Ersatzwahlen gab es weiter im Kreisvorstand. Nach gut 20 Jahren trat Bruno Scheiwiller aus Jonschwil zurück. An seine Stelle wurde Regina Jordi aus Uzwil für den Kreisrat bestimmt. Ohne grosses Aufsehen verlief die Abwicklung der Jahrestraktanden der Kreispartei.

Es braucht einen zweiten SVP Regierungssitz

Der amtierende Regierungspräsident Stefan Kölliker ist bereits 11 Jahre im Amt. In seiner Vorstellung forderte er einen zweiten Regierungssitz für die SVP als Ziel. Kölliker wies zu seiner politischen Haltung darauf hin, dass es grundsätzlich Staatsregelungen kritisch zu beurteilen gelte, weil jede staatliche Einflussnahme eine Einschränkung der Freiheit des Bürgers bedeute. Kölliker, aktuell auch Vize der Schweizer Hochschulkonferenz sieht seine Einflussnahme ausgebaut, sich national Bildungsthemen annehmen zu können.

Angesprochen auf die Klima-Demo der Hochschulstudenten will Kölliker die harte Linie durchziehen. Jedes Fernbleiben muss zu einem Eintrag als unentschuldigte Absenz führen. Die harte Linie könne auch noch weitere Folgen haben. Zum Thema Klima sei jedoch sein Kollege Regierungsrat Marc Mächler zuständig.

Drei Nominationen für den Nationalrat

Der amtierende Nationalrat Lukas Reimann steht für eine nächste Amtsdauer zur Verfügung. Es gebe noch eine Reihe «wunde Punkte», wo die SVP ihre Stimme erheben müsse. Auch werde die Einschränkung der Zuwanderung weiterhin Thema bleiben.

Die Wiler Parlamentarierin und amtierende Kantonsrätin Ursi Egli aus Rossrüti steht für eine Kandidatur in den Nationalrat zur Verfügung. Sie könne als Bäuerin die Zeit für einen Einsatz zur Verfügung halten, da ihre Kinder unterdessen ins Erwachsenenalter kämen. Wichtig ist Egli weiter, die fünf Sitze im Kantonrat halten zu können.

Ebenfalls für den Nationalrat kandidiert der Niederhelfenschwiler Kantonsrat Damian Gahlinger. Seit 12 Jahren SVP-Mitglied, sieht er seinen Einfluss insbesondere als Handwerker im Fokus. Er trete mit klaren Vorstellungen an, darunter nannte er auch seine Ideen für ein Atomendlager.

Mike Egger ist nicht allein Fleischfachmann

In seiner Vorstellung als Ständeratskandidat wies Mike Egger darauf hin, dass er auch bildungsmässig das Zeug mitbringe für den Ständerat. Er habe sich nach der Ausbildung als Fleischfachmann auch zum Techn. Kaufmann und Betriebsfachmann weitergebildet. Für den Ständerat könne er als Handwerker einen wichtigen Gegenpol bieten. Seine Ziele: «Ostschweiz zuerst», «Kampf dem Ausbau der Verwaltung» und ein klares Nein zum «EU-Rahmenvertrag».

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33 Mitglieder an der DV

Kreispräsident Bruno Dudli konnte in seinem Jahresbericht zur Delegiertenversammlung von einem grösseren Abstimmungsjahr berichten. Gleich 13 Anlässe organisierte die Kreispartei im abgelaufenen Jahr zu verschiedenen Themen. Breite Beachtung fanden die Themen «Islam» und die «Spitalsituation». Besondere Erwähnung fand die bereits zweite Ernennung für Regierungsrat Stefan Kölliker zum Regierungspräsidenten.

Ersatzwahl in den Vorstand

Zum Rücktritt von Bruno Scheiwiller nach gut 20 Jahren konnte der Jonschwiler Gemeinderat Bruno Näf in seiner Laudatio von einem grossartigen Einsatz berichten. Scheiwiller sei nicht nur seit 1997 im Kreisvorstand, sondern habe im gleichen Jahr auch die Ortspartei Jonschwil-Schwarzenbach gegründet. Auch als Bundesdelegierte und Plakat-Chef habe er seine Zeit eingesetzt.

Mit Regina Jordi aus Uzwil nimmt eine Frau im Kreisvorstand Einsitz. Die gelernte Elektro-Installateurin ist in Uzwil bereits vielfach für die Partei im Einsatz und will nun im Kreisvorstand ihre Dienste zur Verfügung stellen.

Im Ausblick wies der Vorsitzende auf kommende Veranstaltungen hin. Bereits am 11. Februar findet eine nächste Informationsveranstaltung statt. Auf 26. Februar lädt die SVP Zuzwil zur Vorstellung der Ständeratskandidaten ein. Am 2. März wird Ständeratskandidat Mike Egger in Wil eine Standaktion durchführen.