Erstmals tagte die Landi Oberbüren an ihrer GV im Mehrzweckgebäude, bisher im Sonnenhof, dem Restaurant des früheren Geschäftsführers Hansruedi Eugster. 71 Aktionäre, sie vertreten 5036 Aktionärsstimmen, folgten der Einladung. Noch vor dem geschäftlichen Teil erhielten die Anwesenden ein schmackhaftes Nachtessen serviert. In seinem Geschäftsbericht wies der Vorsitzende Jürg Labhart auf das erzielte Rekordergebnis von 8,94 Mio. hin, das wohl auch dank der langen Schönwetterperiode zu verdanken sei. So könne der Verwaltungsrat wiederum eine Dividende von 3% beantragen. Zu Veränderungen kam es mit dem Ersatz des 20-jährigen Lieferwagens. Die alte Landi ist seit Januar 2019 nicht mehr im Eigentum der Landi. Hingegen können Scheune, Moschti, Garage, Waage und Tankstelle weiterhin genutzt werden.

Zum Geschäftsverlauf informierte Geschäftsführer Matthias Frey. Bereits im Frühjahr 2018 hätten sich erste Rekordergebnisse angekündigt. Die Trockenwetterperiode habe zu erhöhtem Rohfutterverkauf geführt. Der Ladenverkauf stelle heute den Hauptabsatz dar, während beim Brennstoffverkauf Rückgänge eingesetzt hätten. Frey konnte weitergehend Brigitte Eilinger mit einem Blumenstrauss für 15 Jahre Treue ehren. Kundenfreundlicher ist die Landi seit 1. März mit durchgehender Öffnungszeit über Mittag.

Bevorstehende Rücktritte im Verwaltungsrat

Auf die GV 2020 werden neue VR-Mitglieder gesucht. Präsident Jürg Labhart kündigte zusammen mit VR-Willi Brunschwiler den Rücktritt an. Labhart blickt weit über 10 Jahre Amtszeit zurück und will nun jüngeren Kräften Platz machen. Er forderte die Anwesenden auf, Vorschläge einzubringen. Wünschenswert wäre nach Labhart, wenn sich auch eine Frau zur Wahl stellen könnte.

In der allgemeinen Umfrage kritisierte der frühere Geschäftsführer Hansruedi Eugster eine fehlende Zukunftsstrategie. Neben Stockwerkeigentum wären auch andere Varianten zu prüfen gewesen. Unbekannt sei auch, was man nach der Aufgabe der alten Landi in die Tat umsetzen wolle. Beim Verwaltungsrat fühlt man sich keineswegs ohne Strategie, die Anliegen sollen jedoch aufgenommen werden. 

Es bleibt beim Mietverhältnis im LV-Gebäude

Bekanntlich strebte der Verwaltungsrat an, aus dem Mietverhältnis im LV-Gebäude an der Sandackerstrasse auszusteigen und als Stockwerkeigentum zu erwerben. Der Landi fehlen offensichtlich die Mittel für einen Erwerb. Aus dem Verkauf der alten Landi resultierten nach Rückzahlung der Hypothekarschuld lediglich 300'000 Franken.

Dem Angebot der Landi mit 3,8 Mio. für einen Erwerb als Stockwerkeigentum konnte der LV St. Gallen nicht folgen. Im Gespräch machte der anwesende LV Vertreter Peter Bruhin deutlich, dass sie eher am Verkauf des ganzen Gebäudes interessiert wären. Ein Stockwerkverkauf an die Landi Oberbüren hätte für sie einen Minderwert ergeben. Ihre Offerte habe einen Verkaufspreis über 4,4 Mio., zuzüglich 1,3 Mio. Minderwert, total 5,7 Mio. Franken ergeben, was natürlicherweise die finanziellen Möglichkeiten der Landi Oberbüren übersteige. Bekanntlich scheiterten schon früher Neubauideen an der Finanzierung. Nach Bruhin liegt der Mietzins für die Landi Oberbüren auf vergleichbarem Niveau anderer Landi-Läden in der Region. Separatlösungen könnten sie in Rücksicht auf andere Standorte nicht eingehen.

Abschliessend gratulierte Peter Bruhin vom LV St.Gallen den Verantwortlichen zum grossartigen Ergebnis. Das Engagement der Landi Verantwortlichen habe sich gelohnt. Die Landi gehöre unterdessen zu den 10 bestbekannten Marken in der Schweiz. Dieses Label zu halten bedeute auch Verpflichtung in der Zukunft. Bruhin würdigte weiter den Einsatz von Geschäftsführer Matthias Frey, der sich auch in der schweizerischen Geschäftsführervereinigung engagiere.