Das neue Vernetzungskonzept 2017 – 2024 der Stadt Wil geht in die 3. Projektphase. Es löst die zuvor einzelnen Projekte von Wil und Bronschhofen ab respektive führt diese zusammen.Im Jahr 2004 wurde in der Stadt Wil und in der damaligen Gemeinde Bronschhofen das jeweils 1. Vernetzungsprojekt durch die IRPG Wil (Interkantonale Regionalplanungsgruppe Wil und Umgebung; Vorläuferin der Regio Wil» initiiert. Die nachfolgende Periode von 2011 bis 2016 wurde vor kurzem erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden die gestellten Anforderungen deutlich übertroffen.

Für die dritte Periode, welche nun von 2017 bis 2024 dauern wird, wurde das Projekt nochmals weiter entwickelt. Der Perimeter wurde dabei erneut ausgeweitet und angepasst. Das neue Vernetzungskonzept wurde dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen zur Genehmigung eingereicht. Insgesamt beteiligen sich aktuell 33 Betriebe am Vernetzungsprojekt, weitere werden voraussichtlich noch hinzukommen.
 
Wertvolle Lebensräume erhalten
Mit dem Vernetzungsprojekt soll die traditionelle, vielfältige Kulturlandschaft mit den wertvollen Lebensräumen erhalten und mit einer zielgerichteten Nutzung und Pflege optimiert werden. Dabei wird die natürliche Artenvielfalt gefördert und der typische Charakter der Landschaft gewahrt. Vor diesem Hintergrund ergeben sich diverse Schwerpunkte für die Zielsetzungen:
 
- Die räumliche Vernetzung wird auf das gesamte Projektgebiet erweitert. Noch vorhandene Vernetzungslücken sollen geschlossen werden.
- Auf den vernetzenden Flächen sind Zusatzbedingungen formuliert, welche zum Struktur- und Blütenangebot beitragen und somit die Ziel- und Leitarten fördern.
- Flachgründige und steile Weiden und Wiesen sollen nach Möglichkeit extensiv genutzt werden. Extensiv genutzte Wiesenstreifen sollen vorrangig entlang von Hecken, Wegen und Waldrändern als Vernetzungselemente zwischen grösseren wertvollen Lebensräumen angelegt werden.
- Für den Erhalt von Hochstamm-Obstgärten als typische Kulturlandschaftselemente wird eine regelmässige Pflege angestrebt. Neue Ergänzungspflanzungen sollen Lücken wieder füllen und abgehende Bäume ersetzen.
- Hecken werden nach Möglichkeit selektiv gepflegt und die natürlich aufkommende Sträuchervielfalt gefördert.

Mit diesen formulierten Zielen soll nun in erster Linie die Qualität der ökologischen Flächen verbessert werden. Die teilnehmenden Betriebe verpflichten sich dabei, sich angemessen mit eigenen Flächen am Vernetzungsprojekt zu beteiligen und mit der Umsetzung der Massnahmen die gesteckten Ziele zu erreichen. (sk.)
 
Für ein Netzwerk von Lebensräumen
Mit dem Vernetzungsprojekt wurde ein räumliches Netzwerk von Lebensräumen geschaffen. Grössere zusammenhängende Flächen dienen den zu fördernden Arten der Fortpflanzung und als Nahrungsgrundlage, während kleine Flächen in erster Linie die Fortbewegung und Verbreitung im Gebiet ermöglichen. Mit den teilnehmenden Landwirten wurden entsprechende Flächen und Nutzungen vereinbart. Damit werden zum Beispiel der Schachbrettfalter, der Grünspecht und der Feldhase gefördert – alles Arten, die in der hiesigen traditionellen Kulturlandschaft schon immer heimisch waren.

WEITERE THEMEN 
Energiestadt Wil: Kostenloser Umweltunterricht und Eintritte in die Umweltarena Spreitenbach
 
Mit der Einführung des Energie- und Umweltunterrichts in den Schulen der Stadt Wil vor rund einem Jahr wurde die junge Generation für die Belange der Energie und der Ökologie sensibilisiert und motiviert. Über 50 Wiler Schulklassen – von der Primar- bis zur Oberstufe – genossen seit 2016 rund 70 Lektionen Umweltunterricht und besuchten die Umweltarena Spreitenbach. Zudem erfolgten rund 30 Betriebsführungen bei den Technischen Betrieben Wil TBW, in der Abwasserreinigungsanlage Freudenau Wil und im Energiepark Bazenheid.
 
Der Unterricht der «Energie- und Klimapioniere» beginnt jeweils mit einer attraktiven Impuls-Doppellektion und mündet darin, dass die Klimapioniere eigene Ideen und Projekte zum Klimaschutz und zur rationellen Energienutzung entwickeln und umsetzen. So taten es auch die Primarschüler des Kirchplatzschulhauses. Ihr erfolgreiches Projekt «Energieversprechen» wurde in der Folge vom Bundesamt für Energie BFE zum «Schweizer Leuchtturmprojekt» ernannt, gewann den ersten Preis am Klima- und Energiefest in der Umweltarena Spreitenbach (Bild links) und wurde im Rahmen von «Spiel Energie» am diesjährigen Spielfest Wil ausgestellt. Die Wiler Klimapioniere feierten nun vergangene Woche mit dem Preisgeld des Klima- und Energiefests ihren Erfolg ein zweites Mal bei einem gemütlichen Pizzaessen in Wil (Bild rechts).

PUSCH-Unterricht neu auch kostenlos
Der PUSCH-Umweltunterricht zum Thema «Energie und Klima» wird aktiv gefördert; je hälftig finanziert durch die Dorfkooperation Bronschhofen DKB und die Energiestadt Wil. Im Energieunterricht befassen sich die Wiler Schülerinnen und Schüler altersgerecht mit dem Energieverbrauch sowie dessen Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 3., 6. und 9. Klasse. Weitere Infos sind unter www.pusch.ch zu finden.
 
Tickets und Turnbeutel
Dass wir in jeder Sekunde Ressourcen verbrauchen, wird einem in der Umwelt-Arena in Spreitenbach bewusst, werden doch dort in insgesamt 45 interaktiven Ausstellungen Bereiche wie Natur und Leben, Energie und Mobilität, Bauen und Modernisieren und erneuerbare Energien vermittelt. Deshalb finanzieren die Technischen Betriebe Wil TBW allen Wiler Schulklassen, welchen den «PUSCH» oder die «Energie- und Klimapioniere»-Lektionen buchen und Projekte initiieren, einen Tageseintritt plus Anfahrt mit ÖV in der Umweltarena Spreitenbach. Einzige Bedingung: Die Klasse fährt mit «Spiel Energie»-Turnbeutel der TBW und Energiestadt Wil nach Spreitenbach, knipst ein Klassenfoto und lädt das «Spiel Energie»-Bild auf www.energie-klimapioniere.ch oder sendet es an die TBW.

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Bundesfeier 2017 der Stadt Wil und der Gemeinde Wilen am 1. August 
Die Gemeinde Wilen und die Stadt Wil laden auch in diesem Jahr am 1. August wieder zur gemeinsamen Bundesfeier auf die Obere Weierwiese (Reitwiese) in Wil ein.
 
Ab 18.30 Uhr öffnet die Festwirtschaft, geführt durch den Reitklub Wil mit Unterstützung des «Truubestamms Hittingen», ihre Tore und bietet hungrigen und durstigen Besucherinnen und Besuchern während des ganzen Anlasses eine feine Auswahl an Speis und Trank. Für die kleinen Gäste führen die Leiter der Jungwacht Wil ab 20.00 Uhr ein spannendes Kinderprogramm durch. Um 20.30 Uhr ist der Beginn der offiziellen Bundesfeier, dabei richtet Stadträtin Jutta Röösli einige Begrüssungsworte an die Besucherinnen und Besucher.

Für eine spannende und mitunter auch überraschende musikalische Gestaltung des Anlasses sind anschliessend die Stadtharmonie Wil sowie Kai Rauber und Oliver Lüttin als Duo «Tree Talks – sprechende Bäume» aus der Klangarena Degersheim besorgt. Nach diesen vielfältigen Programmpunkten der Bundesfeier 2017 umrahmt die Kleinformation des Martin Ingold Orchestra den weiteren Abend musikalisch und spielt auch mit Tanzmusik auf. Als Moderator führt Karl Gämperle, Präsident des Reitklubs Wil, durch das Programm.
 
Die Bundesfeier ist auch immer ein Anlass voller Licht und Feuer – für stimmungsvolle und eindrückliche Momente sorgen um 21.45 Uhr der Lampionumzug der Kinder, um ca. 22.15 Uhr das prächtige Feuerwerk, unterstützt und gezündet durch die Firma Stucki AG aus Wil, sowie um ca. 22.40 Uhr das Entzünden des grossen 1. Augustfunkens, der mit Holz aus Wiler Wäldern durch die Ortsgemeinde Wil errichtet worden ist. Für das Abbrennen von privatem Feuerwerk ist ein markiertes und beleuchtetes Areal eingerichtet, in dem auch sichere, fest installierte Abschussanlagen vorhanden sind.
  
Die Bundesfeier findet bei jeder Witterung statt. Bei schönem Wetter wird «open air» auf der Reitwiese gefeiert, bei Regen stehen in der Reithalle Wil gleich beim Festplatz genügend gedeckte Sitzplätze zur Verfügung.
 
Das Info-Center der Stadt Wil, das für die Organisation des Anlasses zuständig zeichnet, freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und dankt der Bevölkerung darüber hinaus auch für festlichen Fahnenschmuck ihrer Häuser und Gärten anlässlich dieses Feiertages.

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Gratulation zur erfolgreichen Weiterbildung 
Milan Hanslin (Sozialarbeiter bei den Wiler Integrations- und Präventionsprojekten wipp) hat die berufsbegleitende Weiterbildung «Bachelor of Science FHO in Sozialer Arbeit» an der FHS St.Gallen besucht und erfolgreich abgeschlossen.
 
Der Stadtrat gratuliert Milan Hanslin zu seiner erfolgreichen Weiterbildung sehr herzlich und wünscht ihm weiterhin viel Freude an seiner Tätigkeit für die Stadt Wil.
 
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Regionale Pilzkontrollstelle 
Die regionale Pilzkontrollstelle, zuständig auch für die Stadt Wil, befindet sich im «TagSi (ehemaliges Restaurant Brückenwaage) am Kirchplatz 6 gleich neben der Gemeindeverwaltung in Sirnach. Vom 20. August bis am 15. Oktober 2017 ist die Kontrollstelle jeden Sonntag jeweils von 17.30 bis 19.00 Uhr geöffnet und wird von Magdalena Schenk und Frederik Menzi betreut.
 
Die Kontrollen sind kostenlos. Privatkontrollen ausserhalb der angegebenen Zeiten können telefonisch unter der Nummer 071 622 24 18 (nicht nach 20.00 Uhr) sowie per Mail an fred.menzi@gmx.ch vereinbart werden.
 
Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane VAPKO www.vapko.ch oder jener des Vereins für Pilzkunde Thurgau unter www.pilze-thurgau.ch zu finden.