Die Primarschulgemeinde Zuzwil wurde per 1. Januar 2013 mit der politischen Gemeinde zu einer Einheitsgemeinde vereinigt. Die Bürgerversammlung beschloss zuvor am 28. September 2011, dass der Schule nach wie vor ein vom Volk gewählter Schulrat vorstehen solle. Begründet wurde die Volkswahl damit, dass den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern so weiterhin ein Mitspracherecht bei der Schule eingeräumt werde.

Veränderung

Die Schullandschaft im Kanton St.Gallen und insbesondere auch in Zuzwil veränderte sich in den vergangenen zehn Jahren. Während der Schulrat früher verschiedene operative Tätigkeiten selber wahrnahm, bis hin zur eigentlichen Leitung der Schule, wurden diese Aufgaben an die Schulleitung delegiert. Letztmals liess der Schulrat auf Beginn der laufenden Legislatur 2021 bis 2024 die Schulordnung anpassen und änderte das lokale Qualitätskonzept in diese Richtung.

Ähnliche Prozesse laufen

In verschiedenen Nachbargemeinden laufen derzeit Prozesse, die Schulorganisation zu reformieren und auf einen Schulrat künftig zu verzichten. Mit dieser Organisation soll die Schule den modernen Anforderungen besser gerecht werden und bei den Prozessen an Effizienz gewinnen. Darauf zielt auch die Ortspartei «die Mitte». Sie beantragte im Oktober 2022 beim Gemeinderat, den Schulrat auf das Ende der Legislatur 2024 abzuschaffen.

Was sagt der Schulrat?

Die Diskussionen in den anderen Gemeinden über die Organisationsformen sind dem Schulrat bekannt. Er kam bereits an seiner Sitzung vom September 2022 zum Schluss, dass auch in Zuzwil nach zehn Jahren Einheitsgemeinde die Führungsstrukturen im Bildungsbereich allgemein überprüft werden sollen. Dieses Thema wird der Schulrat an einer Klausursitzung vertieft beraten und dem Gemeinderat eine «Auslegeordnung» unterbreiten.

Weiteres Vorgehen

Der Schulrat wird die verschiedenen Organisationsmöglichkeiten im Bildungsbereich prüfen. Anschliessend werden der Schulrat und der Gemeinderat voraussichtlich gemeinsam die Ergebnisse der schulrätlichen «Auslegeordnung» debattieren und die allenfalls notwendigen Massnahmen einleiten. Wenn die Eckpunkte bekannt sind, wird die Bevölkerung «mit ins Boot geholt» und zur Mitwirkung eingeladen. Sollte eine Änderung der Gemeindeordnung nötig sein, könnte die Bürgerversammlung im Frühjahr 2024 darüber befinden.