Wer das Sonnenhof-Areal vom Bleicheplatz her betritt, sieht neu eine Skulptur. Geschaffen hat sie Peter Bernhardsgrütter. Sein Werk schenkt der renommierte Eisenplastiker Thurvita aus Dankbarkeit. Und zwar dafür, dass seine Mutter bei Thurvita gut aufgehoben war. Sie verbrachte ihre letzte Lebensstation im Alterszentrum Sonnenhof.

In Wil liegen auch Peter Bernhardsgrütters frühe Erinnerungen. Der heute 65-Jähirge besuchte den Kindergarten- und die Primarschulzeit in der Äbtestadt. «Lebenskreis» lautet frei übersetzt der englische Titel der gut mannshohen Skulptur. Die Betrachtenden stehen einer runden Form gegenüber, die sich je nach Blickwinkel zu einer Ellipse wandelt. Geschwungene Linien strukturieren die Fläche und bieten ein wechselndes Spiel von Licht und Schatten. Das Werk, entstanden 2013, ist aus Stahl in Rostoptik, mittendrin ruht eine Kugel aus glänzendem Edelstahl.

Nach Schicksalsschlag Künstler

Über seine Beziehung zur Kunst sagt Peter Bernhardsgrütter: «Neben Familie und Beruf habe ich in der Kunst schon früh einen idealen Ausgleich zum immer hektischer werdenden Business gefunden. Nach einem Schicksalsschlag Anfang 2006 mit Reha-Aufenthalt und längerem Arbeitsausfall erfolgte eine Art Neugeburt. Seit 2008 widme ich mich ausschliesslich und mit ganzer Kraft dem künstlerischen Schaffen.» Oft mit dabei ist ein Ursymbol: die Kugel. Meist glänzend verchromt im Kontrast zum Rost der Vergänglichkeit. Wie vor der Thurvita. (pd/red)