An der ordentlichen Jahresversammlung der Waldbesitzer Korporation Zihlschlacht wurde das Forstrevier Zihlschlacht aufgelöst, nachdem das erweiterte Revier AachThurSitter am 1. Januar 2017 seinen Betrieb aufnahm. Korporationspräsident Willi Brenner leitete in der Hirschenschür Hohentannen seine letzte Jahresversammlung. Die Männerriege Sitterdorf übernahm die Organisation und den Service im Saal. 110 stimmberechtigte Waldbesitzer nahmen an der „Beerdigung“ des bisherigen Forstreviers teil, die nach dem offiziellen Teil mit einer Mahlzeit abgeschlossen wurde. Insgesamt zählte die bisherige Korporation über 900 Waldbesitzer und umfasste eine Waldfläche von 984 ha. Sie entstand 2001 durch den Zusammenschluss der Reviere Sulgen und Zihlschlacht. Mit der Umstrukturierung und der Fusion von Zihlschlacht und Bischofszell erhöht sich nun die Fläche des neuen Reviers AachThurSitter auf 1568 ha.

Breite Zustimmung
Präsident Willi Brenner blickte in seinem Jahresbericht auf Vorbereitung des Zusammenschlusses zurück. An der ausserordentlichen Versammlung vom 1. März 2016 sei die Auflösung der Waldbesitzer Korporation Zihlschlacht beschlossen und dem Zusammenschluss mit 159 gegen 10 Stimmen zugestimmt worden. Am 13. September erfolgte die Neugründung des Forstreviers AachThurSitter, das seine Tätigkeit am 1. Januar 2017 aufnahm. „Was mich besonders erfreut, dass trotz der sehr grossen Unterschiede in den Vermögenswerten der beiden Reviere (Zihlschlacht Fr. 400‘000, Bischofszell Fr. 27‘000) keine Bedenken über diesen Zusammenschluss aufkamen“, stellte Brenner fest. Er rief die Besitzer auf, die Waldungen zu nutzen aber auch zu pflegen, damit auch die nächste Generation und die Bevölkerung sich daran freuen können.

Verabschiedungen und Ehrungen
Die Auflösung der Korporation gab Anlass zur Ehrung des abtretenden Vorstandes. Seit 2001 prüften die Rechnungsrevisoren Heinz Laib und Bernhard Sauter die Jahresrechnungen. Ebenfalls seit sechzehn Jahren wirkten Präsident Willi Brenner, die Vorstandsmitglieder Markus Keller, Hansruedi Lohri und die Kassierin Annamarie Zeberli im Vorstand. Pius Angehrn, Ruedi Frieden, Hansjörg Altwegg und Stephan Steger ergänzten das Gremium. Sie alle erhielten für ihre Tätigkeit ein Präsent. Vizepräsident Ruedi Frieden erwähnte in seiner Laudatio für Präsident Willi Brenner seine kollegiale Zusammenarbeit im Vorstand und die vielen ehrenamtlichen Einsatzstunden. Annamarie Zeberli, Stephan Steger, Ruedi Frieden und Pius Angehrn werden auch weiterhin im Vorstand des neuen Reviers tätig sein.

Rücksichtnahme auf Natur
Kreisforstingenieur Erich Tiefenbacher informierte über kantonale Richtlinien und Projekte. Der neue Revierförster Matthias Tanner stellte sich selber vor. In der Allgemeinen Umfrage löste das Thema Geocaching eine hitzige Diskussion aus. Dieser zunehmend ausgeführte Freizeitspass mit der Suche nach einem versteckten Schatz mittels GPS-Empfänger und Koordinaten wird von einigen Waldbesitzern strikte abgelehnt, andere sehen bei kurzen Einsätzen keinen Grund für ein Verbot. Sie fordern aber von den Veranstaltern eine Absprache mit dem zuständigen Förster. Der Bischofszeller Förster Jürg Steffen nahm dazu Stellung: „Der Wald ist öffentlich und gehört allen. Dennoch ist eine vernünftige Rücksichtnahme auf die Natur und das Wild gefordert. Wir bewilligen nur eintägige Events“. Dieses Votum wurde von einem Waldbesitzer vehement unterstützt.