Bei einem gleichbleibendem Steuerfuss von 120 Prozent soll für das laufende Jahr ein Verlust von 2,9 Millionen Franken resultieren. Eine Steuerfusssenkung auf 118 Prozent würde dieses auf 3,9 Millionen Franken steigen lassen. Der Stadtrat beurteilt eine Steuerfusssenkung aufgrund hoher Investitionen und sich abzeichnender Steuerausfälle als «nicht zielführend», wie er in einer Mitteilung schreibt.

Der Finanzhaushalt der Stadt Wil stehe in den kommenden Jahren vor grossen Herausforderungen. Das Wachstum im Bereich Bildung, der Anstieg der Soziallasten sowie die Zunahme der Pflegekosten lassen den Gesamtaufwand ansteigen. Hinzu würden bedeutende Investitionen in die Infrastruktur kommen. Allein die Umsetzung der anstehenden Schulraumplanung und des Agglomerationsprogramms werden weit über 100 Millionen Franken kosten, schreibt die Stadt. Aufgrund gesetzlicher Anpassungen auf Kantons- und Bundesebene sei zudem mit markanten Steuerausfällen zu rechnen.

Und was hätte eine Steuerfuss-Senkungen für jeden einzelnen zur Folge? Bei einem steuerbaren Einkommen von 75‘000 Franken beträgt die Einsparung bei verheirateten Personen 64,80 Franken, bei 100‘000 Franken sind es 104,80 Franken. Alleinstehende profitieren etwas mehr, da sie auch mehr Steuern entrichten. Wil positioniert sich heute im steuergünstigsten Drittel aller St. Galler Gemeinden, schreibt die Stadt. (sk/red)

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Die Stadt rechnet vor: So viel Geld kann bei einer Steuerfuss-Senkung eingespart werden.