Seit über 20 Jahren ist die 10 m-Schiessanlage in der Wiler Thurau jeweils im Frühling Schauplatz der Finalwettkämpfe der Schweizer Gruppenmeisterschaft für Luftpistolenschützen. Die Ehre der Ostschweiz retteten diesmal Teufen mit Rang 3 bei der Elite und St. Fiden mit dem zweiten Platz bei den Junioren.Zum bereits 22. Mal sorgten die Sportschützen Wil, angeführt von Charly Klaus als OK-Präsident des Finals, zusammen mit den zuständigen Funktionären des Schweizer Schiesssportverbandes (SSV) für eine tadellose Organisation.

Die Gesamtverantwortung lag in den Händen von Dölf Fuchs, Abteilungsleiter Pistole beim SSV, und Walter Hasler, Ressortleiter Schweizer Gruppenmeisterschaft der Luftpistolenschützen. Die grösste Indoor-Anlage der Schweiz mit 33 elektronischen SIUS-Scheiben erwies sich einmal mehr als optimaler Austragungsort.

Hohes Niveau bei den Junioren
An der 45. Austragung der Elite und 13. Meisterschaft der Junioren konnten in der Thurau über hundert Spitzensportler aus allen Landesteilen willkommen geheissen werden, darunter auch einige Mitglieder des SSV-Nationalkaders.

Dölf Fuchs verwies bei der Begrüssung der geladenen Gäste auf das hohe Niveau der Junioren. So hatte der in Zuzwil wohnhafte und für Teufen AR bei der Elite an den Start gehende 20-jährige Marvin Flückiger, der auch noch bei den Junioren startberechtigt wäre, in den drei Hauptrunden hinter Heidi Diethelm Gerber am zweitmeisten Punkte gesammelt.

Olympia-Medaillengewinnerin schied aus
Wie hoch das Niveau am diesjährigen Final war, beweist das Ausscheiden von Weinfelden im Halbfinal. Das Team um Heidi Diethelm Gerber, bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio mit der Pistole 25 m Bronzemedaillengewinnerin, und ihrem ebenfalls dem Nationalkader angehörenden Sohn Dylan verpasste den Finaleinzug um vier Punkte und belegte unter den 20 Mannschaften Platz 11.

Den Sportschützen Wil fehlten zwei Punkte
Noch besser klassiert waren die Sportschützen Wil mit Sandra Stark, Daniel Becker, Philipp Wetzel und Pius Hollenstein, denen zwei Punkte zum Finaleinzug fehlten. So blieb dem Team der undankbare neunte Schlussrang.

Erfolgreiche Elite-Titelverteidiger
Für die Entscheidung in Wil hatten sich bei der Elite zwanzig Viererteams qualifiziert. In der ganzen Schweiz hatten 237 Vereine die drei Hauptrunden bestritten. Zum entscheidenden Final waren am Nachmittag des Wettkampftages schliesslich die besten acht Mannschaften zugelassen. Nach jeder online auf Bildschirme übertragenen Runde schied eine Mannschaft aus. Am Ende setzte sich wie schon vor einem Jahr Schmitten-Flamatt aus dem Kanton Freiburg deutlich vor den Carabiniers aus Lausanne durch.

Tolle Leistung des Zuzwilers Marvin Flückiger
Teufen AR mit dem Zuzwiler Marvin Flückiger reichte es wie im Vorjahr zur Bronzemedaille. Flückiger, der zu den grossen Schweizer Nachwuchshoffnungen zählt, hatte im Halbfinal mit 385 von 400 möglichen Punkten das beste Einzelresultat erzielt.

Triumph für ein kleines Bergdorf
Bei den Junioren hatten sich für Wil zehn Mannschaften aus der ganzen Schweiz qualifiziert. 67 Dreierteams aus der ganzen Schweiz hatten mit den drei Hauptrunden die Qualifikation in Angriff genommen.

Im Final sicherten sich Nando Flütsch und die beiden Geschwister Sina (12) und Dario Flütsch (18) aus dem Prättigauer Bergdorf St. Antönien die Goldmedaille. Im Vorjahr hatte St. Antönien den dritten Schlussrang belegt. Dass in diesem kleinen Walserdorf beim Nachwuchs hervorragende Arbeit geleistet wird, beweist der dritte Rang von Dario Flütsch im März dieses Jahres an den nationalen Meisterschaften Pistole 10 Meter in der Kategorie U21-U19.

Silber für Seriensieger St. Finden
Hinter St. Antönien errangen die einstigen Seriensieger von den Sportschützen St. Fiden/St. Gallen wie vor einem Jahr die Silbermedaille. Im Halbfinal hatte Frederik Zurschmiede mit 377 Punkten für das beste Einzelresultat gesorgt.

Beste Werbung für den Schiesssport
Walter Hasler lobte beim Absenden die gute Disziplin und die tollen Leistungen der Athleten, die in Wil beste Werbung für den Schweizer Schiesssport gemacht haben. Der gesamte Wettkampf war von Fairness und gegenseitigem Respekt geprägt-

Auszug aus der Rangliste
Elite:
1.Schmitten-Flamatt (Laurent Stritt, Leo Braun, Patrik Lengerer, Dominik Brülhart) 936,8 Punkte. 2. Lausanne Carabiniers 917,8. 3. Teufen (Marvin Flückiger, Patrick Gloor, Michael Waibel, Stefan Fuchs). 4. SG Itingen. 5. Sargans. 6. Uster.

Junioren:
1.St. Antönien (Nando Flütsch, Dario Flütsch, Sina Flütsch) 698,9 Punkte. 2. St. Fiden (Frederik Zurschmiede, Dominik Manser, Max Zöpfel) 690,7. 3. Rüschegg-Gambach. 4. Villeneuve. 5. Genève-Arquebuse. 6. Andelfingen.