Schneider im Schlussgang

Domenic Schneider hatte am Abend mit Abstand das beste Notenblatt sämtlicher 90 Schwinger auf dem Weissenstein. Der Thurgauer Sennenschwinger startete mit einem offensiven Kampf gegen den Sieger vom Bernisch-kantonalen Schwingfest Adrian Walther. Der Gang endete zwar gestellt, jedoch wurde er mit der Note 9.0 belohnt. Mit den vier weiteren Gegnern fackelte er nicht lange und konnte Patrick Gobeli, Curdin Orlik, Schwingerkönig Kilian Wenger und Thomas Sempach platt ins Sägemehl. Nur im Schlussgang fehlte dem gelernten Zimmermann das Wettkampfglück und der Berner Matthias Aeschbacher konnte ihn mit seiner Waffe, dem Inneren Haken besiegen.

Nebst Domenic Schneider erkämpfte sich auch der Appenzeller Eidgenosse Martin Roth das Eichenlaub auf dem Weissenstein. Sicherlich eine sehr erfreuliche Sache für den Zimmermann, da er bis jetzt immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

St. Galler enttäuschen

In der Abwesenheit von Giger, Orlik, Schlegel, Ott oder auch Räbsamen, mussten die St. Galler Schwinger unten durch und konnten keine gute Leistung abrufen. Lars Geisser seinerseits musste das Fest bereits früh wegen einer Verletzung beenden. Florian Riget kam überhaupt nicht auf Touren und verpasste den Kranz klar. Einzig Andy Signer zeigte an seinem ersten Bergkranzfest eine gute Leistung und musste nie als Verlierer vom Platz. Er konnte sämtliche sechs Gänge Schwingen, was eine gute Leistung ist. Sicher ein gutes Omen für weitere Einsätze an einem Bergkranzfest. Nächste Woche startet dann die komplette Spitze vom Nordostschweizer Verband vereint am Brünig Schwinget und fordert die Berner und Innerschweizer Schwinger auf der Wasserscheide zwischen der Innerschweiz und dem Berner Oberland.

Pascal Schönenberger, 23.7.22