Ganze 108 Seiten dick ist der Geschäftsbericht der Stadt Wil. Diese Woche ist er erschienen – und geizt nicht mit Zahlen. hallowil.ch pickt zehn Fakten zum Jahr 2019 heraus:

Fakt 1: 24’000-Einwohner-Marke knapp nicht geknackt
Nachdem die Stadt Mitte der 10er-Jahre zwischenzeitlich kaum mehr gewachsen war, gab es in den letzten beiden Jahren wieder Zuwachs. Per Jahresende 2019 zählte Wil genau 23'968 Einwohner, womit die 24’000er-Marke noch nicht geknackt wurde. Die Anzahl Schweizer Bürger – Ortsbürger nicht eingerechnet – ist allerdings leicht zurückgegangen von 14'403 auf 14'390. In Wil leben mehr Frauen (12'192) als Männer (11'776).

Fakt 2: Bei der Stadt arbeiten mehr Leute Teilzeit als Vollzeit – vor allem Frauen
Von den gesamthaft 388 städtischen Mitarbeitern hatten vergangenes Jahr 207 eine Teilzeit-Anstellung. Rund drei Viertel aller Teilzeit-Angestellten waren Frauen, nämlich 165. Ein ganz anderes Bild zeigte sich bei den 181 Vollzeit-Stellen. Nur gerade 32 Frauen waren zu 100 Prozent angestellt bei der Stadt Wil.

Fakt 3: Exodus bei der Katholischen Kirche geht munter weiter
Der katholischen Kirche laufen weiterhin die Schäfchen davon – auch in Wil. Trotz mehr Einwohnern sinkt die Anzahl jener Personen, die römisch-katholisch sind. Im Jahr 2018 wurde erstmals die 10’000er-Marke unterschritten. Per Ende 2019 hatten noch 9658 Personen die besagte Konfession. Erstmals war somit die Zahl jener mit unbekannter Konfession in Wil höher als jene der Katholiken. Auch bei den Evangelisch-Reformierten vermindert sich die Zahl Jahr für Jahr – per 31. Dezember 2019 auf noch 4132 Personen.

Fakt 4: Fast 1000 Millionäre leben in der Stadt
Genau 969 Personen haben in der Stadt Wil ein steuerbares Vermögen von einer Million und mehr. Mehr als die Hälfte von ihnen hat zwischen einer und zwei Millionen auf der hohen Kante, 412 Personen gar mehr als zwei Millionen. Genau 9547 Personen haben kein steuerbares Vermögen.

Fakt 5: In Wil gab es erstmals seit Jahren wieder mehr Geburten
Exakt 608 Babys erblickten im Jahr 2019 im Zivilstandskreis Wil (dazu gehören Wil, Zuzwil, Niederhelfenschwil und Kirchberg) das Licht der Welt – 48 mehr als im Vorjahr. Somit konnte ein Abwärtstrend der Vorjahre gestoppt werden.

Fakt 6: So wenige Schülerinnen am Kathi wie schon lange nicht mehr
129 junge Frauen besuchten im vergangenen Jahr die Sekundarschule an der Mädchenschule Kathi. Es ist die tiefste Zahl seit mehreren Jahren. Ein Aspekt dürfte sein, dass der Fortbestand der Schule nicht gesichert ist und das politische Hickhack in dieser Thematik seit Jahren nicht beendet wird.

Fakt 7: Viel weniger Knaben und Mädchen im Jugendzentrum Obere Mühle
1938 Personen haben vergangenes Jahr das Jugendzentrum Obere Mühle beim Wiler Stadtweier besucht. Dies entspricht einem markanten Rückgang um 45 Prozent innerhalb eines Jahres. Zum Vergleich: Im Jahr 2017 waren noch fast 5000 junge Mädchen und Frauen in der Oberen Mühle anzutreffen gewesen.

Fakt 8: Wiler Abend-Taxi kommt immer besser an
Der Wiler Stadtbus fährt nur bis gut 20 Uhr. Danach gibt es das zuschlagspflichtige Abendtaxi, mit welchem man sich in Wil direkt vor die Haustür fahren lassen kann. 24'681 Personen nutzten das Angebot im vergangenen Jahr – rund 3500 Personen mehr als noch 2018. Meist ist man nicht allein in diesem Taxi. Durchschnittlich 2,47 Personen pro Fahrt wurden transportiert.

Fakt 9: Die Feuerwehr hatte weniger zu tun
Genau 201 Mal rückte die Wiler Feuerwehr im vergangenen Jahr aus – 15 Mal weniger als im Vorjahr. 46 Mal handelte es sich um einen Fehlalarm. «Nur» 22 Mal rückte die Feuerwehr wegen eines Brandes aus. Die Einsatzzeit der Wiler Feuerwehr belief sich letztes Jahr auf 229 Stunden.

Fakt 10: Die Stadtpolizei verteilte viel mehr Bussen
4309 Bussen und Verzeigungen hat die Stadtpolizei Wil im vergangenen Jahr ausgesprochen. Das sind fast 1000 mehr als im Vorjahr, was einer Steigerung um nahezu 27 Prozent entspricht. Allerdings war die Anzahl Bussen 2018 markant tiefer gewesen als in den weiteren Jahren zuvor. Auch die Anzahl Strafanzeigen und Abklärungen ist deutlich gestiegen – von 82 im Jahr 2018 auf 106 im vergangenen Jahr.