Vor Wochenfrist musste Samuel Giger am Schwarzsee Schwinget zum ersten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz. Eine Woche später zeigte er, wer momentan der mit Abstand stärkste Schwinger der Schweiz ist. Als der Thurgauer im Schlussgang dem Berner Gast Matthias Aeschbacher gegenüberstand, fiel die Entscheidung nach knapp sechs Minuten: Samuel Giger konterte den Briener Angriff souverän und besiegte den Emmentaler am Boden. Jörg Abderhalden war als SRF-Experte im Einsatz und sagte: «Wer einen Brienzerangriff so abwehren kann, hat mein grösstes Lob verdient».

St. Galler begeistern Publikum

Auch die jungen St. Galler Schwinger begeisterten an diesem Schwingfest das Publikum. Damian Ott kam als Mitfavorit nach Mels und kämpfte sich gut durch. Obwohl er in den ersten beiden Gängen zwei Gestellte schreiben musste und anschliessend unter Druck war, konnte er am Nachmittag alle Gänge gewinnen, so auch gegen den Berner Hanspeter Luginbühl.

Aber auch Marcel Räbsamen überzeugte in Mels. Der Sennenschwinger vom Schwingclub Wil konnte seinen Bergkranz vom Schwarzsee eine Woche später mit den NOS-Kranz bestätigen.

Für Begeisterung sorgten nebst Ott und Räbsamen gleich vier weitere St. Galler. Der Sennenschwinger Marco Good vom Schwingclub Mels brachte das Stadion nach dem Sieg im sechsten Gang so richtig zum Kochen. Ebenfalls sorgte der Kranz von Ramon Baumgartner für Aufsehen. Der junge Flawiler erkämpfte sich das erste Eichenlaub am 1. August in diesem Jahr, den Kranz am St. Galler Kantonalschwingfest. Wegen einer Verletzung am Handgelenk musste er jedoch bis zum Nordostschweizer Schwingfest pausieren und konnte im sechsten Gang den Zürcher Nicola Wey bezwingen.

Ebenfalls konnten die Rapperswiler Schwinger über den Kranz von Florian Riget jubeln, welcher ebenfalls zum ersten Mal an einem Teilverbandsfest vor die Kranzdamen treten durfte. Dieselbe Leistung brachte auch der Toggenburger Pascal Heierli auf den Platz und konnte sich am Schluss im letzten Kranzrang platzieren.

Rotach und Bollhalder mit Verletzungen

Lars Rotach musste nach der Niederlage im zweiten Gang gegen Matthias Aeschbacher abbrechen. Der Ulisbacher verletzte sich am Knie und konnte den Wettkampftag nicht wie gewöhnt abschliessen. Manuel Bollhalder konnte im sechsten und letzten Gang um den Kranz schwingen. Trotz Leistungswillen musste er sich gegen den Zürcher Martin Schuler geschlagen geben und verletzte sich dabei am Knie. Obwohl die Saison für die meisten Schwinger langsam zu Ende geht, sind solche Verletzungen immer wieder ein Rückschlag in einer Karriere.

Für Marcel Räbsamen, Damian Ott und Werner Schlegel, sowie für Florian Riget als Ersatz, wird die Saison in zwei Wochen am Kilchberger Schwinget beendet. Die vier Schwinger des St. Galler Kantonalen Schwingerverbandes qualifizierten sich für den Saisonhöhepunkt.