Nun sind die Spitex Tannzapfenland, der Spitex-Verein Münchwilen-Eschlikon und der Verein Spitex Sirnach endgültig Geschichte. Aber natürlich nicht vergessen, zu viel Gutes haben sie in den vergangenen Jahrzehnten geleistet. Am Mittwochabend fand – nachdem sich alle drei Vereine aufgelöst haben – die Gründungsversammlung der neugegründeten Spitex Regio Tannzapfenland statt. Im Dreitannensaal fanden sich dafür 76 Stimmberechtigte und 38 Gäste ein und wurden Zeuge eines geschichtsträchtigen Augenblicks. Denn es wurde eine neue Epoche eingeläutet, in welcher sich für die Klienten nicht viel ändern wird, «aber für uns stehen noch viele Arbeitsstunden auf dem Plan. Insbesondere im Bereich der ganzen EDV und der Administration waren und sind wir noch gefordert», sagte Traudi Schönegger.

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Die ehemalige Präsidentin der Spitex Sirnach wurde am gleichen Abend als erste Präsidentin der Spitex Regio Tannzapfenland gewählt. Mit ihr ist ein Kapitän an Bord, welcher es versteht, das Spitexschiff in ruhige Gewässer zu führen. Oder, um es in den Worten von Petra Sewo (ehemalige Präsidentin der Spitex Münchwilen-Eschlikon) zu sagen, «mit Traudi Schönegger haben wir eine perfekte „Fachfrau in Spitexwesen“ gewählt. Schon was sie an Aufbau- und Fusionsarbeit geleistet hat, sucht seinesgleichen».

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55 Mitarbeiter für fünf Gemeinden 
Neben Traudi Schönegger komplettieren Rita Scarlino, Jean-Pierre Métraux, Alexandra Peter, Uschi Wohlwend, Evelyne Mayer und Roger Nicolet den Vorstand. Und als Geschäftsführerin wurde in Cornelia Graf eine geeignete Person gefunden. Auffallend ist die Tatsache, dass alle bestehenden Arbeitsverhältnisse der vorherigen Vereine auf den neuen Verein Spitex Regio Tannzapfenland übertragen werden konnten. Somit bleiben den Klienten in den Gemeinden Fischingen, Bichelsee-Balterswil, Münchwilen, Sirnach und Eschlikon die bewährten Pflegekräfte erhalten. Traudi Schönegger erklärte zudem, dass der Stützpunkt in Dussnang aufgehoben wurde. «Neu, leiten wir unsere Einsätze von den beiden Stützpunkten Nord (Münchwilen) und Süd (Sirnach). Dank der Fusion kann sogar das Pflegeangebot erweitert werden und die neue Organisationsstruktur ermöglicht es dem Betrieb auch, vermehrt jüngere Mitarbeiter und Spezialisten einzustellen.»

Ehre wem Ehre gebührt 
An der Gründungsversammlung durften natürlich weder Dankesworte noch Grussbotschaften fehlen. Namentlich war es Guido Grütter, der für die Grussworte seitens Politischer Gemeinden, zuständig war. «Heute wird ein Meilenstein gesetzt. Die Gemeinden haben grosses Vertrauen in die erste Präsidentin, den Vorstand, den Mitarbeitern und allen weiteren Involvierten. Wir gehen darum äusserst positiv in die nahe Zukunft und freuen uns auf die wichtige Zusammenarbeit, bei der stets das Wohl unserer Mitmenschen im Vordergrund stehen wird». Aus der Vergangenheit wichtige und verdiente „Spitexmenschen“, wie etwa Paul Widmer oder Petra Sewo, wurden mit Dankesreden verabschiedet. Nun wird es um das vereinte Spitexschiff ruhig werden. Allfälliger Wellengang wird früher oder später wohl auf das Schiff zukommen, der tatkräftige, vorausschauende und für sein Amt prädestinierte Vorstand, wird jedoch dafür sorgen, dass man einem Kentern frühstmöglich entgegenwirkt.