In Bern fand kürzlich der 15. Spenglertag des Schweizerisch-Liechtensteinischen Gebäudetechnikverbandes suissetec statt. 17 junge Berufsleute nutzten die Chance, sich national und vor einem breiten Publikum in Szene zu setzen. Die Fachjury bewertete 13 Objekte – 9 Einzelarbeiten und 4 Arbeiten von Zweierteams – hinsichtlich Kreativität, Ästhetik, Arbeitstechnik und Materialkombination. Gewonnen hat Amphol Rodjhinda mit seiner Skulptur „Kupfer-Drache“. Der junge Flawiler ist als Lehrling bei der Firma Franz Rossi AG in Oberbüren beschäftigt. Über 100 Stunden hat der 18 jährige Rodjhinda in das Projekt investiert.

Anfänglich nicht sehr daran interessiert, immerhin steht der Lehrabschluss vor der Tür, liess sich Rodjhinda von Vater Roger Zürcher und Ausbildner Georg Rossi zur Teilnahme motivieren. Mehr durch Zufall sah er ein Bild eines Drachen, daraus entstand die Idee ein solches Fabelwesen aus Kupfer und Zinkbögen zu kreieren.

Vater war Dritter geworden

Die Unterstützung von Vater Zürcher und Ausbildner Rossi war dem Preisträger sicher. Zürcher, selbst Spengler, hat vor vielen Jahren auch am Kreativ-Wettbewerb teilgenommen und hat damals den dritten Platz geholt.

Für Spenglermeister Rossi war es selbstverständlich, einen so talentierten, jungen Mann zu unterstützen. Er hat ihm das Material spendiert und liess ihn im tiefsten Winter sogar während der Arbeitszeit am Drachen arbeiten. Der grösste Teil der Arbeit leistete Amphol jedoch in seiner Freizeit. Der Aufwand hat sich gelohnt, entsprechend stolz ist Amphol als Sieger des Wettbewerbs.