Die Ausstellung der Wettbewerbs-Projekte des Werkhofs ist beendet. Etwa 50 Besucherinnen und Besucher hätten die Gelegenheit genutzt, sich aus erster Hand ein Bild über die unterschiedlichen Lösungsansätze zu verschaffen, teilt die Gemeinde im neusten «Uzwiler Blatt» mit.

Aufwändiger Prozess

Als Siegerprojekt habe die Jury die Eingabe «Streifzug» der Andrew Strickland Architekten AG aus Willerzell bei Einsiedeln erkoren. Kriterien waren etwa die Funktionalität und Qualität des Raumangebotes, die Flexibilität, der haushälterische Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Boden, die architektonische Qualität, die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes sowie die Umweltbelastung des Gebäudes. Die Jury hält denn auch in ihrem Bericht fest: «Das Preisgericht konnte mit Genugtuung feststellen, dass unter den eingereichten Projekten eine grosse Anzahl von insgesamt hoher Qualität vorlag. Der offene Wettbewerb hat für die Gemeinde Uzwil ein gutes Ergebnis für den Neubau des Werkhofs gebracht.»

Das Siegerprojekt «streifzug» ist ein einziger, langgezogener Baukörper entlang des Hummelweges, angebaut an den Werkhof der Technischen Betriebe. Das Gebäude nimmt unter dem grossflächigen Satteldach sämtliche neuen Funktionen auf. Das Projekt ist sehr kompakt und nutzt deshalb im Gegensatz zu den meisten Eingaben nur einen Teil des zur Verfügung stehenden Areals. Damit bleiben Entwicklungsmöglichkeiten für künftige Generationen gewährleistet, das Projekt geht sehr haushälterisch mit dem Boden um.

Gemäss Beurteilung der Jury handelt es sich um einen sehr nachhaltigen und gleichzeitig ökonomischen Bau, weil dem Gebäude eine sehr einfache und repetitive Struktur zu Grunde liege.

Seit 50 Jahren Thema

Der Gemeinderat beantrage der Bürgerversammlung vom November einen Kredit von 230'000 Franken, um aus dem Siegerprojekt ein «Vorprojekt Plus» zu entwickeln. Das bedeutet konkret: «Wie schon beim Gemeindehaus wird nicht fertig projektiert, bevor abgestimmt wird. Das Projekt wird vorerst so weit vorangetrieben, dass Kostensicherheit besteht. Bis im Herbst 2022 soll das Vorprojekt Plus stehen. Dann ist auch bekannt, was der neue Werkhof kostet.» Im März 2023 werde wohl dann die Volksabstimmung über den Kredit für das Vorhaben erfolgen. Stimme die Bürgerschaft zu, werde anschliessend das Bauprojekt ausgearbeitet, nachfolgen würden das Baubewilligungsverfahren und die Ausführungsplanung. Baubeginn scheine im August 2024 realistisch, der Bezug im Spätherbst 2025. Gelänge das so, könne die Gemeinde Uzwil eine ihrer ältesten Infrastruktur-Pendenzen nach Jahrzehnten lösen, ist doch der Neubau des Werkhofes seit 50 Jahren ein Thema.