Als dritter und letzter Spitex-Verein hat sich am Mittwochabend derjenige aus Sirnach aufgelöst. Nun steht dem offiziellen Neubeginn der Spitex Regio Tannzapfenland nichts mehr im Weg.Aus drei mach eins. Auch für die Spitex Sirnach war das vergangene Jahr das Letzte in dieser Form. Seit Januar befindet sich nämlich die neugegründete Spitex Regio Tannzapfenland, welche sich aus den drei nun aufgelösten Vereinen Münchwilen-Eschlikon, Tannzapfenland und Sirnach zusammensetzt, in den Startlöchern. Traudi Schönegger, Präsidentin der Spitex Sirnach betonte an ihrer letzten Jahresversammlung am Mittwochabend im Dreitannensaal, dass das Geschäftsjahr 2017 ganz im Zeichen dieser Fusion gestanden hat. «Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden engmaschig über den Prozess dieser Zusammenführung informiert. Was uns enorm freut ist die Tatsache, dass alle 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Anstellung in der neuen Organisation behalten werden.»

Für eine maximale Qualität
120 anwesende Personen, davon 76 Stimmberechtigte, machten aus der 23. und letzten Jahresversammlung der Spitex Sirnach eine an Einstimmigkeit nicht zu überbietende Angelegenheit. Geprägt war der einstündige, offizielle Teil, von zahlreichen Danksagungen. Sowohl der Gemeinde Sirnach als Leistungserbringerin, den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeitenden, Klienten und Gönnern, wurde mehrfach gedankt. Hätte nur ein Puzzleteil nicht gepasst, wäre es nicht möglich gewesen in den vergangenen Jahren für eine maximale Qualität den Klienten gegenüber zu sorgen. «Das soll auch in Zukunft die Aufgabe der Spitex sein, nämlich alles zu tun, um eine grösstmögliche Qualität zu Gunsten unserer ambulanten Pflegebedürftigen zu erreichen. Gleichzeitig wird es auch eine Herausforderung sein, die Kosten dafür so tief wie möglich zu halten», sagte Traudi Schönegger. Sie stellt sich am 23. Mai – an der ersten Jahresversammlung der Spitex Regio Tannzapfenland – zur Wahl als Präsidentin.

Lobeshymnen hüben wie drüben
Gemeindepräsident Kurt Baumann überbrachte wie immer die Grussbotschaft aus der Politischen Behörde. «Ich habe mich enorm gefreut, an dieser 23. und letzten Versammlung unseres Spitexvereins teilzunehmen. Gleichzeitig gestehe ich, dass doch etwas Wehmut mit dabei ist, denn die Spitex und wir von der Behörde hatten stets ein gutes Verhältnis; uns hat auch einiges verbunden.» Dass auch schwierige Jahre mit dabei waren leugnete Baumann nicht, wenn man aber trotz allem gemeinsam für eine Sache kämpft, kommt man gestärkt aus solchen Situationen heraus.

Der Abend – und die Spitex Sirnach – fanden ihr Ende in einem gemütlichen Zusammensein inklusive Nachtessen. Spürbar wurde in diesem Moment, dass ein Jeder von irgendwem ein Lob bekam, mit so viel Dankbarkeit und Optimismus kann der Start der neuen Spitex-Organisation nur ein Erfolg werden.