Ein Aperol Spritz als Aperitif, ein guter Wein zum Abendessen, ein Champagner zum Anstossen. Es gibt viele Gründe, Dinge mit Alkohol zu feiern. Es gibt allerdings genauso viele Gründe, Alkohol nicht zu trinken. Denn das mindert nicht den Spass. Neujahr ist bekanntlich die Zeit der guten Vorsätze. Gewohnheiten, die einem lästig geworden sind, möchte man im neuen Jahr loswerden oder verändern. «Passend dazu lanciert das Blaue Kreuz die Kampagne 'Dry January'», berichtet die Suchtberatung Wil in einer Medienmitteilung. Die Idee dazu stammt ursprünglich aus Grossbritannien. «Für all jene, die sich schon längere Zeit über ihren Alkoholkonsum Gedanken machen oder einfach während den Festtagen zu viel getrunken haben, bietet der 'Dry January' die Gelegenheit, einen Monat lang Pause zu machen und auf Alkohol zu verzichten, also 'trocken' zu bleiben», heisst es. Die Suchtberatung Region Wil unterstützt diese Kampagne und lädt ein mitzumachen. «Es ist erwiesen, dass schon wenige Wochen ohne Alkohol sich positiv auf die Gesundheit auswirken», so die Wiler Suchtberatung. 

Schlechte Fettverbrennung und Faltenbildung

Aber was passiert mit dem Körper, wenn man ganz auf Alkohol verzichtet? Was sagen Studien? Alkohol enthält – je nach der Art des Drinks – vergleichbar viele Kalorien sowie Fett und Zucker. Gesundheitsexperten sagen immer wieder deutlich, dass Alkohol die Verdauungsenzyme hemmt. Und damit den gesamten Stoffwechsel verlangsamt. Nachweislich hemme der Alkoholkonsum die Fettverbrennung. Somit entstehen Fetteinlagerungen. 

Auch am Hautbild kann man deutlich sehen, dass mit dem Alkoholtrinken der Stoffwechsel verlangsamt wird. Wichtige Entgiftungsprozesse werden gestört und im schlimmsten Fall finden sie gar nicht statt. Auf der Haut gibt es deutlich mehr Unreinheiten, aber auch entzündete Poren und Mitesser. Auch die Vitamin- und Mineralstoffzufuhr verschlechtert sich. In diesem Fall kommt es auch nicht zu einer Zellerneuerung, einen schlechterer Zellschutz vor Umwelteinflüssen und somit eine beschleunigte Faltenbildung. «Trinkt man also anstelle von Wein lieber Wasser zum Essen, werden die Organe und Zellen geradezu durchgespült und die Entgiftungsprozesse und die Sauerstoffversorung laufen auf Hochtouren», sagen Experten. Der Teint wirkt reiner, gleichmässiger und strahlender, und auch Augenschatten und Falten scheinen wie von innen aufgehellt und weniger tief.

Verschiedene Studien belegen, dass aufgrund des geringeren Anteil an Körperflüssigkeit verteilt, verdünnt sich der Alkohol schlechter. Die Blutalkoholkonzentration ist dann höher und die Folgen spürbar – vor allem Frauen schlafen unruhiger, wachen nachts häufiger auf, neigen zu depressiven Stimmungsschwankungen und Grübeleien, Migräneanfällen und Übelkeit. Wer konsequent auf Alkohol verzichtet, kann im Schlaf deutlich besser regenerieren und wacht erholter auf. (pd/red)

Auf der Internetseite der Kampagne kann man sich anmelden und weitere Informationen finden.