Kurze Rückblende: In der vergangenen Woche hat sich das Referendumskomitee <Nein zur Schliessung> mit einer Medienmitteilung und einer juristischen Analyse an die Öffentlichkeit gewandt. Darin warf sie der St. Galler Regierung Manipulation der Stimmberechtigten durch irreführende Angaben zur Zukunft des Spitals Wattwil im Abstimmungsbüchlein für den Urnengang 13. Juni 2021 vor. Die Regierung missachte den Volkswillen, hiess es weiter. Die Mehrheit der Stimmberechtigten hätten sich für den Erhalt des Spitalstandorts Wattwil ausgesprochen.  

Qualität und Finanzierbarkeit

Wenige Tage später wenden sich nun verschiedene Parteien sowie die IHK (Industrie- und Handelskammer) gemeinsam öffentlich zu Wort. Sie unterstützen die vom St. Galler Kantonsrat in seiner Mehrheit beschlossenen Spitalstrategie.

Gemäss dieser wird das Spital Wattwil in ein Gesundheits- und Notfallzentrum umgewandelt. «Die neun vom Kantonsrat verabschiedeten Erlasse aus der Sammelvorlage Weiterentwicklung der Strategie der St. Galler Spitalverbunde bilden ein integrales Paket zur Sicherung der Qualität und der Finanzierbarkeit der Gesundheitsversorgung im Kanton St. Gallen», schreiben die Parteien sowie die IHK in einer gemeinsamen Medienmitteilung.

Anpassung an medizinische Entwicklung

«Regierung und Kantonsrat haben die neue Spitalstrategie ausgearbeitet, um die Strukturen des St. Galler Gesundheitswesen an den technologischen und medizinischen Fortschritt anzupassen, auf das Verhalten der Patientinnen und Patienten zu reagieren sowie die Qualität der Gesundheitsversorgung in allen Regionen des Kantons auch zukünftig sicherzustellen», hält der Zusammenschluss von Befürwortern in seinem Communiqué weiter fest.

Dadurch würden die Finanzrisiken für den Kanton reduziert und die Spitalverbunde betriebswirtschaftlich gestärkt. Weiter heisst es: «Die Notfallversorgung bleibt im ganzen Kanton flächendeckend gesichert.» Schon heute gelte die Vorgabe, 90 Prozent der Fälle sei innert 15 Minuten zu erreichen.