«In die Wahlen 2019 setzen wir grosse Hoffnungen. Die SP soll zulegen und das Parlament sich etwas ausgleichen.» So hatte es der Oberuzwiler SP-Ortsparteipräsident Roland Bischof schon in der Einladung geschrieben. Diesem Thema galt auch das Referat von Rebekka Wyler.

Bereits bei ihrem Amtsantritt im SP-Zentralsekretariat vor einem knappen Jahr sei die Vorbereitung auf die National- und Ständeratswahlen vom kommenden 20. Oktober zuoberst auf der Traktandenliste gestanden, sagte Rebekka Wyler. Sie ist in Zürich aufgewachsen und lebt jetzt in Erstfeld im Kanton Uri. In Zürich gehörte sie dem Stadtparlament an, in Erstfeld ist sie Mitglied des Gemeinderates. Arbeitsort auf dem Sekretariat der SP Schweiz ist Bern. Mittlerweile habe sie bereits alle Kantonalparteien besucht.

«Rechtsbürgerliche Mehrheit brechen»

Dass SVP und FDP zusammen 101 der 200 Nationalratsmitglieder stellen, ist der SP ein Dorn im Auge. Diese rechtsbürgerliche Mehrheit zu brechen, gab Rebekka Wyler als Ziel der SP Schweiz an. Dafür soll in erster Linie die SP zulegen. Die Referentin räumte allerdings ein, dass SVP und FDP in manchen Fragen nicht einig seien und deswegen manche SP-Postulate trotzdem erfolgreich durchgesetzt werden könnten.

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Rebekka Wyler engagiert sich als SP-Gemeinderätin in Erstfeld und auf dem SP-Sekretariat in Bern.


Vier Wahlkampfthemen

Jede Partei ist bestrebt, im Wahlkampf jene Themen in den Mittelpunkt zu stellen, welche die Bürger und speziell ihre Mitglieder am meisten beschäftigen. Die SP Schweiz stellt vier Bereiche aus dem Alltag in den Mittelpunkt. Als erstes geht es ihr um Arbeit und Ausbildung für alle. Jeder sollte eine Ausbildung machen können. Im Zeitalter der Digitalisierung würden auch Weiterbildung und Umschulung immer wichtiger.

Die für immer mehr Mitmenschen ausserordentlich belastenden Krankenkassenprämien nannte Rebekka Wyler als zweiten Schwerpunkt. Dazu hat die SP eine Initiative in Vorbereitung, welche die Prämien auf 10 Prozent des Einkommens beschränken will. Nach wie vor nicht verwirklicht sieht die SP die Gleichstellung von Mann und Frau. Diesbezüglich wolle sie sich für eine Besserstellung der Frauen in Familie, Beruf und Politik einsetzen.

Das vierte Thema hat der vergangene heisse und zu trockene Sommer aktuell werden lassen. Die Klimaerwärmung dürfe nicht einfach tatenlos zur Kenntnis genommen werden. Den CO2-Ausstoss gelte es massiv zu reduzieren.

Gysi, Sulzer und Bullakaj kandidieren

Die SP Schweiz will wieder mit dem Slogan «Für alle statt für wenige» in die kommenden Wahlen steigen. Sie hat den Hauptslogan aber angereichert durch «Menschen statt Millionen», «Wir sprechen mit den Menschen, statt über sie» und «Gegen das Recht des Stärkeren». Rebekka Wyler forderte die Genossen zu persönlichem Einsatz auf. Erfolg verspricht man sich von Telefoninterviews und Hausbesuchen.

Ganz wichtig seien auch überzeugende Kandidaten. Heute Freitagabend wird in St. Gallen im Beisein von Christian Levrat, Präsident der SP Schweiz, die Nationalratsliste der SP des Kantons St. Gallen zusammengestellt. Aus dem Wahlkreis Wil sind Barbara Gysi, Dario Sulzer und Arber Bullakaj portiert.

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Roland Bischof: «Als Gemeinderat von Oberuzwil bin ich gegen die Zersiedelungsinitiative. Sie schränkt die Entwicklungsmöglichkeiten zu stark ein.»


Neuer Wahlkampfleiter

Im nächsten Monat werde der regionale Wahlausschuss erstmals tagen, war von Ortsparteipräsident Roland Bischof zu erfahren. Felix Schönenberger, Wil, hat den langjährigen Präsidenten Werner Dintheer, Uzwil, als Präsident abgelöst. Weiter gehören dem Ausschuss Thomas Höhener, Uzwil, Roland Bischof, Oberuzwil, und Franz Fischli, Jonschwil, an.

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Neujahrsbegrüssung der drei SP-Sektionen Uzwil, Oberuzwil und Jonschwil mit überschaubarer Teilnehmerzahl.