Die Präsidien der Parlamente von St.Gallen, Herisau, Gossau und Wil treffen sich jährlich zum Städtebundtreffen. Als diesjährige Gastgeberstadt präsentierte Wil am vergangenen Montag, 4. September 2017, ihr Betriebs- und Gestaltungskonzept «Strassenräume Westquartier».Ursula Egli, Parlamentspräsidentin 2017 der Stadt Wil, begrüsste am Montagabend die rund 35 Vertreterinnen und Vertreter der Parlamentspräsidien aus St.Gallen, Herisau, Gossau und Wil im Stadtsaal Wil beim Bahnhofplatz.

Austausch auch im Rahmen politischer Erfahrungen
Die Parlamentspräsidentin hielt fest, dass solche Treffen wichtig und wertvoll seien, um einmal über den eigenen kommunal-parlamentarischen Tellerrand hinauszublicken und sich in einem stimmigen Rahmen kennen zu lernen – schliesslich könne man stets auch voneinander profitieren und lernen. Neben der Kontaktpflege geht es beim alljährlichen Städtebundtreffen nämlich auch um den politischen Erfahrungs- und Gedankenaustausch zu Grossprojekten sowie allgemeinen städtischen Entwicklungen und Themen.

Betrieb- und Gestaltungskonzepte der Projekte
Beim letzten Städtebundtreffen in Wil vor vier Jahren stand der damals noch im Bau befindliche Sportpark Bergholz im Zentrum des Programmes, in diesem Jahr wurden das Wiler Westquartier mit dem entsprechenden Betriebs- und Gestaltungskonzept, aber auch dem Wettbewerb Bahnhofplatz/Allee und den übergeordneten Massnahmen aus dem Agglomerationsprogramm thematisiert. Diese Inhalte und Projekte wurden den Mitgliedern der Parlamentspräsidien zuerst in einer Präsentation im Stadtsaal vorgestellt:

Stadtrat Daniel Stutz referierte als Vorsteher des Departements Bau, Umwelt und Verkehr zum Betriebs- und Gestaltungskonzept, dem zugehörigen Partizipationsprozess und den Schlüsselstellen des Projekts. Anschliessend konnten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier sich in zwei Gruppen auf Rundgängen durch das Quartier, geführt von Stadtrat Daniel Stutz und Departementssekretär Philipp Dörig, direkt vor Ort einen Eindruck verschaffen. Dabei nutzten sie auch die Gelegenheit für Fragen und Diskussionen zu diesem ebenso spannenden wie komplexen Thema.

Seinen Ausklang fand der Abend im Restaurant Focacceria im Stadtsaal, wo ein gemeinsames Abendessen Zeit und Raum für einen ungezwungenen Austausch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der vier Parlamentsstädte bot.
 

WEITERE THEMEN
Andres Ulmann als neuer Departementsleitender des Departements Bildung und Sport gewählt

Auf den 1. April 2018 tritt Andres Ulmann als Nachfolger von Ruth Schönenberger das Amt des Departementssekretärs respektive Departementsleiters Bildung und Sport in der Wiler Stadtverwaltung an.
 
Auf Beginn der Legislaturperiode 2005-2008 war in der Stadt Wil im Rahmen einer umfassenden Behörden- und Verwaltungsreform der Stadtrat von sieben auf fünf Mitglieder reduziert worden. Die Aufgaben des Stadtrates als Exekutivbehörde wurden dabei in fünf Departemente aufgeteilt. Jedem dieser Departemente steht ein Mitglied des Stadtrats vor, das von einer Departementssekretärin respektive nach der neuen Bezeichnung von einem Departementsleitenden unterstützt wird. Seit dieser Reform hat Ruth Schönenberger die Aufgaben der Departementssekretärin im Departement Bildung und Sport ausgeübt. Nach insgesamt rund 38 Jahren Tätigkeit in der Stadt Wil hat Ruth Schönenberger entschieden, sich auf Ende April 2018 vorzeitig pensionieren zu lassen. Die Stelle der oder des Departementsleitenden Bildung und Sport wurde in der Folge öffentlich ausgeschrieben. Auf diese Ausschreibung gingen zahlreiche Bewerbungen ein. Unter den Bewerberinnen und Bewerbern fiel die Wahl schliesslich auf Andres Ulmann aus Winterthur.
 
Gut gefüllter Rucksack
Andres Ulmann, Jahrgang 1974, ist Vater zweier schulpflichtiger Kinder. Für die Stelle bei der Stadt Wil bringt er einen gut gefüllten Rucksack mit: Nach einer Banklehre absolvierte er das Studium zum Betriebsökonomen an der zhaw in Winterthur, ehe er einen Master für Interkulturelle Führung und Kommunikation am IKF in Luzern und ein Executive MBA Controlling und Consulting an der FHNW Olten / FH Bern absolvierte. Beruflich war Andres Ulmann zuletzt als Leiter Zentrale Dienste mit einer umfassenden Führungsaufgabe an der Kantonsschule Zürich Nord in Oerlikon tätig, wo er auch als Mitglied der erweiterten Schulleitung wirkte. Zuvor arbeitete er unter anderem als Bereichsleiter Finanzen Sonderschulung und Dienstleistungen beim Kanton Thurgau, war Verantwortlicher Betriebswirtschaft Dep. Schweiz bei der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi sowie als Wirtschaftsförderer beim Kanton Thurgau im Einsatz.
 
Unterstützung bieten
Als neuer Departementsleiter wird Andres Ulmann das Departement Bildung und Sport im Sinne einer operativen Leitung organisatorisch und personell führen. Dabei wird er Stadträtin Jutta Röösli als Vorsteherin des Departements in ihrer Arbeit unterstützen, Entscheidungsgrundlagen für Exekutive und Legislative erarbeiten sowie Projekte des Departements betreuen und begleiten. Zudem zeichnet er verantwortlich für den internen wie departementsübergreifenden Geschäftsverkehr. Andres Ulmann ist zudem Mitglied in der Departementsleitendenkonferenz DLK. Sein Amt tritt Andres Ulmann auf den 1. April 2018 an. Seine Vorgängerin Ruth Schönenberger wird noch bis Ende April 2018 im Amt sein. Damit bleibt genügend Zeit für eine sorgfältige Übergabe und Einführung in die vielfältigen Aufgaben.
 
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Ausschreibung Departementsleiterin oder -leiter im Departement Soziales, Jugend und Alter SJA
Das Departement Soziales, Jugend und Alter SJA ist für die soziale Grundversorgung der Wiler Bevölkerung zuständig und setzt sich dafür ein, dass sich alle rund 23'500 Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt wohl fühlen, entfalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Als Stadtrat steht Dario Sulzer diesem Departement vor, unterstützt wird er dabei von Departementssekretärin Suzanne Naef Thalmann. Seit insgesamt 12 Jahren hatte sie diese Aufgabe inne. Nun nimmt sie eine neue berufliche Herausforderung an; die Stelle als Departementsleiterin SJA wird ausgeschrieben.
 
Suzanne Naef Thalmann hat ihre Anstellung als Departementssekretärin im Departement Soziales, Jugend und Alter und Leiterin der Sozialen Dienste per Ende November gekündigt, um nach einer Auszeit auf März 2018 eine neue berufliche Herausforderung als Stabschefin der Stadtpräsidentin von Zürich anzutreten. Der Stadtrat bedauert diesen Weggang, weil damit viel Fachwissen und viel Erfahrung innerhalb der Stadtverwaltung verloren gehen, und dankt Suzanne Naef Thalmann bereits an dieser Stelle für ihr Engagement zu Gunsten der Stadt Wil. Ein Rückblick auf die Tätigkeit von Suzanne Naef Thalmann wird zu gegebener Zeit folgen.
 
Um die Nachfolge in diese ebenso komplexe und vielfältige wie anspruchsvolle Aufgabe als Departementssektretärin respektive nach neuer Bezeichnung als Departementsleiterin oder -leiter SJA zu regeln, wird dieser Tage ein entsprechendes Stelleninserat der Stadt Wil publiziert.

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Unterlagen zum Versand an das Parlament freigegeben
Der Stadtrat Wil hat die stadträtliche Antwort zum parlamentarischen Vorstoss «Nachtruhestörungen im Südquartier» fertig beraten und zum Versand an die Mitglieder des Stadtparlaments freigegeben.

Es handelt sich um die Anfrage von Urs Etter, FDP, mit der Überschrift «Nachtruhestörungen im Südquartier, rund um das neue islamische Begegnungszentrum». Die Unterlagen (Anfrage im Wortlaut und Antwort des Stadtrats) sind in digitaler Form unter www.stadtwil.ch/ratsinformationssystem aufgeschaltet.

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Neue Stelle «Leiterin/Leiter Bildung»: Referendumsfrist ungenutzt abgelaufen 
Die Frist für ein fakultatives Referendum zum Beschluss des Stadtparlaments ist abgelaufen.
 
An seiner Sitzung im Juli 2017 hatte das Stadtparlament Wil die Schaffung der Stelle «Leiterin/Leiter Bildung» bewilligt. Der zustimmende Beschluss untersteht gemäss Art. 7 lit. d der Gemeindeordnung dem fakultativen Referendum. Dessen Frist ist Ende August ungenutzt abgelaufen.
 
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Humanitäre Hilfe im Inland und im Ausland 
Jedes Jahr leistet die Stadt Wil finanzielle Beiträge an die humanitäre Hilfe im Ausland und auch im Inland. Für beide Bereiche wurden im Voranschlag 2017 jeweils 14'000 Franken eingestellt.
 
Humanitäre Hilfe im Inland: Der Stadtrat hat im Rahmen der Verwendung des Kreditbeitrags für das Jahr 2017 im Grundsatz festgelegt, dass der vorgesehene Gesamtbeitrag von 14'000 Franken in einen gesamtschweizerischen, einen regionalen und einen Wiler Teil aufgeteilt werden soll. Als gesamtschweizerischen Anteil hat der Stadtrat jetzt einen Beitrag von 2'000 Franken an die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden gesprochen, um so Projekte für die Bergbevölkerung in Bereichen wie Schule, Erschliessung oder Wasserversorgung zu unterstützen. Bereits im Juni war als regionaler Anteil ein Beitrag regionalen Teil einen Beitrag von 5'000 Franken an das Kompetenzzentrum für blinde und sehbehinderte Menschen in der Ostschweiz gesprochen worden. Über die Verwendung des Restbetrags von 7'000 Franken wird später entschieden.
 
Humanitäre Hilfe im Ausland: Der Stadtrat hat einen Beitrag von 5'000 Franken an die Caritas Schweiz gesprochen. Dieses Geld soll eingesetzt werden, um Familien zu unterstützen, die im Osten Afrikas unter den Folgen einer schweren Dürrekatastrophe leiden. Bereits im Februar hatte der Stadtrat einen Beitrag von 5‘000 Franken an die UNICEF-Winternothilfe im Nahen Osten gesprochen. Über die Verwendung des Restbetrags von 4'000 Franken wird später entschieden.