Es ist allen bewusst: Das Spiel dauert 90 Minuten (oder etwas mehr). Dennoch muss das  FC Wil-Team immer wieder späte Gegentore einstecken. Und auch die Anzahl der erhaltenen Treffer ist zu hoch: Zuletzt gegen Aarau, Kriens und jetzt Thun gab es acht Gegentore. Fünf davon fielen nach der 80. Minute. Darüber ärgert sich Cheftrainer Alex Frei: «Unser Plan ist 80 Minuten aufgegangen. Aber in den letzten drei Spielen kassieren wir zuviele Gegentreffer. Wir stecken wieder mitten im Abstiegskampf.»

Über weite Strecken hielt das Team mit dem Absteiger aus der Super League gut mit, stand kompakt, liess kaum etwas zu und konterte sehr gefällig. Oft kam dann allerdings der letzte Pass nicht an. Die schnelle Thuner Führung nach der Pause glich Valon Fazliu mittels Penalty aus – er selber war gefoult worden. Natürlich verfügt der FC Thun über mehr Erfahrung und mehr Qualität, aber das lässt Valon Fazliu als Erklärung für die Niederlage nur beschränkt gelten: «Thun ist viel erfahrener, aber wir haben genug talentierte Spieler, um mithalten zu können.»

Naive Gegentore

Und damit sind wir wieder bei den späten Gegentoren. Alex Frei hadert mit dem Spielverlauf, weil er weiss, dass mehr dringelegen wäre: «Du musst auch mal fähig sein, einen Punkt mitzunehmen. Wir haben in den letzten zehn Minuten zwei Gegentore kassiert, die so auf diesem Niveau einfach nicht passieren dürfen.»

Es war eine schlechte Runde für den FC Wil: Die in der Tabelle hinter den Fürstenländer liegenden Teams Chiasso und Xamax gewannen ihre Spiele, der SC Kriens holte in der Nachspielzeit noch einen Punkt, weil das Spiel eben nicht nur 80 Minuten dauert.

Am kommenden Samstag tritt der FC Wil "auswärts" gegen den FC Winterthur an – im Wiler Sportpark Bergholz.

(FC Wil)