Am Wochenende eröffnete die Eschliker Dorfkönigin Regula die I. das generalüberholte Stellwerk am Bahnhof. Als Hingucker schlechthin gelten nun aber nicht nur die Schalthebel, ebenso können sich nun Passanten via Diashow ein Bild von alten Tagen machen.Es gehört in die Rubrik „Gelungen“. Man kann den alten Stellwerkraum nicht als Bijou bezeichnen, trotzdem findet er ab sofort und für die Zukunft wieder vermehrt Beachtung. Ernst Meili und seine Helfer aus dem Historischen Verein Eschlikon haben mit ihrer Idee, dem vier Quadratmeter grossen Raum neues Leben einzuhauchen, den Nagel sprichwörtlich auf den Kopf getroffen. Der Flachbildschirm, welcher per Knopfdruck eine Diashow zeigt, wird die Bahnpassagiere, Dorfbewohner und Interessierten unterhalten. Eine der ersten, die davon Gebrauch gemacht hat, war Lilo Leutenegger. «Was für eine tolle Idee aus diesem kleinen Stellwerkraum einen Anziehungspunkt zu machen. Wenn ich die 25 Bilder aus der Gemeinde von früher sehe, schwelge ich zurück in die Vergangenheit; wir hatten eine gute Zeit.» Die sympathische Eschlikerin war hin und weg und wird mit Bestimmtheit und in aller Ruhe die Diashow noch einige Male besichtigen.

Historisches muss gepflegt werden

Für den Mitinitianten des Projektes, Ernst Meili, gilt es als Projekt für die Nachhaltigkeit. Ganz im Sinne von Historisches soll gepflegt und behalten werden. «Der Gemeinderat hat sich bei der Lancierung der Aktivitäten zum Jubiläumsjahr „20 Jahre Gemeinde Eschlikon“ Ziele wie den Dorfspirit zu fördern gesetzt. Die Idee der Stellwerkraumverschönerung kam übrigens Eschliker Bürgern, wir vom Historischen Verein setzten es dann mit Hilfe einiger weiterer Personen in die Tat um.» Der Stellwerkraum ist im Besitz der SBB und wird der Gemeinde Eschlikon kostenlos zur Verfügung gestellt. «Seit 17 Jahren fristete er so ein Mauerblümchendasein und verfiel dem Staub. Wir fragten den Gemeinderat an, ob wir den Raum attraktiver und passantenfreundlicher gestalten dürfen; das Resultat freut uns ungemein», sagte Meili an der Einweihung am Samstagmorgen. Die erste Diashow startete die Dorfkönigin höchstpersönlich. Regula Felix meinte dazu, dass hier etwas Wunderbares geschaffen wurde. «Auch mir kommen viele Erinnerungen hoch wenn ich die Bilder der vergangenen Zeiten, als wir zum Beispiel noch den alten Bahnübergang hatten, anschaue.» Der OK-Präsident von „20 Jahre Gemeinde Eschlikon“, Hansjörg Brunner, meinte diesbezüglich, dass es toll sei, ein ganzes Jahr lang Geburtstag zu feiern. «Dieses Projekt mit dem Stellwerk passt wirklich gut in unser Jubiläumsjahr, da haben wir etwas erhalten, was uns langfristig erfreuen wird; Danke an die Macher dieser tollen Sache an unserem Bahnhof.»