Die 45. ordentliche Generalversammlung des Regionalen Alterszentrum Tannzapfenland war eine kurze Angelegenheit. Für Aufheiterung sorgte eine Zentrumsbewohnerin, für den Höhepunkt des Abends – nebst der absoluten Einstimmigkeit – die Dankesrede an Zentrumsleiterin Renate Merk.Sie war von kurzer Dauer, die 45. Generalversammlung der Genossenschafter des Regionalen Alterszentrum Tannzapfenland RAT. Verwaltungsratspräsident Othmar Häne waren dahingehend die Hände gebunden, als dass der Stimmenzähler drohte, sein Amt nicht anzunehmen, sollte die Versammlung länger als eine Stunde dauern. So aber ging definitiv nichts schief, Johan Fritsche amtete als Stimmenzähler – hatte aber nichts zu tun – und Othmar Häne beendete das Ganze nach 50 Minuten. Mit diesem Schwank war es aber am Dienstagabend noch nicht getan. Für weitere Aufheiterung sorgte Sweety, die Heimkatze.

Als wohl haarigste Anwesende nahm sie an der Versammlung teil – kam zwar zu spät und besass kein Stimmrecht – dafür gelang es ihr, die Türe in den Saal selbständig zu öffnen. Dass sie danach der heimliche Star unter den 55 (von total 724 aktiven) anwesenden Genossenschaftern war, störte wissentlich niemanden. Und Präsident Othmar Häne führte gleichwohl speditiv, informativ und geradlinig durch die traktandierten Geschäfte.

20 Jahre Herzblut
Othmar Häne weiss sich bei den wichtigen und wertvollsten Mitarbeitern zu bedanken. Zentrumsleiterin Renate Merk erwähnte er jedoch speziell, denn nach Jahren der Unruhe, übernahm sie am 1. Juni 2015 das damals „schwankende“ RAT-Schiff. «Seit Renate Merk das Amt der Zentrumsleiterin bekleidet, ist es ruhig geworden. Dank ihr und ihrem enorm grossen Herzblut, welches sie Tag für Tag in ihr Engagement legt, sind wir auf einem sehr positiven Weg angekommen.» Häne betonte weiter, dass die Sympathieträgerin nicht nur den ordentlichen Betrieb in neue und ruhigere Bahnen gelenkt hat, sondern sich auch in anderen Bereichen wie etwa der regen Bautätigkeit, ausgezeichnet hat. «Wir können froh und dankbar sein, haben wir in Renate Merk eine Person, die ein ungemein grosses Mass an Spirit ins Zentrumsleben einbringt.»

Renate Merk selbst, zeigte sich gerührt und sagte, dass sie zudem ihr 20-jähriges RAT-Jubiläum feiert. Diverse Bereiche durchlief sie in ihrer Karriere, von der Gruppenleitung zur Abteilungsleiterin, von der Leitung Pflege und Betreuung bis hin zur jetzigen Zentrumsleitung, sie gehört mit Bestimmtheit zu den guten Seelen des Zentrums; betont jedoch, dass es manchmal auch eine gewisse Härte braucht. «Jeder Tag ist anders, täglich fordern uns neue Herausforderungen, da ist es wichtig, stets gut hin zu hören und zu sehen. Ich spüre eine tiefe Verbundenheit dem RAT gegenüber und Empathie ist eines der wichtigsten Gepflogenheiten in einer derartigen Institution. Im Fokus steht nämlich jederzeit der Bewohner.»

Erfolgreiches Jahr
Zu den geschäftlichen Angelegenheiten und dem erfolgreichen 2017 informierte Othmar Häne. Der Ostflügel sei umgebaut und erweitert nun das Angebot um acht Betten für Kurzaufenthalter. Weitere Teilprojekte innerhalb des Betriebskonzeptes 2020 stehen an und das (erfreuliche) betriebliche Ergebnis weist in der Erfolgsrechnung 2017 461'336 Franken aus. Der Reingewinn steht dabei bei 35'941 Franken. Drei Statutenänderungen wurden ebenso gegenstimmen- und kommentarlos abgesegnet.