Mit rund 330'000 Franken stand der EHC Uzwil in der Kreide und Präsident Philipp Herzog musste zwischenzeitlich fast schon regelmässig auf das Betreibungsamt. Eine der Gründe für die finanzielle Schieflage: Ex-Präsident Ugur Uzdemir hatte sein Versprechen, den Verein schuldenfrei zu übergeben, nicht eingehalten, so der Vorwurf. Eine einschneidende Massnahme war, dass der Verein seine erste Mannschaft aus der 1. Liga zurückzog und seit dieser Saison nur noch in der 3. Liga spielt – aus Kostengründen.

Und siehe da: Am späten Montagabend verkündete der Verein, dass es ihm gelungen sei, die Schuldenlast «durch eine rigorose Ausgaben- und Kostenkontrolle erheblich zu verringern». Durch den Rückzug aus der 1. Liga sei es möglich geworden, die ausstehenden Forderungen bis Ende des Jahres 2019 um rund 70 Prozent auf unter 100'000 Franken zu reduzieren. Mit dem Ex-Präsidenten Ugur Uzdemir habe man sich aussergerichtlich mittels Schlichtungsverfahren im Oktober 2019 geeinigt. Es erfolgte eine Zahlung per Saldo aller Ansprüche in der Höhe von 100'000 Franken. Dieses Geld wurde vollumfänglich zur Schuldenrückzahlung verwendet, lässt der Verein verlauten. Die Verantwortlichen sind optimistisch, mit der gewählten Strategie den Klub in absehbarer Zukunft auch finanziell wieder auf ein solides Fundament stellen zu können.