«Chasch gad wieder inefahre.» Roland Mosberger, Geschäftsführer von Spritzwerk R. Mosberger, hat ein scharfes Auge und höchste Ansprüche an die Qualität. Und so kann es vorkommen, dass es selbst nach scheinbar optimaler Arbeit so tönt. Nämlich dann, wenn der Wagen aus der Werkstatt fährt und Roland Mosberger am Tageslicht einen Lackfehler im neu aufgespritzten Lack sieht.

Ihm und seinen Mitarbeitern entgehen diese Fehler nicht. So sei das höchste Ziel stets die «unsichtbare Reparatur». Denn: «Top-Qualität und zufriedene Kunden sind für uns die obersten Ziele und wichtig für unseren Ruf.» Und der ist sehr gut, sonst wäre Roland Mosberger nicht schon 27 Jahre als Selbstständiger auf dem Markt. Am Nationalfeiertag 1993 hat er sich selbstständig gemacht, seit Ostern 2007 ist das Spritzwerk R. Mosberger am Standort Gloten gleich gegenüber vom Aldi zu finden. Dort hat er inzwischen angebaut und verfügt über einen Kran, der zehn Tonnen hochheben kann – so zum Beispiel Fahrzeugaufbauten. In der entsprechenden Spritzkabine befindet sich auch eine Grube, damit der jeweilige Unterbau der Fahrzeuge lackiert werden kann. Die 16 Meter lange Kabine ist für Grossfahrzeuge wie LKW, Cars oder Baumaschinen ausgerüstet.

Im Video: Das ist das Spritzwerk Mosberger

 

Vielseitig und vielfältig

Die Qualität ist Roland Mosberger auch bei seinen Mitarbeitenden und den Lehrlingen wichtig. Das ist ein Grund für die anspruchsvolle Lehrlingssuche. Es reiche nicht, wenn jemand «nur gut mit den Händen» ist. Es brauche entsprechende Schulnoten und den Willen zu lernen. So gilt es, Wissen aus verschiedenen Bereichen, etwa der Farbenlehre aber auch aus der Mathematik und der Mechanik, zu verstehen und zu vereinen. Auch sind Feingefühl, ein Sinn für Farbe und Gestaltung sowie Zuverlässigkeit wichtige Voraussetzungen. Roland Mosberger wird weiterhin auf die Lehrlingsausbildung setzen, auch um die Leidenschaft für den Beruf weiterzugeben. In den Jahren seiner Selbstständigkeit hat er rund 25 Lehrlinge ausgebildet.


Selbst Schuhe lackiert

Neben Fahrzeugen liesse sich praktisch alles lackieren, etwa Velohelme, Fernseher- oder Lautsprechergehäuse. Und was war das Aussergewöhnlichste, das Sie bisher lackiert haben, Herr Mosberger? «Schuhe.» Wie bitte? «Ja, die Schuhe meiner Schwester zur Hochzeit von meiner Frau und mir», erklärt Roland Mosberger und fügt an, man müsse den Lack nur fein auftragen. So behielten die Schuhe den Tragekomfort. «Und die Schuhe halten heute noch.»