Im Fokus des Interesses stand die Gemeinde Lommis, in der es sowohl im Gemeindepräsidium als auch im Gemeinderat zu einer Kampfwahl gekommen ist. Der amtierende Gemeindepräsident, Fritz Locher, konnte 168 Stimmen mehr als sein Gegenkandidat Arthur Hascher auf sich vereinen und ist deutlich wiedergewählt. Locher sagte: «Ich habe gehofft, dass ich mein Amt behalten kann.» Er sei zwar pensioniert, habe aber noch die Kraft und den Willen, für die nächsten vier Jahre weiterzumachen. «Das ist ein Beweis, dass die Bevölkerung zufrieden mit der Arbeit des Gemeinderates ist», sagte Locher.

Der 65-Jährige war kurz vor dem Wahlsonntag in die Schlagzeilen geraten. Anonyme Bewohner haben ihm in der «Thurgauer Zeitung» vorgeworfen, dass er mit seinem Unternehmen gegen das Gesetzt verstosse und illegal einen Schrottplatz betreibe. «Jeder muss wissen, zu welchen Mitteln er im Wahlkampf greift», sagte Locher nach der Wiederwahl. «Meine Art ist es nicht, irgendwelche Behauptungen gegen eine andere Person aufzustellen.»

Der unterlegene Gegenkandidat Arthur Hascher war für hallowil.ch für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

René Bosshart tritt in die Fussstapfen von Willy Nägeli

In Fischingen kam es zu einer Kampfwahl zwischen einem «Einheimischen» und einem Auswärtigen, der einst in der Gemeinde gewohnt hatte. Dass er gleich zwei Mal gewählt wurde – Gemeindepräsident und Gemeinderat – bringt auch den amtierenden Gemeinderat und künftigen Gemeindepräsidenten René Bosshart zum Staunen: «Damit habe ich nicht gerechnet.»

Gegenkandidat Arthur Schneider, der nur rund halb so viele Stimmen machte, empfindet das Wahlergebnis als «etwas speziell». Es befremde ihn, weil mehrere Parteien ihm die Unterstützung zugesichert hätten. «Ich komme aus einer Branche, wo ein Handschlag mehr Wert ist als eine Unterschrift», führt der Leiter Sales-Marketing von Bentley Motors Schweiz aus. «René Bosshart war im Vorteil, weil er bereits Gemeinderat in Fischingen ist und so in den letzten Wochen als vollamtlicher Kandidat für sich werben konnte», sagte Schneider.

Zweimal ein zweiter Wahlgang

Noch nicht überall im südlichen Thurgau sind alle Entscheidungen gefallen. In zwei Gemeinden des Bezirks Münchwilen hat bei der Wahl des Gemeinderates ein Kandidat gefehlt. Nämlich in Eschlikon und Tobel-Tägerschen. Je ein Sitz blieb im ersten Wahlgang vakant. Dies soll sich am 19. Mai ändern, wenn die Stimmbürger im zweiten Wahlgang erneu zur Urne gebeten werden.

Aus Wiler Sicht war auch die Stadtratswahl in Romanshorn interessant: Philipp Gemperle, Kommunikationschef der Stadt Wil, wurde zu einem von acht Stadträten gewählt. Von allen zehn Stadtratskandidaten hat Gemperle das drittbeste Wahlergebnis erzielt. «Dieses Ergebnis überrascht mich sehr», so der Neugewählte. Im Vorfeld habe er seine Wahlchancen als gut eingeschätzt, «aber trotzdem kann man sich nie sicher sein, was das Stimmvolk möchte». Gemperle bleibt trotz der Wahl Kommunikationsverantwortlicher der Stadt Wil, reduziert sein Pensum aber von 100 auf 90 Prozent.

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Freut sich über seine Wahl zum Stadtrat von Romanshorn: Philipp Gemperle, Kommunikationschef der Stadt Wil. 

Alle Ergebnisse finden Sie untenstehend im Wahlticker.

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18.03 Uhr: So, alle Resultate sind somit zusammengetragen. Das soll's gewesen sein mit dem Wahlticker. Vielen Dank für Ihr Interesse.

17.55 Uhr: Nun hat auch Romanshorn gewählt. Philipp Gemperle darf Gratulationen entgegennehmen. Mit 2004 Stimmen hat er das absolute Mehr von 1160 Stimmen erreicht. Unter den zehn Stadtrats-Kandidaten hat er am drittmeisten Stimmen erhalten. Nun wird er sein 100-Prozent-Pensum bei der Stadt Wil reduzieren und künftig noch 90 Prozent für deren Kommunikationsabteilung tätig sein. 

17.43 Uhr: Alle Gemeinden des südlichen Thurgaus haben ihre Wahlergebnisse bekannt gemacht. Fehlt nur noch ein Ergebnis aus Romanshorn. Hat es Philipp Gemperle, Kommunikationschef der Stadt Wil, in den Stadtrat von Romanshorn geschafft?

17.30 Uhr: Tobel-Tägerschen hat ebenfalls gewählt. Rolf Bosshard (228 Stimmen) bleibt für eine weitere Legislatur der Gemeindepräsident – für das absolute Mehr waren 132 Stimmen erforderlich. Auch die drei bisherigen Gemeinderäte wurden wiedergewählt: Stefan Blum (239 Stimmen), Andreas Eggenberger (248 Stimmen) und Rolf Frei (233 Stimmen) – für das absolute Mehr haben die drei Herren 108 Stimmen gebraucht. Für den zurücktretenden Gemeinderat Roger Kernen gab es weder vor noch nach der offiziellen Meldefrist einen Kandidaten. Weil der Gemeinderat von Tobel-Tägerschen ein Mitglied zu wenig hat, wird es einen zweiten Wahlgang geben.  Dieser wird am 19. Mai durchgeführt. Auch in dieser Gemeinde war nicht einmal die Hälfte der 1069 Stimmberechtigten an der Urne. Die Stimmbeteiligung lag bei 31 Prozent. 

17.17 Uhr: Jetzt hat die Redaktion auch die Wahlergebnisse aus Wuppenau. In dieser Gemeinde gab es keine Kampfwahl. Gemeindepräsident und alle Gemeinderäte bleiben in ihrem Amt tätig. Gemeindepräsident Martin Imboden hat mit 240 Stimmen das absolute Mehr (144 Stimmen) erreicht. Auch die vier Gemeinderäte hatten keine Probleme mit dem absoluten Mehr (138 Stimmen): Walter Anken (201), Patrick Clesle (251), Katrin Meierhofer (225) und Alfred Seeberger (198). Die Stimmbeteiligung in Wuppenau lag bei 41,9 Prozent. 

16.52 Uhr: Auch im Gemeindepräsidium von Bichelsee-Balterswil gibt es keine Veränderungen. Gemeindepräsident Beat Weibel behält sein Amt. Mit den 533 Stimmen hat er das absolute Mehr von 315 Stimmen geschafft. Den freien Sitz der abtretenden Gemeinderätin Katharina Auer konnte sich Janik Bosshard mit 448 Wahlstimmen ergattern. Das absolute Mehr lag bei 304 Stimmen. Wieder gewählt in den Gemeinderat wurden Daniel Amrhein (416 Stimmen), Urban Brühwiler (549), Andreas Krucker (552), Jaqueline End (496) und Regula Meile (510). Daniel Stamm wurde mit 373 Stimmen ebenfalls gewählt, aber weil der Gemeinderat mit sechs Mitgliedern schon vollzählig ist und er am wenigsten Stimmen erhalten hat, gilt seine Wahl als überzählig. Nicht gewählt wurde Fabian Heil (191). Auch in Bichelsee-Balterswil war die Stimmbeteiligung mit 37,36 Prozent eher tief. 

15.45 Uhr: Noch immer liegen die Wahlergebnisse aus Bichelsee-Balterswil, Tobel-Tägerschen, Wuppenau und Romanshorn nicht vor. Die Redaktion versucht derweil die Sieger und Verlierer aus den Gemeinden Lommis und Fischingen zu erreichen. 

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Der Gemeinderat von Rickenbach nach den Wahlen: Hans Guter (von links), Michael Bebie, Brigitte Rebsamen-Hilfiker, Walter Rotach und Gemeindepräsident Ivan Knobel.

15.15 Uhr: In Rickenbach ist es zu den erwartenden Ergebnissen gekommen. Gemeindepräsident Ivan Knobel behält sein Amt. 254 Stimmberechtigte haben ihm ihre Stimme gegeben. Im Gemeinderat ist es aber zu Veränderungen gekommen – eigentlich wie erwartet. Michael Bebie wurde mit 275 Stimmen neu in den Gemeinderat gewählt und erhält somit den frei werdenden Sitz von Norbert Rüthemann. Die drei bisherigen Gemeinderäte Brigitte Rebsamen-Hilfiker (264 Stimmen), Walter Rotach (279) und Hans Suter (289) wurden wieder gewählt. Damit ist Rickenbachs Gemeinderat komplett besetzt. 

15.11 Uhr: Bisher ist die Stimmbeteiligung in Münchwilen am tiefsten. 23,09 Prozent der 3495 Stimmberechtigten haben ihren Wahlzettel bei der Wahl des Gemeindepräsidenten abgegeben. Bei der Wahl des Gemeinderates wurden zwei Wahlzettel mehr abgegeben. So lag da die Stimmbeteiligung bei  23,15 Prozent. 

15.07 Uhr: Aktuell fehlen die Wahlergebnisse aus folgenden Gemeinden: Bichselsee-Balterswil, Rickenbach, Tobel-Tägerschen und Wuppenau. Auch weiss man noch nicht, ob es Philipp Gemperle, Kommunikationschef der Stadt Wil, in den Stadtrat von Romanshorn geschafft hat. 

14.55 Uhr: In Münchwilen ist es zu keiner Kampfwahl gekommen. So wurde Gemeindepräsident Guido Grütter wieder gewählt. 451 Wahlzettel wurden mit seinem Namen ausgefüllt. Das absolute Mehr von 297 Stimmen hat er damit erreicht. Auch die Gemeinderäte Nadja Stricker (617 Stimmen), Jos-Reto Bernet (586), Pascal Leutenegger (531), Enrico Kämpf (525), Manfred Filliger (465) und Susanne Falk (379) dürfen ihr Amt weiter behalten. Alle haben das absolute Mehr 290 Stimmen erreicht. 

14.49 Uhr: Jetzt wird es etwas ruhiger. Aktuell hat die Redaktion nur die Wahlergebnisse aus Münchwilen vor sich. 

14.35 Uhr: Nun hat auch Sirnach ausgezählt. Nach Angaben der Wahlergebnisse bleibt Kurt Baumann weitere vier Jahre im Amt des Gemeindepräsidenten. Mit 1198 Stimmen hat er das absolute Mehr deutlich bekommen. Nun die Antwort auf die Frage, ob die SVP die Mehrheit im Gemeinderat von Sirnach erhalten hat. Nein! Curdin Huber hat mit 678 Stimmen das absolute Mehr erreicht. Aber weil sein Gegenkandidat Marco Burri (792 Stimmen) und die bisherigen Gemeinderäte Claudio Fuchs (893), Yvonne Koller (969), Samuel Mäder (1051) und Pascal Stocker (1018) mehr Stimmen für sich gewonnen haben, zählt er als überzählig. Wie in Wilen lag die Stimmbeteiligung in Hirnach unter 30 Prozent. Bei der Wahl des Präsidenten haben 29,42 Prozent der 4840 Stimmberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Wahl des Gemeinderates lag die Stimmbeteiligung bei 28,78 Prozent. 

14.13 Uhr: Längst ist auch das Wahlergebnis aus Aadorf eingetroffen. Mit 2014 Stimmen wird Gemeindepräsident Matthias Küng wieder gewählt. Denn das absolute Mehr lag bei 1086 Stimmen. Spannend war es aber bei der Wahl des Gemeinderats, denn es gab mehr Kandidaten als freie Sitze. Für den frei werdenden Sitz von der abtretenden Gemeinderätin Cornelia Hasler gab es fünf Kandidaten. Das Rennen hat Monika Rost-Brunner mit 1421 Stimmen gemacht. Ihre Gegenkandidaten Simon Frey (808) und Freddy Wyss haben das absolute Mehr von 986 Stimmen nicht erreicht. Teresia Russo hat mit 1266 Stimmen das absolute Mehr als Gemeinderatskandidatin erreicht, aber sie zählt als «überzählig ausgeschieden». Denn die bisherigen Gemeinderäte Andreas Meister (1614), Stefan Mühlemann (1535), Urs Thalmann (1470), Patrik Stacher (1407) und Patrick Schneider (1331) für die neue Legislaturperiode wieder gewählt. Anders als bei den anderen Gemeinden war die Stimmbeteiligung bei der Wahl des Gemeinderates (39,88 Prozent) höher als bei der Wahl des Gemeindepräsidenten (38,84 Prozent). 

13.50 Uhr: Zurück zu den Wahlergebnissen aus Fischingen. René Bosshart hat mit 600 Stimmen das absolute Mehr von 461 Stimmen erreicht. Sein Gegenkandidat Arthur Schneider (304 Stimmen) hat beinahe nur halb so viele Stimmen bekommen.  René Bosshart wurde aber nicht nur zum Gemeindepräsidenten gewählt. Er hat wurde auch als Gemeinderat mit 726 Stimmen (absolutes Mehr: 376 Stimmen) wieder gewählt. Welches Amt wird er wohl annehmen? Es ist davon auszugehen, dass er in die Fussstapfen von Willy Nägeli, der nach acht Jahren sein Amt als Gemeindepräsident abgibt, treten wird. Des Weiteren wurden die Gemeinderäte Hanspeter Lutz (698), Gottlieb Siegfried (682) und Elmar Stillhart (671) wieder gewählt. Sollte René Bosshart auf sein Amt als Gemeinderat verzichten, fehlt dem Gemeinderat eine Person. In diesem Fall wird es zu einem zweiten Wahlgang kommen müssen. Von den 2050 Stimmberechtigten haben bei der Wahl des Präsidenten 946 einen Wahlzettel abgegeben – so liegt die Stimmbeteiligung bei 46,15 Prozent. Wie in vielen anderen Gemeinden fällt die Stimmbeteiligung bei der Gemeinderatswahl auch in Fischingen aus: 43,27 Prozent. 

13.42 Uhr: Übrigens: Die Stimmbeteiligung in Lommis war im Vergleich zu den anderen Gemeinden bedeutend höher. Bei der Wahl des Gemeindepräsidenten haben 528 Personen von 861 Stimmberechtigten ihren Wahlzettel an der Urne eingereicht. Das macht eine Stimmbeteiligung von 61,32 Prozent. Bei der Wahl des Gemeinderates wurden sieben Wahlzettel weniger abgegeben und deshalb beträgt die Stimmbeteiligung da 60,51 Prozent. 

13.40 Uhr: Die Redaktion schaut sich das Wahlergebnis aus Fischingen, das eben eingetroffen ist, an. Die wichtigste Infos auf die mit Hochspannung gewartet wurde: Arthur Schneider verliert den Kampf um den Gemeindepräsidenten-Sitz gegen René Bosshart. 

13.34 Uhr: Auf das Ergebnis der Erneuerungswahlen aus Lommis haben viele gespannt gewartet. Denn in der kleinen Gemeinde mit 1200 Bewohnern ist es zu einer doppelten Kampfwahl gekommen. Fritz Locher hat also mit 326 Stimmen das absolute Mehr von 249 Stimmen erhalten und bleibt für weitere vier Jahre Gemeindepräsident. Sein Gegenkandidat und amtierender Gemeinderat Arthur Hascher hat deutlich weniger Stimmen für sich gewinnen können: 158 Stimmen. Spannend war auch die Wahl der vier Gemeinderäte. Die bisherigen Gemeinderäte Josef Schönenberger (396 Stimmen), Karl Stalder (370) und Sven Volk (405) haben das absolute Mehr von 186 Stimmen deutlich erreicht. Neu im Lommiser Gemeinderat ist Andreas Brändle (393), der nun den frei werdenden Sitz von Arthur Hascher erhält. Brendels Gegenkandidat Andreas Berg hat 179 Stimmen vom Volk erhalten. 

13. 26 Uhr: Erste Lebenszeichen aus Lommis, wo es zu einer hochspannenden Kampfwahl gekommen ist. Eines schon vorweg: Fritz Locher bleibt Gemeindepräsident. 

13.12 Uhr: Eschlikons Gemeindepräsident Hans Mäder hat 804 Stimmen erhalten. Damit erreicht auch er das absolute Mehr (431 Stimmen) und darf sich über eine weitere Legislatur freuen. Alexander Sigg (780), Bernhard Braun (777), Peter-Alexander Kredt (775), Peter Meier (739) und Isabelle Denzler (714) bleiben als Gemeinderäte erhalten. Mindestens 353 Stimmen hat jeder von ihnen gebraucht. Doch damit ist der Gemeinderat in Eschlikon noch nicht komplett. Weil es für den Sitz des abtretenden Adrian Stutz keinen Kandidaten gab, muss Eschlikon einen zweiten Wahlgang durchführen. Dieser wurde auf den 19. Mai terminiert. 

12.58 Uhr: Jetzt liegen die Ergebnisse aus Wilen vor. Auch in dieser Gemeinde möchte das Stimmvolk, dass der Gemeindepräsident weitere vier Jahre im Amt bleibt. Kurt Enderli darf sich mit seinen 319 Stimmen ebenfalls über das absolute Mehr (207 Stimmen) freuen. Auch die beiden Gemeinderäte Fiona Graf-Hürlimann (407) und Roger Staub (409) wurden wieder gewählt. Neu im Gemeinderat begrüsst Wilen Rebekka Bannwart (324) und Alfred Wenger (324). Beim Gemeinderat lag das absolute Mehr bei 196 Stimmen. Auffallend ist, dass die Stimmbeteiligung in Wilen besonders tief war. Bei der Wahl des Gemeindepräsidenten haben 473 Personen von 1679 Stimmberechtigten ihren Wahlzettel abgegeben. Das macht eine Stimmbeteiligung von 28.17 Prozent. Bei der Erneuerungswahl der Gemeinderäte wurde sogar noch weniger Wahlzettel eingereicht:  464 Zettel um genau zu sein. So lag hier die Stimmbeteiligung sogar bei 27,64 Prozent.  

12.50 Uhr: Noch lassen die Gemeinden, die mit einer Kampfwahl für Spannung sorgen, auf sich warten. Hochspannung pur. 

12.30 Uhr: Nun zieht die Gemeinde Wängi mit ihren Wahlergebnissen nach. Auch hier wurden der Gemeindepräsident und alle Gemeinderäte wieder gewählt. Thomas Goldinger bleibt für weitere vier Jahre Wängis Gemeindeoberhaupt. Mit 795 Stimmen hat er das absolute Mehr von 417 deutlich erreicht. Die bisherigen sechs Gemeinderäte haben ebenfalls alle das absolute Mehr (369 Stimmen) erhalten: Robert Beusch (716 Stimmen), Margrit Bösinger (752), Daniel Dema (666), Judith Krähenmann (711), Andreas Manser (702) und Anton Scheuchzer (757). Auch in Wängi lag die Stimmbeteiligung unter 50 Prozent: 34 Prozent der 3201 Stimmberechtigten haben ihren Wahlzettel abgegeben. 

12.15 Uhr: Die erste Gemeinde hat ausgezählt. Braunau hat seinen amtierenden Gemeindepräsidenten David Zimmermann mit 185 Stimmen wieder gewählt. Auch die vier bisherigen Gemeinderäte, die zur Wahl angetreten sind, wurden für eine weitere Legislatur noch einmal gewählt: Stefan Füglister (202 Stimmen), Roger Fröhlich (187), Connie Krüsi (203) und Daniel Widmer (197). Von den 560 Stimmberechtigten in der Gemeinde haben 244 ihre Stimme abgegeben. Damit liegt die Stimmbeteiligung in Braunau bei 38,6 Prozent. 

Sobald die Wahlergebnisse vorliegen, erfahren Sie es an dieser Stelle.

Im Fokus stehen vor allem Lommis und Fischingen – in diesen Gemeinden kommt es zu einer richtigen Kampfwahl. In Lommis hat der amtierende Gemeindepräsident Fritz Locher, der zur Wiederwahl antritt, mit Gemeinderat Arthur Hascher einen Gegenkandidaten. Wird Locher für eine weitere Legislatur wiedergewählt? Auch für den Lommiser Gemeinderat stehen mehr Kandidaten zur Verfügung als Sitze. Auf die Wahlergebnisse aus Fischingen ist man ebenfalls gespannt: Der amtierende Gemeinderat René Bosshart und der derzeit in Tägerschen wohnhafte Arthur Schneider wollen beide in die Fussstapfen von Willy Nägeli treten. Nägeli tritt nach fast acht Jahren als Gemeindepräsident ab. Hochspannung herrscht auch in Sirnach, Aaldorf und Bichelsee-Balterswil. In diesen Gemeinden des Bezirks Münchwilen kommt es zu einer Kampfwahl im Gemeinderat.

Liebe Leserinnen und Leser von hallowil.ch, herzlich willkommen zum Live-Ticker über die Gesamterneuerungswahlen im Thurgau. hallowil.ch richtet ein Augenmerk besonders auf die Wahlergebnisse des Südthurgaus. Magdalena Ceak tickert für Sie durch diesen politischen Sonntag. 

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Hier die Ausgangslage der einzelnen Gemeinden und die wichtigsten Infos zur Gesamterneuerungswahl: 

In Lommis gibt es eine doppelte Kampfwahl. Nicht nur fürs Gemeindepräsidium, sondern auch für den Gemeinderat stehen mehr Kandidaten als Sitze zur Verfügung. Gemeindepräsident Fritz Locher, der für eine weitere Amtsdauer antritt, hat mit Gemeinderat Arthur Hascher einen Gegenkandidaten. Auf Locher ist ein besonderes Augenmerk gerichtet. Denn der amtierende Gemeindepräsident ist jüngst in die Schlagzeilen geraten. Laut der «Thurgauer Zeitung» werfen ihm anonyme Bewohner vor, mit seinem Unternehmen gegen das Gesetz zu verstossen und illegal einen Schrottplatz zu betreiben. Noch vergangene Woche dementierte er gegenüber der Zeitung diese Vorwürfe. Neben den bisherigen Gemeinderäten Josef Schönberger, Karl Stalder und Sven Volk treten noch zwei Kandidaten zur Wahl des Gemeinderates von Lommis an: Andreas Berg und Andreas Brändle. Hochspannung also in der 1200-Seelen-Gemeinde. 

In Fischingen tritt Gemeindepräsident Willy Nägeli nach bald acht Jahren im Amt nicht mehr an. Nachfolger wollen der amtierende Gemeinderat René Bosshart und der derzeit in Tägerschen wohnhafte Arthur Schneider werden. Hinzu kommt, dass der Gemeinderat von sieben auf fünf Mitglieder verkleinert wird. Vize-Gemeindepräsident Paul Böhi und Gemeinderat Christoph Kretz treten ab. Sollte René Bosshart – der nicht nur für das Präsidium kanidiert, sondern auch für den Gemeinderat – zum Nachfolger von Nägeli gewählt werden, muss er sich für eine der Stellen entscheiden. Wird er Gemeindepräsident, wovon auszugehen ist, wird es in Fischingen aller Voraussicht nach zu einem zweiten Wahlgang kommen.


Sirnach: Mehrheit für die SVP?

In Sirnach möchte Gemeindepräsident Kurt Baumann weitere vier Jahr im Amt bleiben. Aber Gemeinderat Andreas Schmidt tritt nach zwei Legislaturen zurück. Für den frei werdenden Sitz treten Marco Burri und Curdin Huber an. Sollte der 27-Jährige Huber die Wahl gewinnen, würde die SVP die Mehrheit im Gemeinderat von Sirnach erhalten und vier von sieben Sitzen bekleiden.

An Spannung fehlt es auch in Aadorf nicht. Gemeindepräsident Matthias Küng stellt sich zur Wiederwahl. Für den frei werdenden Sitz von Gemeinderätin Cornelia Hasler treten insgesamt fünf Kandidaten an: Simon Frey, Monika Roost-Brunner, Teresia Russo, Patrick Schneider und Freddy Wyss. Die restlichen fünf amtierenden Gemeinderäte treten zur Wiederwahl an.

Auch in Bichelsee-Balterswil blickt man den Gemeinderatswahlen mit Spannung entgegen. Gemeinderätin Katharina Auer tritt zurück. Drei Kandidaten aus drei verschiedenen Generationen möchten den freien Posten beerben: Janik Bosshard, Daniel Stamm und Fabian Heil. Der amtierende Gemeindepräsident, Beat Weibel, will wiedergewählt werden und hat keinen Gegenkandidaten.

Wilens Gemeindepräsident Kurt Enderli und zwei von vier Gemeinderäten (Fiona Graf-Hürlimann und Roger Staub) wollen weitere vier Jahre im Amt bleiben. Für zwei frei werdende Gemeinderatssitze kandidieren Rebekka Bannwart und Alfred Wenger.

In Rickenbach gibt es zwar keinen Wahlkampf, und trotzdem kommt es zu Veränderungen im Gemeinderat. Gemeindepräsident Ivan Knobel und drei von vier weitere Gemeinderäte möchten wiedergewählt werden. Norbert Rütheman tritt allerdings nach drei Legislaturperioden zurück. Als Nachfolger steht Michael Bebie zur Wahl, der auch mit grosser Wahrscheinlichkeit auch gewählt wird. Eine Gegenkandidatur gibt es nicht. 

Es fehlen Kandidaten

In zwei Thurgauer Gemeinden gibt es Kandidaten-Mangel. Die Exekutive besteht in Eschlikon aus sieben Mitgliedern. Gemeindepräsident Hans Mäder tritt zur Wiederwahl für die nächste Legislaturperiode an. Auch fünf Gemeinderäte wollen wiedergewählt werden. Gemeinderat Adrian Stutz gibt sein Amt nach zwölf Jahren aber ab. Weil sich bis zur offiziellen Meldefrist am 17. Dezember kein Kandidat für den frei werdenden Sitz gemeldet hat, fehlt in Eschlikon ein Gemeinderatskandidat. «Wir gehen stark davon aus, dass keine sechste Person das absolute Mehr erreicht», sagt Gemeindeschreiber Marcel Aeschlimann. Somit müsste die Gemeinde Eschlikon einen zweiten Wahlgang durchführen, der auf den 19. Mai festgelegt wurde.

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Eschlikons Gemeinderat Adrian Stutz gibt nach zwölf Jahren sein Amt ab. 

Die gleiche Situation herrscht in Tobel-Tägerschen: Gemeinderat Roger Kernen tritt im Gegensatz zu seinen drei Amtskollegen und Gemeindepräsident Rolf Bosshard nicht mehr zur Wiederwahl an. «Wir haben keinen offiziellen Kandidaten für den freien Gemeinderatssitz und gehen mit einer Vakanz in den ersten Wahlgang», sagt Gemeindepräsident Bosshard. «Ich hoffe, dass sich das für den zweiten Wahlgang am 19. Mai ändern wird.»

In Bettwiesen geht es nicht an die Urne

Auch in allen anderen Gemeinden des südlichen Thurgaus wird am kommenden Sonntag gewählt. Nur kommt es in vier Gemeinden nicht zum Wahlkampf. Sowohl die Gemeindepräsidenten als auch die amtierenden Gemeinderäte stellen sich in folgenden Gemeinden für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung, ohne dass es Gegenkandidaturen gäbe: Münchwilen, Braunau, Wängi und Wuppenau.

Ein Sonderfall stellt die Gemeinde Bettwiesen dar. Dort wir nicht wie in den anderen Thurgauer Gemeinden am 10. Februar an der Urne gewählt, sondern am 27. Mai an der Gemeindeversammlung. Die Gemeindeordnung will es so. Die Ausgangslage scheint bereits jetzt klar zu sein: Gemeindepräsident Patrick Marcolin tritt wieder an und hat (bis jetzt) keinen Gegenkandidaten. Auch die beiden Gemeinderäte Marc Steiner und Michael Ruckstuhl wollen weitermachen. Andreas Bosshart und Margrith Jucker-Brunschwiler haben hingegen genug. An ihrer Stelle wollen Fernando Santini und Franziska Pustiasi in die Bettwieser Exekutive.

Für die Region Wil ist auch die Stadtratswahl in Romanshorn von Interesse: Philipp Gemperle, Kommunikationschef der Stadt Wil, möchte einen von neun Sitzen im Stadtrat von Romanshorn bekommen. Neben ihm kandidieren weitere neun Personen für dieses Exekutivamt. «Ich schätze meine Wahlchancen als intakt ein. Allerdings ist es schwierig abzuschätzen, wie sich die Bevölkerung entscheiden wird», sagt Gemperle. Sollte er gewählt werden, würde er sein 100-Prozent-Pensum bei der Stadt Wil auf deren 90 reduzieren. 

Wer wird im südlichen Thurgau Gemeindepräsident und wer Gemeinderat? Schafft es Philipp Gemperle in den Romanshorner Stadtrat? Im hallowil.ch-Wahlticker gibt es heute Sonntag ab Mittag den Vollservice.