An der Medieninformation vom Mittwochvormittag stellten VR-Präsident Thomas Gutzwiler und Roland Ledergerber, Präsident der Geschäftsleitung das Halbjahresergebnis 2018 vor. Thomas Gutzwiler: «Wir sind extrem zufrieden. Nicht nur gab es eine Steigerung auf allen Sparten, auch der Konzerngewinn liegt über dem Vorjahreswert. Strategisch sind wir auf dem richtigen Weg».

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VR-Präsident Dr. Thomas Gutzwiller (rechts) und Roland Ledergerber, Präsident der Geschäftsleiter zeigen sich über das Halbjahresresultat sehr zufrieden.

Steigerung bei verwaltetem Vermögen und Ausleihungen.
Die verwalteten Vermögen konnten um 1.9 % auf CHF 43.2 Mia. gesteigert werden. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft entwickelte sich sehr erfreulich mit einem Wachstum von 14.3 % auf CHF 60.6 Mio., nicht zuletzt dank der Einführung einer neuen Produktepalette. Im ersten Semester 2018 stieg das Volumen an Vermögensverwaltungsmandaten um CHF 577.0 Mio. und ihr Anteil am Total der verwalteten Vermögen erhöhte sich entsprechend auf 18.1%.

Die Kundenausleihungen konnten auf CHF 25.7 Mia. (+0.6 %) gesteigert werden. Im Hypothekargeschäft wird ein weiterhin nachlassendes Wachstum verzeichnet, während die Nachfrage nach kommerziellen Krediten nach wie vor zurückhaltend bleibt. Der Brutto- Erfolg aus dem Zinsengeschäft konnte mit CHF 147.5 Mio. trotz der anhaltend tiefen Zinsen praktisch auf dem Vorjahresniveau gehalten werden (– 1.3 %). Das Wachstum im operativen Geschäft schlägt sich in einem um 4.9 % höheren Betriebsertrag von CHF 234.7 Mio. nieder.

Jubiläumsaktivitäten und gesundes Kreditportfolio
Die Aktivitäten im Rahmen des 150-Jahr-Jubiläums, höhere Aufwendungen für die Digitalisierung sowie für den Aufbau zusätzlicher Stellen führten zu einem um 5.7 % höheren Geschäftsaufwand von CHF 133.6 Mio. Die Qualität des Kreditportfolios ist unverändert ausgezeichnet, weshalb weitere Wertberichtigungen und Rückstellungen aufgelöst werden konnten.

Da diese Auflösungen jedoch tiefer waren als im Vorjahr (CHF 3.9 Mio. gegenüber CHF 5.1 Mio.), fällt der Geschäftserfolg dadurch mit CHF 94.8 Mio. um 2.6 % tiefer aus als 2017. Insgesamt resultiert somit ein Konzerngewinn von CHF 81.2 Mio., der erwartungsgemäss leicht über dem Niveau des Vorjahres liegt (+ 0.8 %).

Ausblick Jahresabschluss 2018
Vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunktureinschätzung rechnet die SGKB für das Geschäftsjahr 2018 mit einem Konzerngewinn im Rahmen des sehr guten Ergebnisses im Vorjahr.

Investitionen in die Zukunft
Im Rahmen ihrer Strategie konzentriert sich die St.Galler Kantonalbank auf die Kernmärkte Ostschweiz, übrige Deutschschweiz und Deutschland. Um ihre Marktstellung weiter auszubauen, investiert die St. Galler Kantonalbank gezielt in die persönliche Beratung vor Ort. Jährlich werden eine bis drei der 38 Niederlassungen modernisiert. Zudem werden bis 2020 30 bis 35 neue Stellen in der Kundenberatung geschaffen.

Gleichzeitig wird die Digitalisierung weiter vorangetrieben: die Kundinnen und Kunden der SGKB profitierten allein in den letzten 12 Monaten von mehr als 10 Neuerungen wie Online-Hypothek, Lagecheck oder einem neuen Mobile Banking.

Niederlassung Portugal auf Verkaufskurs
Die 2013 eingeleitete Fokussierung auf den Kernmarkt ist mit dem Management-Buyout der Niederlassung in Lissabon abgeschlossen, welcher im zweiten Quartal 2018 vollzogen wurde. Per 1.6. 2018 wurden 60% dem LMC-Management übertragen. Die restlichen 40% gehen per 1.6.2020 an LMC Management in Lissabon.

Roland Ledergerber zum Verkauf: «Der Verkauf ist eine Win-Win-Situation. Vorteilhaft ist es für die Kunden und dem Erhalt der Arbeitsplätze. Eine Schliessung hätte für die St. Galler Kantonalbank hohe Kosten verursacht».

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Neues Niederlassungskonzept in Flawil erstmals umgesetzt
Vor wenigen Wochen fand die Eröffnung der neu gestalteten Niederlassung in Flawil statt. Der Geldwechsel ist erstmals total auf den Bancomat verlegt. Das Personal an den Bankschaltern kann sich auf den Beratungsteil konzentrieren und allenfalls auch Hilfestellungen leisten bei der Bedienung des Bankomaten.

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Die neue Schalterhalle der Niederlassung Flawil mit Strategie ohne Geldannahme und -Ausgabe. Die Mitarbeitenden konzentrieren sich auf die Kundenberatung.

In Flawil zeigen erste Erfahrungen, dass die Geldannahmen und -ausgaben am Schalter zwar verschiedentlich vermisst werden, die Leute sich aber freuen über die hellen und ansprechenden Räumlichkeiten. Nächste Neuerungen folgen an den Niederlassungen Goldach und Herisau.