Platz 88. Deutlich hinter Opfikon, Meilen, Zollikon, Steinhausen oder Plan-les-Ouettes. Aber vor Stäfa, Bellinzona, Herisau, Gossau, Flawil und Uzwil. Das Städteranking, welches jedes Jahr im Wirtschaftsmagazin Bilanz veröffentlicht wird und dieser Tage wieder frisch publiziert wurde, ist mehr als eine schnell daher geschriebene Rangliste, bringt aber schon die eine oder andere Überraschung mit sich. «Wüst Partner» hat die Lebensqualität in 162 Schweizer Städten anhand von elf Indikatoren berechnet, die sich aus 115 Einzelvariablen zusammensetzen. Die elf Indikatoren sind:

  • Arbeitsmarkt
  • Bevölkerung und Wohnen
  • Bildung und Erziehung
  • Kultur und Freizeit
  • Erholung
  • Einkaufsinfrastruktur
  • Gesundheit und Sicherheit
  • Soziales
  • Mobilität
  • Steuerattraktivität, Kaufkraft und Krankenkassenprämien
  • Besonderheiten der Stadt

Die Stadt Wil liegt weiterhin knapp in der unteren Tabellenhälfte, hat aber im Vergleich mit dem Vorjahr vier Plätze gutgemacht. Am besten schneidet Wil in der Kategorie «Kultur und Freizeit» ab und liegt auf Rang 49. Das ist erstaunlich, bezeichnen doch gerade hiesige Protagonisten die Situation in der Kultur als unzufriedenstellend, eintönig und verbesserungswürdig. Ebenfalls stark ist laut dem Ranking das Bildungsangebot (Platz 54), der Arbeitsmarkt (60) und die Einkaufsmöglichkeiten (61). Bei letzterem sind acht Plätze gutgemacht worden innerhalb eines Jahres.

Deutlich hinter «Rappi» - und vor Gossau

Nicht gut eingestuft wird die Stadt Wil in den Bereichen Erholung (Platz 137) und Soziales (121), wobei beim letzten Aspekt zum zweiten Mal hintereinander eine Verbesserung erfolgt ist. Alles in allem ist die Stadt Wil also im breiten Mittelfeld klassiert und hat in keinem Bereich eine Topklassierung zu bieten. Rapperswil-Jona, mit dem sich Wil immer mal wieder vergleicht, liegt auf dem guten 23. Rang. Gossau, ebenfalls oftmals ein Vergleich wert, auf Platz 140. Noch weiter hinten sind Flawil (157) und Uzwil (158) klassiert – also am Schwanz der Tabelle. Jene beiden Kommunen bezeichnen sich übrigens explizit nicht als Stadt.

Unter den besten neun Städten hat es in diesem Jahr keine Verschiebung gegeben. An der Spitze liegt weiterhin Zürich vor Zug, Bern, Winterthur und Aarau. Die Stadt St. Gallen hat einen Rang verloren, flog aus den Top 10 und ist nun an elfter Stelle rangiert.

Hier geht es zum Städteranking.