Wenn der FC Wil und der FC Thun am Samstag aufeinandertreffen tun sie dies als Tabellennachbarn mit gleich vielen Punkten. Das ist dann aber auch bald einmal die einzige Gemeinsamkeit der beiden Mannschaften. Während die Wiler am vergangenen Freitag einen wichtigen Sieg in Kriens feiern konnten und nun fünf Punkte Vorsprung auf den Letzten der Liga, ebendiesen SC Kriens, haben und in der Tabelle in der Region sind, die sie angestrebt haben, bleibt der FC Thun derweil hinter den Erwartungen zurück. Obschon man vor Beginn der Saison nicht explizit den Aufstieg in die Super League als Ziel gesetzt hat, durfte man von den Berner Oberländer doch mehr erwarten.

Das letzte Spiel des FC Thun liegt übrigens gut drei Wochen zurück, da ihr Spiel vor der Länderspielpause gegen Lausanne Ouchy aufgrund von mehreren positiven Covid-19-Fällen bei den Waadtländern verschoben werden musste. Dieses verlor man gegen den FC Winterthur deutlich mit 0:3 auf der Schützenwiese. Dennoch tun die Wiler gut daran den kommenden Gegner nicht zu unterschätzen. Sollte die Mannschaft aber auch in diesem Spiel den Willen und die Gier zeigen, wie sie Alex Frei nach dem Spiel in Kriens gesehen hat, besteht durchaus die Chance auf einen Sieg. Das man beim FC Thun trotz des eher verhaltenen Saisonstarts auf Kontinuität setzt, zeigt die Tatsache, dass der Vertrag mit Cheftrainer Carlos Bernegger unter der Woche vorzeitig bis 2024 verlängert wurde.

Dünne Personaldecke

Cheftrainer Alex Frei muss auf einige seiner Spieler Verzichten. Fazliu sitzt seine zweite Sperre nach seiner roten Karte im Spiel gegen Xamax ab. Verletzungsbedingt fehlen werden Sebastian Malinowski und auch Argtim Ismaili. Letzterer hat sich im letzten Spiel am vergangenen Freitag nach einer guten halben Stunde einen Mehrfachbruch am Unterarm zugezogen. Fraglich wird sein, ob Captain Philipp Muntwiler wieder fit ist und ob Amel Rustemoski nach seiner Gehirnerschütterung wieder voll einsatzfähig sein wird. Im Tor wird aller Wahrscheinlichkeit wieder Nils de Mol stehen, der in der vergangenen Woche mit der Schweizer U21 Mannschaft unterwegs war. Er kam bei den beiden Spielen gegen Gibraltar aber nicht zum Einsatz. Ebenfalls wieder mit dabei sein wird Serkan Izmirlioglu, der seine Sperre abgesessen hat.

Neue Anzahl an Wechselspieler

Ab dieser Runde dürfen in der Super League und Challenge League neun statt der bisher erlaubten sieben Wechselspieler auf der Bank Platz nehmen. Die SFL folgt damit der deutschen Bundesliga, der französischen Ligue 1 und der englischen Premier League. Es sei "ein guter Kompromiss, der dem Wunsch der Mehrheit der SFL-Klubs Rechnung trägt, die Klubs mit kleineren Kadern aber nicht zu stark benachteiligt", wie es in der Mitteilung der SFL heisst. Dennoch wird diese Regelung mit Sicherheit eher den Mannschaften mit einem breiten Kader zu gute kommen, als jenen Mannschaften, die nicht auf jeder Position spielerisch doppelt besetzt sind.

Unterhaltungsprogramm vor dem Match

Wie der FC Will verlauten lässt, gibt es vor dem eigentlichen Spiel gegen den FC Thun ein "Vorspiel" zum Match. Ab 16.00 Uhr gibt es die Möglichkeit Autogramme der Kaderspieler zu ergattern, welche gegen den FC Thun nicht zum Einsatz kommen werden. Daneben wird es noch eine Torschussmessanlage, ein Street-Soccer und eine Hüpfburg haben. Pascal Ibig