Wer hätte das Gedacht? Das Spitzenspiel der vierten Runde der Brack.ch Challenge League lautet Servette gegen Wil. Nach nur drei gespielten Runden eine vielleicht überspitzte Formulierung, die aber gemessen an den gezeigten Leistungen durchaus seine Richtigkeit hat. Der FC Wil reist als Aussenseiter nach Genf, ist aber nicht chancenlos.Mit 5 Punkten aus den ersten 3 Spielen ist Servette Genf ordentlich in die neue Spielzeit gestartet, nicht mehr aber eben auch nicht weniger. Dem gegenüber stehen die 4 Punkte des FC Wil. Mit ein wenig mehr Wettkampf Glück hätten es auch deren 9 sein können. In Anbetracht der bisherigen Gegner und unter Berücksichtigung der eigenen Ziele geht die aktuelle Ausbeute aber völlig in Ordnung.

Die Ansprüche in der Westschweiz sind klar. Als mehrfacher Schweizermeister und Traditionsverein gehört Servette eigentlich in die Raiffeisen Super League. Ähnliche Ansprüche hegen aber diese Saison auch der FC Vaduz, der FC Aarau, Neuchâtel Xamax FCS und der FC Schaffhausen. Es ist also umso wichtiger, dass man gegen die «Kleinen» die nötigen Punkte einfährt. Der FC Wil möchte hier aber sicher gerne zum Stolperstein werden.

Viel Erfahrung im Kader

Mit den Zuzügen von Sally Sarr (Luzern), Sébastien Wüthrich (Aarau), Steven Lang (Schaffhausen / St. Gallen) und nochmals eine ordentliche Portion Erfahrung mit an Bord geholt. Vor allem der Transfer von Steven Lang gab zu reden. Mit seinen Toren war er einer der Hauptgründe für den Schaffhauser Höhenflug im Frühjahr 2017. Dass Lang nun in Genf spielt ist für die Grenats wohl doppelt lohnenswert.

Mit dem Ex-Wiler Sally Sarr haben sich die Calvinstädter einen erfahrenen Verteidiger aus der Super League geangelt. Insgesamt verfügen die Genfer so über ein sehr erfahrenes aber eben auch junges und dynamisches Kader, dass auf jeden Fall zu den Besten in der Liga gehört. Doch davon will man sich in Wil nicht blenden lassen und sich auf die eigenen Stärken konzentrieren.

Heimstarkes Servette

Trotz der bekannte Heimstärke von Servette FC und der nicht zu bezweifelnden spielerischen Qualität, muss man eben auch anerkennen, dass die Liga insgesamt eine enorme Qualität hat und es keine einfachen Gegner mehr gibt. «Wir müssen jede Aufgabe mit grosser Demut angehen, sonst hast du in dieser Liga keine Chance.» so Konrad Fünfstück hinsichtlich des Auswärtsspiels im Stade de Genève.

Die Rollen sind vor dem Spiel eigentlich klar verteilt. Wil ist der Underdog und möchte versuchen den ambitionierten Westschweizern ein Bein zu stellen. Und eben genau das scheint gar nicht so unrealistisch. Die Mannschaft hat bewiesen, was Sie kann und zu wieviel Einsatz und Laufarbeit sie bereit ist. Wenn Sie diese Tugenden in Genf auf den Platz bringt, dann wird der FC Wil dort zu einem sehr unangenehmen Aussenseiter mit guten Chancen auf einen Punktgewinn.

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Der FC Wil möchte in Genf zu einem Stolperstein werden.