«Das Ergebnis ist eindeutig», sagt Bruno Cozzio, Kantonsrat und Präsident der CVP Wil-Untertoggenburg, nach der Delegiertenversammlung der CVP St. Gallen gegenüber hallowil.ch. Mit 109 von 169 Stimmen habe die kantonale CVP am Freitagabend die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann für den frei werdenden Sitz in der St. Galler Regierung nominiert. Ins Rennen um einen Regierungsratssitz geht Hartmann zusammen mit dem bisherigen CVP-Regierungsrat Bruno Damann. Beide wurden einstimmig nominiert. «Damit stellen sich zwei politisch erfahrene und bestens qualifizierte Persönlichkeiten der Wahl in die St. Galler Regierung», nimmt die CVP St. Gallen in einer Medienmitteilung Stellung.

CVP will zwei Sitze

Laut der Mitteilung der kantonalen CVP machte Parteipräsident Patrick Dürr an der Delegiertenversammlung klar, dass die CVP fest entschlossen ist, die zwei Sitze in der Regierung zu verteidigen. «Wir haben mit Bruno Damann und Susanne Hartmann zwei ausgezeichneten Kandidaten, die durch Fachwissen, aber auch durch grosse politische Erfahrung auf verschiedenen Ebenen überzeugen», wird Dürr in der Medienmitteilung zitiert. Als zweitstärkste politische Kraft im Kanton St.Gallen, die bei den eidgenössischen Wahlen deutlich an Wähleranteil zulegen konnte, sei der Anspruch auf zwei Sitze in der Regierung gegeben. Dürr stimmte die Delegierten auf einen intensiven Wahlkampf ein: «Jetzt braucht es Einsatz, Mut und Kampfgeist, damit wir das Ziel erreichen», so Dürr.

 
Im Video: Die Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann wird von der kantonalen CVP als Regierungsrats-Kandidatin nominiert.

Breite politische Erfahrung

Bei der Ersatzwahl für den in den Ständerat wiedergewählten Beni Würth stand gegenüber der Wiler Stadtpräsidentin Hartmann – die von der Parteileitung und der Regionalpartei Wil-Untertoggenburg vorgeschlagen wurde – Nationalrat Thomas Ammann – vorgeschlagen von der Regionalpartei Rheintal. «Beide vermochten durch ihre breite politische Erfahrung zu überzeugen. Die 49-jährige Juristin stellte nebst dem fachlichen Rüstzeug für dieses Amt ihre kommunikativen Fähigkeiten sowie ihre Erfahrung mit einem Departementalsystem und einem Parlament in den Vordergrund», heisst es in der Medienmitteilung der CVP St. Gallen. «Für die Nominierung haben sich zwei sehr fähige Kandidaten zur Verfügung gestellt – eine Frau und ein Mann aus zwei verschiedenen Regionen», sagt Cozzio gegenüber hallowil.ch, «eigentlich schade können wir nicht sowohl Hartmann als auch Ammann nominieren können.» Auch die Regierungsrats-Kandidatin Hartmann wurde in der Medienmitteilung der CVP zitiert: «Überdies würde ein ausgewogeneres Geschlechterverhältnis der Regierung guttun; entscheidend aber müssen die Kompetenzen sein.» (pd/mac)