Auf Schweizer Koffermärkten ist der Kofferraum des Autos durch den Reisekoffer abgelöst worden. Im Restaurant Eppenberg standen sie zahlreich auf den Wirtstischen und enthielten eine Fülle von handwerklich hergestellten Eigenfabrikaten. Sehenswert waren aber auch einige Koffern, die wohl seit langer Zeit nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion im Einsatz stehen. Rita Huber aus Bichwil präsentierte ihre Backwaren gar im Überseekoffer ihres Ururgrossvaters, der in den 1860er Jahren damit nach Amerika ausgewandert und wieder zurückgekehrt war.

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Beim Koffermarkt im Restaurant Eppenberg für das leibliche Wohl zuständig: Tarek Aly, Gastwirt Ernst Schreck, Martin Höhener und Jochaim Schreck.


Wirt zeigt Verständnis

Die Idee, einen Koffermarkt durchzuführen, stammt von Marianne Sutter aus Oberuzwil. Ihr Plan, diesen «Top of Oberuzwil», auf dem höchsten Punkt der Gemeinde, durchzuführen, fand bei Ernst Schreck, Gastwirt im Restaurant Eppenberg, Verständnis. Auch für die 5. Auflage stellte er die Räumlichkeiten zur Verfügung. Und wiederum beteiligte sich das Restaurant auch mit einem «Eigenfabrikat», nämlich mit frisch hergestellten Spaghetti.


Handwerkliches und Leckeres

Die Aussteller kamen zum grössten Teil aus der Gemeinde Oberuzwil und der näheren Umgebung. Die Initiantin Marianne Sutter bot Honig und Geschenkartikel feil. Marianna Gubler, ebenfalls aus Oberuzwil, war mit Puppen und Glücksengeln präsent. Rita Huber aus Bichwil, gelernte Maschinenzeichnerin, stellte ihre Backkünste unter Beweis. Peter Bühler wohnt ebenfalls in Bichwil und wartete als pensionierter Zimmermann mit Holzarbeiten auf. Alice Schlauri wohnt in Niederglatt. Sie bot Strick- und Häkelarbeiten zum Verkauf an. Sandra Wickli-Osterwalder ist in Bichwil aufgewachsen. Sie fertigt ihre Schmuck- und Geschenkartikel an ihren heutigen Wohnort Schönengrund an.

Karten und Arbeiten aus Papier stammten von Barbara Bachmann aus Flawil. Hampi Schefer-Waldburger, Wirt des Restaurants Kantonsgrenze, Gemeinde Degersheim, stellte sein handwerkliches Können unter Beweis. An manchen seiner Arbeiten hat auch seine Frau Ruth, gelernte Floristin, mitgewirkt. Die feinen Holzkreationen von Ruedi Pinchera, Diepoldsau, liessen nicht auf seinen ursprünglichen Beruf als Rohrschlosser schliessen. Petra Kuhn aus Deutschland, Freundin des Spaghettikochs auf dem Eppenberg, zeigte Weihnachtsgeschenke.