Heute Freitag startet nach der Premiere vom Donnerstag die erste öffentliche Aufführung des Burgauer Freilichtspiels „Recht und Gerechtigkeit“. Das 100-Seelendorf Burgau der Gemeinde Flawil wagt sich an zwei Wochenenden an ein eigens kreiertes Freilichtspiel. Das zwar frei erfundene Stück, weist dennoch auf aktuelle Themen in unserer Gesellschaft hin. Professionell zeigen sich nicht allein die Darsteller, sondern auch die Bühneninstallation und die Tribüne für die Besucher. Dass die Tickets für beide Wochenenden schon nach kurzer Zeit ausverkauft waren, dürfte Motivation sein für weitere Initiativen.Der Weiler Burgau befindet sich momentan im Ausnahmezustand. Die teils engen Gassen durch das Dorf sind zusätzlich durch die Installationen für das Freilichtspiel noch enger geworden. Das Freilichtspiel im nostalgischen Charakter gestaltet, passt gut in das historisch wertvoll erhaltene Dorf, das bekanntlich nationale Beachtung geniesst. Die Geschichte ist frei erfunden, bezieht sich also nicht zur eigentlichen, realen Geschichte von Burgau.

Die Geschichte: Es wird Gericht gehalten
In der Burgau kommt’s bald zu einer öffentlichen Gerichtsverhandlung. Seit einiger Zeit verbreitet sich das Gerücht, ein Grossbauer hätte seine Grenze hin zum Nachbar rechtswidrig verschoben. Dies allerdings nicht wie üblich zu seinen Gunsten. Doch dieser Hinterlist ist der junge Kantonsrichter Steingruber auf die Schliche gekommen und überführt den Burghofbauer seiner gerechten Strafe.
Was der junge Richter jedoch noch  nicht weiss, ist die Tatsache, dass sein Schulkollege Ehrenzeller in Oberglatt als Pastor tätig ist, sie hatten sich seit der Schulzeit aus den Augen verloren.

Kinder zu Sündenböcken gemacht
In der Folge werden jetzt noch ganz andere Grenzen verschoben und an Steinen gerüttelt, die lange Zeit als unüberwindbare Hürden galten, nur genau an dieser Stelle setzt sich das Leben und die echte Liebe oftmals ganz leichtfüssig über solche Grenzen hinweg.

Eine besondere Tragik erhält das Stück «Recht und Gerechtigkeit» durch die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche von der Gesellschaft allzu gerne zu Sündenböcken gemacht werden. Obwohl vor gut hundert Jahren die Frauen im öffentlichen Recht kein Gewicht hatten, gab es ab und zu eine, die ohne jegliche Scheu mutig sich für Gerechtigkeit eingesetzt hat.

Die junge Lehrerin Christine ist eine solche Stauffacherin. Sie setzt sich, unterstützt von ihrem Vater, kämpferisch dafür ein, dass alle Dinge die zu Unrecht von der Gesellschaft verschoben wurden, wieder ihren rechten Platz bekommen.

Aufführungsplan
Donnerstag, 24. August 2017, 19:30 Uhr
Freitag, 25. August 2017, 19:30 Uhr
Samstag, 26. August 2017, 19:30 Uhr

Freitag, 1. September 2017, 19:30 Uhr
Samstag, 2. September 2017, 19:30 Uhr
Sonntag, 3. September 2017, 19:00 Uhr
 
Ersatzwoche
Donnerstag, 7. September 2017 19:30 Uhr
Freitag, 8. September 2017, 19:30 Uhr
Samstag, 9. September 2017, 19:30 Uhr
Sonntag, 10. September 2017, 19:00 Uhr
 
Festwirtschaft
Verpflegungsmöglichkeiten und Getränkeverkauf
Festwirtschaft an allen Aufführungstagen ab 17.30 Uhr geöffnet

Im Anschluss an die Aufführung Barbetrieb bis 02.00 Uhr mit Grill und Käsespezialitäten aus der Region.