Bereits bei den Wahlen 2016, lange vor der grossen Klimabewegung und der sogenannten «grünen Welle», erreichte die grüne Listenverbindung in Wil einen Wähleranteil von 14,9 Prozent. Die Grünen Prowil gelten nach Angaben der Partei nicht nur als Umweltpartei. «Auch im Kultur- und Vereinsleben sind wir stark engagiert und vernetzt. Das ist Teil unseres Erfolgsrezepts», sagt Michael Sarbach, Spitzenkandidat der Hauptliste, Kantonsrat und Mitglied der Betriebsleitung im Gare de Lion.

Fraktionspräsident Guido Wick meint dazu: «Unsere Kernkompetenz ist die Umwelt-, Energie-, Raumplanungs- und Verkehrspolitik. Aber unsere Fraktion verfügt auch über Know-How in den Bereichen Finanzen, Wirtschaft, Recht, Kultur und Bildung.» Das Wort der Grünen Prowil habe Gewicht und so gelinge es immer wieder, Mehrheiten für wichtige Anliegen zu finden. Als Beispiele nennt Wick die Ausrufung des Klimanotstands, das Naturförderprogramm, die Energiefördermassnahmen der Technischen Betriebe Wil (TBW), den Stadtpark Weierwise und das Begegnungs-, Kultur- und Musikschulzentrum im «Turm».

Die Partei will mehr Frauen im Parlament

Bei den bevorstehenden Gesamterneuerungswahlen, die am 27. September stattfinden werden, möchten die Grünen ihre Vertretung im Stadtparlament ausbauen, wie die Partei in einer Medienmitteilung am Dienstagmittag erklärt. Die Fraktion besteht aktuell aus fünf Männern und mit Eva Noger aus einer einzigen Frau. «Wir wollen zusätzlich zu den Bisherigen zwei neue Frauen ins Parlament zu bringen», so Parteipräsidentin Noger. Gute Wahlchancen attestiert sie vor allem den Kandidatinnen der Jungen Grünen, Meret Grob und Doroteja Antunovic.

«Immer mehr Menschen erkennen die Notwendigkeit, unsere Gesellschaft nachhaltig zu gestalten. Dieser Prozess beginnt auf der lokalen Ebene, deshalb ist es wichtig, sich vor Ort zu engagieren», sagt Kandidatin Grob. Kandidatin Antunovic ergänzt: «Wil hat ein grosses Entwicklungspotenzial. Trotz oder gerade wegen der Corona-Krise müssen Investitionen getätigt werden, um die Stadt für alle Generationen attraktiver zu machen und die lokale Wirtschaft zu stärken.» (pd)

Das sind die Kandidatinnen und Kandidaten

Auf der Hauptliste der Grüne Prowil stehen folgende Kandidaten: 

- Michael Sarbach (bisher)

- Eva Noger (bisher) 

- Guido Wick (bisher) 

- Luc Kauf (bisher) 

- Matthias Loepfe (bisher)

- Sebastian Koller (bisher) 

- Claudia Rüegsegger (neu) 

- Sabrina Albin Neff (neu)

- Simone Bernet (neu) 

- Bea Somm (neu)

- Graziella Berger-Pecora (neu),

- Gina Besio (neu)

- Sandra Blumer Keller (neu)

- Monika Brun (neu)

- Gabriel Dahinden (neu)

- Peter Fähndrich (neu)

- Lisa Giannuzzi (neu)

- Mariann Gisler (neu)

- Laura Grella (neu)

- Monika Grob (neu)

- Urs Gruber (neu)

- Andrea Hinz (neu)

- Monika Keller (neu)

- Michael Knöpfel (neu)

- Stefan Leutenegger (neu)

- Roger Mäder (neu)

- Meret Noger (neu)

- Paul Oertle (neu)

- Samuel Rissi (neu)

- Beat Schmidiger (neu)

- Christa Somm (neu) 

- Thomas Vögeli (neu)

Auf der Liste der Junge Grüne & Kulturfreund*innen stehen folgende Personen, die ins Wiler Stadtparlament wollen: 

- Meret Grob (neu)

- Doroteja Antunovic (neu)

- Livia Gysel (neu)

- Marion Schläpfer (neu)

- Till Grella (neu)

- Manon Sonderegger (neu)

- Mattia Leonetti (neu)

- Andrina Haldner (neu)

- Luca Leonetti (neu)

- Amelie Rüegsegger (neu)

- Christof Leutenegger (neu)

- Lena Rüegsegger (neu) 

- Linus Paul (neu)

- Simon Cappelli (neu)

- Xenia Gysel (neu)

- Aurel Mäder (neu)

- Rea Noger (neu)

- Camill Grob (neu)

- Eliane Hinder (neu)

- Anna Kopp (neu)