Der Höhepunkt der Corona-Pandemie scheint zwar überstanden und die Lockerungen gehen bisher ohne negative Konsequenzen vonstatten. Und doch sind die Folgen noch deutlich spürbar. Plexiglasscheiben hier, Bodenmarkierungen zur Abstand-Einhaltung dort – und nach wie vor vier Sperrzonen in der Stadt Wil. Die grösste betrifft die Aussensportanlage im Lindenhof, welche nicht betreten werden darf. Doch es gibt ein paar Ausnahmen. Seit wieder Präsenzpflicht an den Schulen stattfindet, darf Sportunterricht in der Sperrzone stattfinden. Zudem ist das städtische Personal befugt, Unterhalt durchführen. Und: Selina Büchel darf trainieren. Die Toggenburger Weltklasse-Athletin, die seit einigen Jahren in Wil wohnt, hat eine Ausnahmebewilligung erhalten.

Wie für alle Spitzensportler sind auch für die 28-Jährige die Auswirkungen der Corona-Pandemie gross. Ins Jahr gestartet war Selina Büchel mit dem grossen Ziel Olympische Spiele. Doch nach einer kurzen Hallensaison nahm das Coronavirus überhand und selbst das Trainingslager in Zypern mussten vorzeitig abgebrochen werden. Da die Spiele um ein Jahr verschoben worden sind und noch unklar ist, ob dieses Jahr überhaupt noch Leichtathletik-Anlässe stattfinden, bleibt nichts anderes übrigens als Training. «Meiner Motivation tut dies keinen Abbruch. Nun habe ich ein Jahr mehr Zeit, um am Tag X in Topform zu sein», lässt Büchel auf ihrer Homepage verlauten.