Unter dem Titel «Der Wahrheit muss ins Auge geschaut werden» wendet sich der Vorstand der Jungfreisinnigen Toggenburg in einem Schreiben an die Medien. 

Die Kämpferinnen und Kämpfer für den Spitalerhalt würden mit Halbwahrheiten um sich werfen und den Bürgerinnen und Bürger Märchen erzählen, «welche fantasievoller nicht geschrieben sein könnten», heisst es in der Pressemitteilung. 

Spitalbesuch in Grabs

Das Argument der Befürworter des Erhalts des Spitals, wonach dieses für die Gesundheitsversorgung des ganzen Toggenburg unverzichtbar sei, stellen die Jungfreisinnigen in Abrede: «Die Bewohner von Nesslau an, das Tal aufwärts, gehen bereits heute mehr ins Spital in Grabs als nach Wattwil.» 

Auch das Argument der Befürworter, dass mit dem Erhalt des Spitals auch den vergleichsweise schlechteren Verkehrsverbindungen im Tal Rechnung getragen werden müsse, lassen sie nicht gelten. «Durch die neue Umfahrung in Bütschwil und der kommenden in Wattwil, sind wir nochmals besser mit Wil und St. Gallen vernetzt.»

Weiter schreiben die Toggenburger Jungfreisinnigen: «Dass im Spital Wattwil seit vier Jahren nur noch unter der Woche operiert wurde, und seit zwei Jahren keine Operationen stattfinden, wird vom Nein-Komitee gerne übersehen. Und wenn ein Spital keine Operationen durchführen kann, reicht definitiv auch das geplante Gesundheits- und Notfallzentrum.»

Fraglicher Stellenabbau

Das <Komitee Nein zur Schliessung> geht von einem massiven Abbau von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen aus. Dies sieht der Vorstand der Jungfreisinnigen anders: «Und der wichtigste Punkt in der ganzen Geschichte: Die Arbeitsplätze werden erhalten bleiben. Wir müssen keine Stellen streichen. Der einzige Unterschied: Nicht der Kanton zahlt die Löhne, sondern eine private Institution.»

Mit einem Nein am 13. Juni würden gemäss der Jungpartei «weitere 22 Mio. Franken aus dem Fenster geschmissen und die Übernahme der Solviva AG gestoppt.»

Mit dem geplanten Gesundheits- und Notfallzentrum in Wattwil könne gemäss den Jungfreisinnigen zuversichtlich in die Zukunft des Toggenburgs geschaut werden. «Deshalb werfen wir am 13. Juni ein Ja zur Wattwiler Spitalvorlage in die Urne!»