasiallehrer, den sie am Genfersee «Professeur» nennen, hat einen ungleich bekannteren Bruder. Es ist Mattia Binotto, Teamchef von Ferrari in der Formel 1. Auch nach dem Aufstieg in die Challenge League ist SLO alles andere als Kanonenfutter. In den bisherigen drei Spielen wurde immer mitgehalten. Bei der 1:2-Niederlage im Letzigrund gegen die Grasshoppers wäre ein Punktgewinn gut möglich gewesen. Ganze neun Abschlüsse auf das Tor der Zürcher brachte Stade Lausanne-Ouchy zusammen. Auf einen ersten Sieg in der Challenge League warten die Lausanner aber noch und sie werden im Bergholz als Tabellenletzter auflaufen. Die Heimspiele trägt Stade Lausanne-Ouchy, das keinen Präsidenten hat, im Colovray zu Nyon aus, da der eigene Sportplatz Juan Antonio Samaranch am Genfersee nicht den Ansprüchen der Swiss Football League genügt.

Das Cupspiel:

Der FC Wil tut gut daran, den Gegner nicht zu unterschätzen. Wie man es nicht machen sollte, haben die Wiler gegen diesen Gegner fast auf den Tag genau vor drei Jahren gezeigt. Die beiden Teams begegneten sich in der ersten Cup-Hauptrunde Mitte August 2016. SLO war damals viertklassig, beim FC Wil sprach man unter türkischer Herrschaft von der Champions League. Spätestens als die Waadtländer kurz nach der Pause auf 3:0 erhöhten, war bei den mitgereisten Anhängern aus der Ostschweiz Fremdschämen angesagt – für den eigenen Verein. Mit 2:4 ging die Partie verloren, womit der wohl grösste sportliche Fehltritt in der Vereinsgeschichte Tatsache war. Die Wiler sind also gewarnt.

Die Wiler:

Für die Äbtestädter geht es am Sonntag darum, einen weiteren Schritt vorwärts zu machen – und den ersten Heimsieg unter Trainer Ciriaco Sforza zu landen. Das ist bisher in sechs Anläufen nicht geglückt. Dies auch, weil seit vergangenem Oktober in keinem Heimspiel mehr als ein Treffer erzielt wurde. Zuletzt in Schaffhausen hat die neuformierte Mannschaft aber gezeigt, dass sie auch Spektakel bieten kann. Das Spiel im Lipo-Park brachte zudem eine Verwarnung gegen FC-Wil-Captain Philipp Muntwiler mit sich, weil er beim Penaltypfiff gegen sein Team zu forsch reklamiert hatte. Das ist bemerkenswert, weil es Muntwilers dritte Verwarnung im dritten Saisonspiel was. Geht es in diesem Rhythmus weiter, ist er in der fünften Runde gegen Kriens bereits gesperrt. Das wäre rekordverdächtig.