Im Corona-Jahr ist alles etwas anders. So auch bei den Stadtschützen Wil. Normalerweise findet die Generalversammlung der Stadtschützen mit ihren 170 Mitgliedern in fünf Sektionen im Frühling in der vereinseigenen Schützenstube in der Schiessanlage Thurau statt. Nun wurde diese mit einigen Monaten Verspätung in den Saal der Psychiatrie St. Gallen Nord verlegt. «Mit dieser Massnahme konnten die Schutzvorschriften eingehalten werden», berichtet der Verein in einer Medienmitteilung. Die 50 Anwesenden wählten Urs Gebert aus Wil als Nachfolger von Thomas Schöbi einstimmig zum neuen Finanzchef für die nächsten drei Jahre. «Einstimmig zugestimmt wurde auch dem Antrag des Schützenrates, in einem Jahr fast ohne Schiessbetrieb auf die Erhebung der Mitgliederbeiträge zu verzichten», heisst es in der Mitteilung weiter. 

Der 60-jährige Urs Gebert gehört den Stadtschützen seit dem Jahr 1976 an und engagiert sich bei diesen sowohl als Präsident der 300 m-Sektion als auch als Fähnrich für den Gesamtverein. Zu seinen Aufgaben zählt noch im laufenden Jahr die Finanzierung der Erneuerung der 300 m-Anlage in der Thurau, bedürfen doch die Scheiben und die Elektronik nach rund dreissig Betriebsjahren einer umfassenden Sanierung. Durchgeführt werden soll diese in zwei Etappen, wobei die erste für den kommenden Winter geplant ist. 

Daniel Bischof  aus Wil hat sich nach der Überwindung gesundheitlicher Probleme für ein letztes Jahr als Präsident zur Verfügung gestellt und wurde in diesem Amt einstimmig bestätigt. Als Gäste der Generalversammlung durfte Bischof das die Wiler Stadträtin Jutta Röösli vom Departement Bildung und Sport sowie Felix Lengwiler, Präsident des RSV Fürstenland, begrüssen. «Schulratspräsidentin Röösli dankte den Stadtschützen für die wertvolle Pflege des Vereinslebens und hofft mit dem gesamten Verein, dass die aufgrund von Corona abgesagten Jubiläumsfeierlichkeiten '600 Jahre Stadtschützen Wil' mit vielfältigen Aktivitäten im kommenden Jahr nachgeholt werden können», berichtet der Verein. Alles werde davon abhängen, ob die Corona-Pandemie besiegt werden könne.