Die Schulgemeinde eröffnet den zweifachen Versammlungsabend. Und noch während der Abhandlung der Traktanden, glaubt Behördemitglied Iris Amrein, dass sie noch selten bis gar nie so viele Stimmberechtigte vor sich hatte; doch dazu später mehr. Zuerst sollen an dieser Stelle die traktandierten Geschäfte behandelt werden. So muss Iris Amrein, Ressort Finanzen, von einem Aufwandüberschuss berichten. «Genau. Der besagte Aufwandüberschuss innerhalb der Erfolgsrechnung 2020 wird dem Eigenkapital belastet. Detailliert heisst das, bei einem Aufwand von 2'250'362 Franken und dem Ertrag in der Höhe von 2'154'470 Franken sind das 95'892 Franken. Um diese Summe schrumpft nun unser Eigenkapital und weist ab Ende 2020 noch einen Betrag von 974'643 Franken aus.» Schulpräsident Roland Keller geniesst an diesem Donnerstagabend einen ruhigen Auftritt. Eine knappe halbe Stunde und die Traktanden, auch sein Jahresbericht, sind genehmigt. Verabschiedet wurde indes Urs Angst. Über 30 Jahre lang war Angst als Lehrperson für die «Stöpferter» Schule tätig, eine glanzvolle Leistung, welche mit Applaus verdankt wird.

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So viele wie noch nie, oder zumindest schon lange nicht mehr. Der Stettfurter Souverän zählt am Donnerstagabend 60, von total 866, Stimmberechtigten.


60 von 866

Was vorgängig Iris Amrein betont hat, bestätigt in der nachfolgenden Politischen Gemeindeversammlung Gemeindepräsident Markus Bürgi. Auch er sagt, «ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Teilnehmer an einer unserer Versammlungen angetroffen zu haben.» In Zahlen heisst das am Donnerstagabend, von 866 Stimmberechtigten sind deren 60 im Gemeindezentrum versammelt. Während die Revision von Zonenplan und Baureglement, ehe es vom Souverän genehmigt wird, vereinzelte Voten empfängt, bleibt es zur Abstimmung der Jahresrechnung 2020 ruhig und das hat auch seinen Grund. Immerhin berichtet das Gemeindeoberhaupt von einem Gewinn. «Die Jahresrechnung 2020, bestehend aus der Erfolgsrechnung 2020, der Investitionsrechnung 2020 und der Bilanz per Ende 2020, welche mit einem Gewinn von 104'335 Franken abschliesst, sei zu genehmigen», sagt Bürgi und erntet keine einzige Gegenstimme. Der Gewinn wird gleichzeitig dem Eigenkapital zugewiesen. Applaus erhalten zudem zwei junge Frauen in der hintersten Reihe, sie sind zum ersten Mal an einer Gemeindeversammlung; bleibt zu hoffen, dass es nicht das letzte Mal gewesen ist.

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Stettfurts Gemeindepräsident Markus Bürgi hatte kiloweise Informationen mit dabei. Gegenstimmen erntete er zu den traktandierten Geschäften trotzdem nicht.