In Ihrem Statement wundert sich die SVP Toggenburg über die Behauptung der Regierung des Kantons St. Gallen  (Mitteilung vom 20. Juli 2021), dass die Region Toggenburg das regierungsrätliche Projekt mit der Solviva unterstützte. So würden die in der Mitteilung erwähnten Gemeindepräsidenten nicht das ganze Toggenburg ausmachen. Zudem habe der Wahlkreis Toggenburg bei der Abstimmung am 13. Juni 2021 mit 63 % und die Gemeinde Wattwil sogar mit fast 80 % Nein gesagt zum geplanten Vorgehen und sei damit eindrücklich der Nein-Parole der SVP Toggenburg gefolgt. Zustimmung der Region Toggenburg sehe anders aus.

Die SVP Toggenburg hält den Absprung der Solviva «für einen Befreiungsschlag». Die Regierung habe alle Vorstösse aus dem Toggenburg ignoriert, etwa den von mehreren hundert Leuten unterstützten Aufruf «Wattwil erhalten, Wil schliessen», und konkret aus der Gemeinde Wattwil. Weiter heisst es in der Medienmitteilung der SVP: «Die Regierung hat sich von Beginn weg auf die aus ihrer Sicht einzig richtige Lösung mit der Solviva als Partnerin eingeschossen. Der Widerstand ist hausgemacht, das Scheitern selbstverschuldet.»

Laut der SVP Toggenburg hätte der Deal mit der Solviva hätte dazu geführt, dass der gesamte Spitalneubau in Wattwil, bei dem bisher rund CHF 63 Mio. investiert wurden, für läppische CHF 10 Mio. verscherbelt worden wäre. Dass sich die Solviva nicht auf eine Gebäudenutzung im Baurecht eingelassen habe, zeige, dass es der Solviva nicht um die Erhaltung der Gesundheitsversorgung im Toggenburg und der Arbeitsplätze gegangen sei, sondern in erster Linie um ein Immobiliengeschäft. Die SVP Toggenburg ist überzeugt, dass jetzt bessere Lösungen auf den Tisch kommen.