Die Arbeiten dienten der Pflege des Waldparkes. Durch das Entfernen der meist älteren Bäume kann mehr Licht auf den Boden gelangen und so können junge Bäume und Büsche nachwachsen. Allerdings liess man auch Totholz stehen, um damit einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten. Vor allem für Insekten und Vögel soll der Lebensraum erhalten bleiben.

Teil des Grüngürtels
Der Waldpark Sonnenhügel liegt mitten im Zentrum von Uzwil und ist Teil eines einzigartigen Grüngürtels, der sich quer durch Uzwil zieht. Er ist allerdings nur zum Teil öffentlich zugänglich. Auch der Waldpark Sonnenhügel ist Privatbesitz der Familie Bühler. Die Pflege des Parks wird durch den Forstbetrieb Uzwil in Zusammenarbeit mit dem Oberuzwiler Forstunternehmer Hans Osterwalder ausgeführt. Für die Baumfällaktion ist die Firma Rotex beigezogen worden, welche auf Holzerei mit Helikopter spezialisiert ist.


Post inside
Revierförster Bruno Cozzio hat die Baumfällaktion sorgfältig vorbereitet und war mit drei Lernenden des Forstbetriebs auf dem Platz.

Verjüngung als Ziel
Revierförster Bruno Cozzio hatte im Vorfeld 111 Bäume zum Fällen bestimmt. Es waren meist ältere geschwächte Bäume. Der Park war auch vom Borkenkäfer nicht verschont geblieben. Schon im August waren 10 Bäume mit Käferbefall gefällt worden. Auch unter den 111 Bäumen beim Helikopterschlag waren acht betroffen. Als sanfte Verjüngungskur hat Bruno Cozzio den aktuellen Holzschlag bezeichnet. Er bringe Licht und die Möglichkeit zu einigen Neupflanzungen in den Park. Mit mehreren tausend kleineren und einige hundert grossen Bäumen sei der Waldpark Sonnenhügel nach wie vor ein bedeutender Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Sicherheit gross geschrieben
Bei der Erklärung der Forstarbeiten wies Bruno Cozzio auf die Bedeutung der Sicherheitsmassnahmen hin. Bei den Holzerntearbeiten haben alle Forstfachleute Sicherheitskleidung und einen Helm getragen. Die Kommunikation fand über Funk statt. 

Vier Teams waren im Einsatz. Drei Gruppen haben die Bäume für den Helitransport vorbereitet. Ein an einem Seil gesicherter Forstarbeiter sägte den Baum ab, und je nach Grösse wurde er in mehreren Teilen weggeflogen. Ein viertes Team hat das Holz auf dem Abladeplatz in Empfang genommen. Der grössere Teil wird als Energieholz (Schnitzel) verwendet werden. Ein paar Laubholzstämme eignen sich als Möbelholz.