Für gewöhnlich spielt sich das Spektakel gegen Ende der Partie ab. Ganz anders im Lipo-Park beim 81. Derby zwischen Schaffhausen und Wil. Nach zehn Minuten stand es bereits 2:2, nach einem Viertel der Partie der Sieger fest. Schade war eigentlich nur, dass keine 500 Zuschauer der Partie beiwohnten und sich das Spektakel im tabellarischen Niemandsland der Challenge League zutrug.

Es war nicht einmal so, dass in der Startphase jeder Schuss ein Treffer gewesen wäre. Als Kwadwo Duah das Skore bereits nach weniger als 200 Sekunden eröffnete, war das schon der dritte Abschluss auf das Schaffhauser Tor. Die Wiler Führung war in den verschiedenen Livetickern noch kaum abgespeichert, da war der Ausgleich schon Tatsache. Der aus dem Hinterhalt heranrauschende Serge Müller war nach einem klugen Schaffhauser Rückpass vergessen gegangen. Doch wiederum blieb kaum Zeit, um den Treffer zu notieren – und schon führte Wil wieder. Erstmals seit seiner Ankunft in der Ostschweiz im vergangenen Sommer trug sich Radivoj Bosic in die Torschützenliste ein – mit einem Schuss aus der Drehung. Zum zweiten Mal an diesem Abend gab Julian von Moos die Vorlage, der somit innerhalb einer Woche zwei Tore und zwei Assists beigesteuert hat. Also dann Veljko Vukasinovic seine Freiheiten im Wiler Strafraum zum neuerlichen Ausgleich nutzte, waren noch keine zehn Minuten gespielt. Gegenseitiges Abtasten, bitte wo?

Duah mit drei Toren in Schaffhausen

Auch wenn das Startfurioso somit beendet war, blieb es weiterhin eine äusserst unterhaltsame Partie, in welcher die Wiler vor der Pause die bessere Mannschaft waren, die Schaffhauser danach. So hatte es seine Richtigkeit, dass die Äbtestädter noch vor Ablauf des ersten Spielviertels ein drittes Mal in Führung gingen. Valon Fazliu schickte mit einem weiten Steilpass den schnellen Duah auf die weite Reise. Dies führte die Wiler Sturmspitze erfolgreich um den herauseilenden Goalie Amir Saipi herum und dann ziemlich nahe an die Grundlinie. Doch der spitze Winkel reichte gerade noch, um von und mit links den siebten Saisontreffer zu erzielen. Drei Tore hat Duah im Lipo-Park erzielt.

Dass nach knapp 22 Minuten das Endergebnis bereits feststand, hätte zu jenem Zeitpunkt wohl niemand gedacht. Denn weitere Tore lagen in der Folge gleich mehrmals in der Luft. Unmittelbar nach dem dritten Führungstreffer scheiterte Fazliu am Pfosten, später der Ex-Wiler Gjelbrim Taipi mittels Freistoss ebenfalls. Ganze sieben Abschlüsse auf das Tor der Schaffhauser brachten die Wiler vor der Pause zustande – und das in einem Auswärtsspiel.

Kostadinovic hält den Sieg fest

Nach der Pause bauten die Wiler etwas ab und brauchten das eine oder andere Mal Glück, um die Führung über die Zeit zu bringen – und einen bärenstarken Goalie Zivko Kostadinovic. Eine Viertelstunde vor Schluss brachte er zuerst seine Hände reflexartig nach unten, um den flachen Versuch von Danilo Del Toro abzuwehren. Den Nachschuss hatte Karim Barry wohl gedanklich schon im Tor verstaut. Doch der Wiler Goalie warf seinen Körper Richtung Ball und brachte die Hände gerade noch hoch, um erneut zu parieren. Es passte zum Spiel, dass in der Nachspielzeit Goalie Saipi dem Ausgleich nahe kam. Bei einem Freistoss-Ball in den Wiler Strafraum war er aufgerückt und kam tatsächlich ran, stand jedoch im Offside. Ein Goalie in einer Offside-Position. Auch das sieht man nicht alle Tage.

Es war alles in allem beste Werbung für den Challenge-League-Fussball. Beide Mannschaften spielten unbekümmert auf. Dass die Auftritte teilweise zu unbekümmert waren, gefiel dem neutralen Beobachter und hatte ein Spektakel zur Folge. Für die Wiler war es der erste Auswärtssieg seit dem 19. Oktober des vergangenen Jahres. Seither hatte es in der Fremde acht Niederlagen hintereinander abgesetzt. Die Sache mit der Baisse war einmal. Zuletzt stehen beim FC Wil drei Siege aus vier Partien zu buche. Nur den Grasshoppers, welche am Freitag nächster Wiler Gegner sind, musste man sich beugen. Gegen Schaffhausen war es nach acht sieglosen Partien mal wieder ein Vollerfolg.

Im Video: Die Highlights des Spiels (Quelle: www.sfl.ch)

 

Resultate, Challenge League, 29. Runde:
Schaffhausen - Wil 2:3
Kriens - Aarau 4:1
Grasshoppers - Stade Lausanne-Ouchy 4:0
Lausanne-Sport - Chiasso 2:1.
Winterthur - Vaduz 1:4

FC Schaffhausen – FC Wil 1900 2:3 (2:3)

Lipo-Park: 468 Zuschauer. – Sr: Kanagasingam.

Tore: 3. Duah 0:1. 5. Müller 1:1. 8. Bosic 1:2. 10. Vukasinovic 2:2. 22. Duah 2:3.

FC Schaffhausen: Saipi; Mujcic (80. Talic), Bunjaku, Kronig (46. Qollaku); Lika (57. Kaiser), Müller, Bislimi (88. Bajrami), Del Toro; Taipi, Barry; Vukasinovic (57. Imeri).

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rohner, Schmied, Kamberi, Padula; Ismaili (84. Schäppi), Abedini; von Moos, Fazliu, Bosic (76. Silvio); Duah.

Bemerkungen: Schaffhausen ohne J. Krasniqi, Paulinho, Sessolo, Tanzillo (verletzt) und Ferizi (nicht im Aufgebot). Wil ohne Brahimi (verletzt), Muntwiler und Dimitrou (beide nicht im Aufgebot). – 23. Pfostenschuss Fazliu. – 37. Freistoss von Taipi an den Pfosten. – Verwarnungen: 12. Schmied (Foul). 39. Bunjaku (Foul), 70. Abedini (Foul). 77. Del Toro (Foul). 82. Qollaku (Foul). 86. Padula (Zeitverzögerung). 91. Rohner (Foul).

Rangliste:
1. Lausanne-Sport 29/58. 2. Grasshoppers 29/53. 3. Vaduz 29/48. 4. Kriens 29/46. 5. Wil 29/38. 6. Winterthur 29/36. 7. Stade Lausanne-Ouchy 29/35. 8. Aarau 29/35. 9. Schaffhausen 29/30. 10. Chiasso 29/18.

Nächste Spiele (30. Runde):
Freitag, 10. Juli: Lausanne-Sport - Schaffhausen (18.15 Uhr), Vaduz - Stade Lausanne-Ouchy (18.15 Uhr). Wil - Grasshoppers (20.30 Uhr).
Samstag, 11. Juli: Chiasso - Kriens (18.15 Uhr), Aarau - Winterthur (20.30 Uhr).

Kwadwo Duah im Video: «Ein Sieg des Willens»

 

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Der Liveticker:

Für heute soll es das gewesen sein. Vielen Dank für das Interesse – und bis bald auf hallowil.ch.

Apropos GC: Weiter geht es für den FC Wil schon am Freitagabend (10. Juli) um 20.30 Uhr mit dem Heimspiel-Knüller gegen die Grasshoppers. Auch von dieser Partie berichtet hallowil.ch mit einem Liveticker.

Im zweiten Spiel des Abends setzt GC seinen Siegszug fort und gewinnt zuhause gegen Stade Lausanne-Ouchy gleich mit 4:0.

Schlussfazit: Ein ganz spezielles Spiel: Zuerst geht Ball um Ball rein und nach 10 Minuten steht es 2:2. Dann macht Duah mit seinem zweiten Treffer des Abends den Deckel bereits drauf, noch bevor das erste Viertel des Spiels vorbei ist. In der ersten Halbzeit waren die Wiler die bessere Mannschaft, in der zweiten Halbzeit waren die Schaffhauser tonangebend. Da beanspruchten die Wiler doch einiges an Glück - und einen starken Goalie Zivko Kostadinovic. So wird der erste Auswärtssieg seit dem 19. Oktober Tatsache. Die Wiler rücken in die obere Tabellenhälfte auf Platz 5 vor.

Schlusspfiff im Lipo-Park: Der FC Wil gewinnt auswärts gegen den FC Schaffhausen mit 3:2.

94. Minute: Im Konter geht von Moos durch, kann aber von Bajrami gerade noch gestoppt werden.

93. Minute: Noch einmal ist Schaffhausen ganz, ganz nahe am Ausgleich: Bajrami kommt im Strafraum frei zum Abschluss. Verzieht aber. Ui, ui, ui.

92. Minute: Beinahe hätte Schaffhausens Goalie Saipi den 3:3-Ausgleich erzielt. Beim Freistoss nach der Verwarnung ist er aufgerückt und kommt tatsächlich an den Ball, steht aber im Offside. Der Goalie im Offside. Gibt es eigentlich etwas, was dieses Spiel nicht zu bieten hat?

92. Minute: Gelb für Rohner wegen eines Fouls. Diese Verwarnung, welche auch bei ihm keine Konsequenzen hat, musste er nach einem missglückten Pass zu ihm ziehen.

90. Minute: Vier Minuten Nachspielzeit fehlen noch bis zum ersten Auswärtssieg des Jahres.

89. Minute: Wieder eine einstudierte Kurz-Variante. Aber Taipi donnert die Kugel dann deutlich drüber.

89. Minute: Corner Schaffhausen.

88. Minute: Letzter Wechsel bei den Munotstädtern: Bislini wird ausgetauscht durch Bajrami.

86. Minute: Padula wird verwarnt, weil er sich bei der Ausführung eines Freistosses zu viel Zeit lässt. Das hat aber auch bei ihm keine Folgen, da nicht vorbelastet.

84. Minute: Bei einem Wiler Konter ergibt sich eine 4-gegen-3-Überzahl. Doch Padula spielt einen schlechten Pass.

83. Minute: Wechsel bei den Wilern: Schäppi kommt für Ismaili. Das scheint nun ein 5-3-2-System zu sein. Führung verwalten, ist angesagt.

82. Minute: Gelb für Qollaku nach einem Foul an Abedini - und zwar im Wiler Strafraum.

82. Minute: Nach einer Variante schliesst Imeri aus der Distanz ab. Aber Silvio - ja Stürmer Silvio - klärt zum nächsten Corner, der dann nichts einbringt.

81. Minute: Corner Schaffhausen, von links.

80.Minute: 468 Zuschauer sind heute live dabei im Lipo-Park. Das Spiel hätte mehr Publikum verdient.

80. Minute: Schaffhausen wechselt nochmals: Mujcic wird ersetzt durch Talic. 

78. Minute: Gibt das den ersten Wiler Auswärtssieg seit dem 19. Oktober?

77. Minute: Da gibt es Gelb für Del Toro nach einem Foul an Silvio.

75. Minute: Nun der erste Wechsel bei den Wilern: Bosic geht runter und macht Silvio Platz. Silvio ist nun Sturmspitze, während Duah die linke Flügelposition von Bosic übernimmt. Taktisch verändert sich also nichts.

75. Minute: Da müsste der Ausgleich fallen: Zuerst Del Toro alleine vor dem Tor, dann Barry. Beide male eine ganz, ganz starke Reaktion von Kostadinovic. Aber Schaffhausen drückt.

74. Minute: Und beinahe schlägt es ein: Ein Schaffhauser Freistoss aus beträchtlicher Distanz segelt haudünn am rechten Pfosten vorbei. Da geht ein Raunen durchs weite Rund.

73. Minute: Als die Wiler im August letztmals hier gastierten, endete die Partie übrigens 3:3. Ich will ja nichts verschreiben ...

70. Minute: Wir warten und warten und warten nun schon über 45 Minuten auf ein Tor. Unverschämt.

69. Minute: Da wird mal wieder eine Verwarnung fällig: Völlig folgerichtig sieht Abedini Gelb nach einem Foul an Bunjaku in der Mittelzone. Hat aber keine Folgen. Abedini ist nicht vorbelastet.

68. Minute: Hollah die Waldfee: Diesen Ball sahen einige Zuschauer schon drin. Del Toro schliesst aus der Drehung ab, aber ganz, ganz knapp links daneben aus 14 Metern Distanz.

66. Minute: Im Gegenzug die Schaffhauser: Taipi trifft mit seinem schwächeren rechten Fuss ins Aussennetz. Somit steht es auch in dieser (bedeutungslosen) Statistik 1:1, wie bei den Pfostenschüssen.

65. Minute: Schon zum dritten Mal an diesem Abend schliesst Fazliu in Strafraumnähe nicht ab, obwohl die Situation äusserst günstig war. Der Ball kommt dann zu von Moos, der verzieht.

63. Minute: Der erste Schaffhauser Corner des Spiels hat einen Wiler Konter zur Folge. Aber Gefahr gibt es schliesslich weder hüben wie drüben.

61. Minute: Tja, die Sturm und Drang-Phase der Startphase ist Vergangenheit. Zumindest momentan mal. Schaffhausen nun mit mehr Ballbesitz. Aber die Wiler stehen hinten soweit sicher in den vergangenen Minuten.

58. Minute: Schaffhausen versucht das Szepter an sich zu reissen und wird aktiver: Barry schüttelt Schmied ab und spielt zur Mitte. Doch Del Toro rutscht knapp am Ausgleich vorbei.

56. Minute: Da ist der Doppelwechsel bei den Gastgebern: Vukasinovic hat Feierabend und wird durch Imeri ersetzt. Und Lika macht Platz für Kaiser. Wil hat übrigens noch nicht gewechselt - und scheint das auch nicht demnächst zu tun.

55. Minute: Die Wiler machen das stark. Der auffällige Fazliu mit einer butterweichen Flanke von rechts. Aber die Schaffhauser bekommen das grad noch geklärt - und bereiten einen Doppelwechsel vor.

53. Minute: Dann fasst sich Fazliu ein Herz und zieht aus über 20 Metern ab. Dieser Flatterball stellt Saipi vor Probleme, aber nicht vor unlösbare.

52. Minute: Wils Trainer Ciriaco Sforza hält es mal wieder nicht in seiner Coaching-Zone. Er steht praktisch an der Mittellinie. Der geht wie gewohnt voll mit. Ohne, dass sich etwas getan hätte auf dem Feld.

51. Minute: Aber es ist schon so: Die Verteidigungsreihen sind seit geraumer Zeit auch da nach dem zeitlich verzögerten Arbeitsbeginn an diesem Abend.

49. Minute: Der erste Abschluss nach der Pause gehört den Wilern: Duah hämmert die Kugel aufs Tor. Doch direkt auf Saipi. Dieser kann klären.

47. Minute: "Vorwärts, vorwärts, vorwärts", ruft Wils Trainer Ciriaco Sforza. Gerne. Wird aber noch nicht umgesetzt seit der Pause.

46. Minute: Die Gastgeber haben einen Wechsel vorgenommen. Wenig überraschend musste ein Verteidiger raus. Kronig machte Platz für Qollaku. Verteidiger für Verteidiger.

46. Minute: Das Spiel ist wieder freigegeben.

Die Mannschaften kommen zurück. Gleich geht es weiter mit FC Schaffhausen gegen FC Wil. Wie viele Tore haben die beiden Mannschaften noch aufgespart für die zweite Hälfte? Und vor allem: Schaffen es die Wiler erstmals seit Ende Oktober, zwei Spiele hintereinander zu gewinnen?

Im anderen Challenge-League-Abendspiel führt GC gegen den kecken Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy zur Pause mit 1:0. Chagas traf per Penalty.

Pausenfazit: Derzeit deutet einiges auf den ersten Wiler Auswärtssieg seit eben diesem 19. Oktober hin. Die Äbtestädter sind die bessere Mannschaft, was auch die Zahlen belegen. 7:2-Schüsse aus Tor für die Wiler, 57 Prozent Ballbesitz für die Äbtestädter. Aber natürlich: Entschieden ist hier noch rein gar nichts.

Pausenfazit: Wer zuhause die Grillade um eine Wurst verlängert hat und darum zehn Minuten später gekommen ist, ist selber schuld. Auch die Abwehr-Reihen stempelten erst nach zehn Minuten ein, so dass zuvor schon vier Tore fallen konnten. Bereits nach zehn Minuten war somit Aussergewöhnliches erreicht: Die Wiler hatten auswärts zwei Tore in einem Spiel erzielt. Das hat es seit dem 19. Oktober des Vorjahrs nicht mehr gegeben. Damals wurde in Nyon gegen Stade Lausanne-Ouchy der letzte Auswärtssieg realisiert.

Pausenpfiff im Lipo-Park: Der FC Wil führt auswärts gegen den FC Schaffhausen nach einer Wahnsinns-Halbzeit mit 3:2.

45.+1. Minute: Nochmals die Wiler: von Moos legt zu Duah rüber. Dieser verpasst den Hattrick ganz knapp.

45. Minute: Mann scheint sich auf ein 3:2 zur Pause geeinigt zu haben. Eine etwas ruhigere Phase. Eine Minute gibt es noch obendrauf.

43. Minute: Taipi versucht es mit einer Flanke aus dem rechten Halbfeld. Aber das ist sichere Beute für Kostadinovic.

42. Minute: Einer geht noch rein vor der Pause, oder?

41. Minute: Wieder wartet Fazliu an der Strafraumgrenze zu lange mit dem Abschluss, so dass die Szene versandet.

39. Minute: Dann gibt es Gelb für Schaffhausens Captain Bunjaku nach einem Foul an von Moos. Die Szene lief mit dem Vorteil weiter und Rohner zündete den Turbo. Doch die Flanke wurde geblockt. Keine Gefahr in dieser Situation.

37. Minute: Pfostenschuss Taipi! Somit steht es bei den Torumrandungs-Treffern 1:1. Der Freistoss segelt schön über die Mauer Richtung Tor - und eben ans Tor. Im Rebound müsste dann Vukasinovic egalisieren. Er trifft aus fünf Metern aber das leer Tor nicht. Viel Glück hier für die Wiler.

37. Minute: Das könnte gefährlich werden für das Gäste-Tor. Freistoss für Schaffhausen aus rund 20 Metern Distanz.

35. Minute: Auch Wils Duah musste kurz gepflegt werden. Aber auch für ihn geht es weiter. Genau wie für Vukasinovic.

34. Minute: Dann Schaffhausen mit einer Doppelchance: Taipi schiesst zuerst in guter Position mit Barry einen eigenen Spieler ab. Doch die Szene bleibt heiss. Lika schiesst von rechts, verfehlt aber das Tor um - sagen wir mal Corona-konform - circa 1,5 Meter.

32. Minute: Speaker Ronny Bien weist während der Unterbrechung auf den Sicherheits-Abstand hin, mindestens 1,5 Meter. Die beiden Abwehrreihen halten sich bisher gut daran. Bundesrat Alain Berset hat seine helle Freude, wenn er dieses Spiel sähe. Im Stadion ist übrigens der Cupsieger-Goalie Daniel Lopar, der ja in Australien spielt und grad Ferien hat.

31. Minute: Es gibt eine Trinkpause, weil Vukasinovic gepflegt werden muss.

29. Minute: Die Wiler Führung ist verdient. Die Gäste tun mehr fürs Spiel und führen die feinere Klinge. Hinten aber sind sie verwundbar. Das zählt aber auch für Schaffhausen. Wer trifft als nächstes?

26. Minute: Da begeht Duah ein Foul an der Schaffhauser Strafraumgrenze. Das ist bemerkenswert, weil es das vierte Foulspiel in diesem Spiel ist (alle von Wilern begangen). Das Spiel hat bisher also mehr Tore als Fouls erlebt. Auch mal was.

23. Minute: Pfostenschuss Fazliu. Im Nachschuss dann Rohner mit einem Knaller. Doch Saipi kann zum Corner klären. Freunde, ich komm kaum nach mit Schreiben …! So ist es recht.

22. Minute: TOOOOOOOR für den FC Wil durch Duah zum 2:3. Kaum geschrieben, klingelts wieder. Doppelpack von Duah, der schon in der Hinrunde hier getroffen hat. Ein weiter Ball von Fazliu in den Lauf des pfeilschnellen Duahs. Dieser umläuft den herausstürmenden Goalie Saipi. Der Winkel wir dann allerdings mächtig spitz. Aber Duah behält die Ruhe und schiebt ein. Einfach nur Wahnsinn, was hier abgeht. Schade, dass keine Wiler Fans dabei sein können.

21. Minute: Was ist los im Lipo-Park? Schon über zehn Minuten kein Tor mehr. Schade, wer hier etwas verspätet gekommen ist.

16. Minute: Kaum geschrieben, muss der Wiler Goalie mit den Händen eingreifen. Kostadinovic kommt knapp vor dem heranstürmenden Taipi ran.

15. Minute: Ein paar Sekunden später Duah mit einem Knaller. Dieser wird aber noch leicht abgefälscht und fliegt drüber. Der Corner ist dann sichere Beute für Saipi. Der dürfte froh sein, mal einen Ball in den Händen zu halten. Sein Gegenüber hatte diese Ehre bisher noch nicht wirklich. Und es steht 2:2.

15. Minute: Es geht munter weiter: Fazliu hat an der Strafraumgrenze viel Platz. Er wartet aber zu lange mit dem Abschluss, so dass dieser geblockt werden kann.

12. Minute: Nach vier Toren nun die erste Verwarnng: Es trifft Wils Schmied nach einem gar harten Einsteigen gegen Torschütze Vukasinovic.

10. Minute: TOOOOOOR für den FC Schaffhausen durch Vukasinovic zum 2:2.-Ausgleich. Taipi flankt, Del  Toro lässt durch, Vukasinovic trifft. So einfach geht das heute Abend. Wir halten fest: Noch keine zehn Minuten sind gespielt und es sind vier Tore gefallen. So darf es ruhig weitergehen. Die Trainer werden es wohl anders sehen.

8. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil durch Bosic zum 1:2. Was ist denn hier los? Schon wieder zappelt die Kugel im Netz. Und wieder gibt von Moos die Vorlage. Er kommt über rechts und spielt dann zur Mitte. Duah lässt durch und gibt Bosic die Chance, volley seinen ersten Treffer für den FC Wil zu erzielen.

6. Minute: Und dann gleich wieder die Wiler: Fazliu versucht es aus gut 20 Metern Distanz. Aber zu zentral. Saipi hat die Kugel.

5. Minute: TOOOOOR für den FC Schaffhausen durch Müller zum 1:1-Ausgleich. Wie gewonnen, so zerronnen. Lika kommt über rechts und spielt dann, nahe der Grundlinie stehend, zurück. Da kommt Müller angerauscht und trifft wuchtig zum Ausgleich. Das ging aber schnell.

3. Minute: TOOOOOOOOR für den FC Wil durch Duah zum 0:1. Da lief der Ball über mehrere Stationen schön durch die Reihen der Wiler. Am Schluss spitzelt von Moos den Ball an Goalie Saipi vorbei zu Duah, der dann mehr oder weniger das verwaiste Tor vor sich hat und trifft.

2. Minute: Der Ball zappelt im Netz des Schaffhauser Tors. Aber von aussen. Kein Tor. Duah mit einem Abschluss von halbrechts.

1. Minute: Das 81. Derby dieser beiden Teams läuft ...

Die Mannschaften sind da. Schaffhausen im traditionellen Gelbschwarz, die Wiler fast ganz in Weiss. Es kann losgehen. Viel Spass mit FC Schaffhausen gegen den FC Wil.

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Wer macht heute wen nass? (Bild: Simon Dudle)

Zwei Spiele sind schon durch am heutigen Abend. Leader Lausanne-Sport hat gegen Schlusslicht Chiasso den ersten Sieg seit dem Restart geholt: Es gab einen zu knappen 2:1-Erfolg. Vaduz hat im Zürcher Utogrund gegen Winterthur gleich mit 4:1 gewonnen.

Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter von Anojen Kanagasingam aus dem Kanton Bern. Der 40-jährige pfeift seit dieser Saison in der Challenge League – und hat den bis dato letzten Wiler Auswärtssieg im Oktober in Nyon gegen Stade Lausanne-Ouchy arbitriert. Ein gutes Omen?

Schaffhausens Trainer Murat Yakin vertraut in einem 3-4-2-1-System Goalie Saipi. In der Abwehr spielen von rechts nach links Mujcic, Captain Bunjaku und Kronig. Im Mittelfeld laufen auf von rechts her gesehen Lika, Müller, Bislimi und Del Toro. Davor spielen Taipi (rechts) und Barry. Einziger Stürmer ist Vukasinovic. Hier auffällig: Top-Skorer Sessolo ist leicht verletzt und gehört nicht dem Aufgebot an.

Kommen wir zu den Mannschaftsaufstellungen. Wils Trainer Ciriaco Sforza lässt wie üblich in einem 4-2-3-1-System spielen. Im Tor steht auch heute Kostadinovic. Die 4er-Abwehr bilden von rechts her Rohner, Schmied, Kamberi und Padula. Im defensiven Mittelfeld beginnen Ismaili (rechts) und Abedini. Im offensiven Mittelfeld spielen von rechts nach links Bosic, der heutige Captain Fazliu und von Moos. Einziger Stürmer ist Duah. Auffällig: Der eigentliche Captain Muntwiler ist nicht im Aufgebot. Er wird geschont. Tja, am Freitag ist GC und alle drei Tage ein Spiel.

Erzielen die Wiler wieder das Führungstor? Das war in den vergangenen vier Partien immer der Fall. Zuhause gab es dann jeweils einen Sieg gegen Winterthur (3:1) und Kriens (2:0), auswärts setzte es hingegen danach eine Wende und je eine 1:4-Niederlage in Aarau und Zürich gegen die Grasshoppers ab.

Die bekanntesten Namen sind heute gewiss die beiden Trainer. Da lautet das Duell Murat Yakin gegen Ciriaco Sforza. Yakin ist zuletzt in die Schlagzeilen geraten. Er machte die Reise nach Nyon zum Auswärtsspiel des FC Schaffhausen gegen Stade Lausanne-Ouchy nicht mit und zog es vor, am gleichen Abend den nächsten Gegner Vaduz im Rheinparkstadion zu beobachten. Letzten Samstag, als die Schaffhauser im fernen Chiasso spielten, wurde Yakin übrigens nicht im Wiler Bergholz gesichtet - und tatsächlich in Chiasso.

Es ist mal wieder Fussball-Dienstag. Die Challenge League geht in die dritte von sechs Englischen Wochen am Stück. Unter anderem mit dem Spiel zwischen dem FC Schaffhausen und den FC Wil. Beide Teams können befreit aufspielen, da es bei ihnen weder um den Auf- noch Abstieg geht. «Verletzungsfrei durchkommen» ist auch ein Thema. Denn beide Teams haben diese Woche am Freitag ein Highlight vor der Brust. Schaffhausen gastiert bei Leader Lausanne-Sport, der FC Wil empfängt im Bergholz Rekordmeister GC. Zuerst jetzt aber mal voll Konzentration auf Schaffhausen. Ein herzliches Willkommen aus dem schmucken Lipo-Park zum Kunstrasen-Vergleich FC Schaffhausen gegen FC Wil. Simon Dudle tickert live aus Schaffhausen Herblingen durch die Partie.

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Die Vorschau:

Kann der FC Wil seine zuletzt ansteigende Formkurve endlich auch auswärts mal bestätigen? Das ist die grosse Frage vor dem Auswärtsspiel im Schaffhauser Lipo-Park. Wenn Wil den Schwung mitnehmen kann, sind die Chancen gross, dass es erstmals in diesem Jahr etwas Zählbares in der Fremde gibt. Darauf warten die Wiler schon seit acht Spielen. Als die letzten Auswärtspunkte verbucht werden konnten, schrieb man Oktober des Jahres 2019. Den schwachen Auftritten in der Fremde steht die Heimbilanz mit nur einer Niederlage in den letzten sieben Partien gegenüber.

Vielleicht kommt den Wilern zupass, dass auch im Lipo-Park – wie in Wil – ein Kunstrasen liegt. Allerdings ist der FC Schaffhausen alles andere als der Lieblingsgegner, ja sogar einer der Angstgegner. Von den letzten acht direkten Vergleichen mit den Munotstädtern konnte der FC Wil keinen für sich entscheiden. Es gab vier Schaffhauser Siege und vier Punkteteilungen. Der letzte Vollerfolg geht auf Februar 2018 zurück. In dieser Saison hat es in den drei direkten Duellen bisher noch nie einen Sieger gegeben: 3:3, 1:1 und 0:0 lauteten die Ergebnisse.

Die Schaffhauser Unentschieden-Könige

Bei den Nord-Ostschweizern sticht vor allem eines ins Auge: Die magere Ausbeute in der Offensive. Nur gerade 24 Tore wurden in den bisherigen 28 Meisterschaftsspielen erzielt. Das ist der mit Abstand schlechteste Wert aller Challenge-League-Klubs. Alle anderen Teams durften sich schon 33 Mal und mehr über einen Treffer freuen. Dafür präsentiert sich die Abwehr des vom einstigen Defensiv-Spezialisten Murat Yakin trainierten Teams nicht wie die eines Vorletzten. Nur drei Mannschaften haben weniger Tore zugelassen.

Die Marschrichtung der Munotstädter stimmt grundsätzlich. Von den letzten zehn Partien gingen nur zwei verloren, gegen die Grasshoppers und den SC Kriens. Zu sagen ist aber auch, dass die Schaffhauser die unbestrittenen Unentschieden-Könige der Liga sind und darum nicht wirklich vorwärtskommen. Schön zwölfmal teilte man sich mit dem Gegner die Punkte. 

Für deutlich mehr Aufsehen sorgten in dieser Saison in Schaffhausen die Geschehnisse neben dem Platz – vor allem der Streit zwischen dem neuen Präsidenten Roland Klein und der Familie des verstorbenen Vereins-Patrons Aniello Fontana. Als der Disput eskalierte, war gar die Rückkehr ins alte Stadion Breite zum Thema geworden.

Vier Spieler vorbelastet

Wie so oft werden die Wiler aber nicht allzu sehr auf den Gegner achten und das eigene Spiel durchzuziehen versuchen. Ohne einen gesperrten Spieler reisen sie in den Lipo-Park. Allerdings sind vier Spieler vorbelastet – und wären im Falle einer weiteren Verwarnung am Freitag im Knüller-Heimspiel gegen die Grasshoppers gesperrt. Auf der Kippe für den GC-Match sind mit Valon Fazliu und Silvio zwei Leistungsträger. Ferner sind auch die beiden «Zürcher» Kastriot Ndau und Bledian Krasniqi vorbelastet. Auch die Schaffhauser haben in der nachfolgenden Runde einen Knüller vor der Brust und reisen zu Leader Lausanne-Sport. Bei den Nord-Ostschweizern sind gleich sieben Spieler vorbelastet, unter anderem Goalie Amir Saipi und Top-Skorer Helios Sessolo.

Alles in allem können aber beide Teams frisch von der Leber aufspielen, da es bei beiden in dieser Saison im Prinzip um nichts mehr geht, wenn man mal von den Rangierungsprämien absieht.

Auswärtsfans sind auch in Schaffhausen keine zugelassen. hallowil.ch ist wie immer mit von der Partie und liefert heute Dienstag ab 20.30 Uhr an dieser Stelle einen Liveticker.