«Zusammen sind wir stark» war das Motto des ökumenischen Gottesdienstes, der am Sonntagmorgen im Festzelt der Algetshauser Dorfchilbi gefeiert wurde. Das Festzelt war beim Gottesdienst und bei den Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag voll. Die Algetshauser bewiesen, dass ihr Dorf lebt, dass sie eine Gemeinschaft bilden und dass sie zusammen auch Feste feiern können.Die Algetshauser Dorfchilbi ist auf das erste Wochenende nach Mariä Himmelfahrt (15. August) angesetzt. Vielleicht ist sie deshalb viel älter als 37 Jahre. Das Wort Chilbi leitet sich ja von Kirchweih ab. In Algetshausen, das zur Kirchgemeinde Henau gehört, erinnert der Anlass wohl daran, dass die Sebastianskirche ursprünglich eine Marienkirche war. Was immer der Grund gewesen sein mag: An der Algetshauser Chilbi war wieder Alt und Jung auf den Beinen.


Das Wetter war der Chilbi wohlgesinnt. Abgesehen von einem Gewittersturm am frühen Freitagabend ging der Anlass trocken über die Bühne, am Sonntag gar bei sonnigem Sommerwetter.


Abwechslungsreiches Programm
Der traditionelle Chilbibetrieb zog sich an allen drei Tagen durch. Dazu gehörten das Karussell, die Kegelbahn, das Bungee-Trampolin, die Hüpfburg und die Marktstände. Der Zug Thur der Feuerwehr bot durchgehend Güggeli vom Holzofengrill an. Auch Musikfreunde kamen nicht zu kurz. Am Freitagabend ging im Festzelt die 80-er-Party mit dem DJ Brando über die Bühne. Am Samstag wartete die Musikgesellschaft Uzwil-Henau mit einem Platzkonzert auf. Zum Frühschoppen am Sonntag spielten die Füürharmoniker und am Nachmittag die Pläuschler Oberuzwil.


Ein besonderer Anziehungspunkt am Samstagnachmittag waren die Darbietungen der Algetshauser Schüler. Schülerinnen und Schüler der 1. bis 6. Klasse, angeleitet von den Lehrpersonen Elisabeth Hänsenberger und Jonathan Meierhofer, erfreuten mit Liedern und Sketchen.


Drei Religionsgemeinschaften vereint
Der ökumenische Gottesdienst im Festzelt wurde wiederum von drei Frauen gestaltet. Die Federführung hatte diesmal Daniela Liechti von der evangelisch-methodistischen Kirche (EMK). Ihr zur Seite standen Isabella Geisser von der katholischen Kirche und Brigitte Gubler von der evangelisch-reformierten Kirche. Das Motto «zusammen sind wir stark» wurde an einer Geschichte vom kleinen Fisch «Swimmy» verdeutlicht. Er ermunterte im Meer andere kleine Fische, sich zusammenzuschliessen, um so gemeinsam Gefahren trotzen zu können.


Ballon flog 258 Kilometer weit
Vor einem Jahr war nach dem Gottesdienst ein Ballon-Wettbewerb durchgeführt worden. Zehn Personen, deren Ballone Strecken zwischen 16 und 258 Kilometern zurückgelegt hatten, durften einen kleinen Preis in Empfang nehmen. Obenaus schwangen Annemarie Griglio, Rahel Hopfengärtner und Monika Bühler.