Das Berliner Swing Dance Orchestra unter der Leitung von Andrej Hermlin vermochte das Wiler Publikum am Samstag zum Auftakt des Programms zu überzeugen. Das 14 Mann starke Orchester liess bei seinen Vorträgen die Werke der beiden Swing-Grössen Bennie Goodman und Glenn Miller erklingen. Mit Dan Levinson spielte auch ein New Yorker Klarinettist auf. Neben drei Gesangsgrössen bereicherte die Gesangsgruppe The Skylarks die Auftritte.Das Wiler Publikum zeigt sich offensichtlich Swing-Melodien überaus zugetan. Vor vollen Rängen konnte am Samstagabend das neue Programm mit dem Samstagsabo starten. Das Swing Dance Orchestra, bereits im 2013 schon einmal in der Tonhalle, brillierte mit einem buchstäblichen Non-Stop-Progamm, mit nur kurzen Zwischenpausen, wenn Bandleader Andrej Hermlin zur Vorstellung des nächsten Stückes ausholte.


Let's Dance zum Auftakt
Dem Berliner Ensemble ist es offensichtlich wichtig, die Stimmung zu den Zeiten Bennie Goodman und Glenn Miller nicht allein musikalisch, sondern auch im Auftritt wieder zu geben, was sich in den klassisch strengen Anzügen wie auch den Glenn-Miller-Pulten zeigte.


Im ersten Teil fanden die Werke von Bennie Goodman Vorstellung. Mit dem bestens bekannten „Let's Dance“ startete das Programm. Gleich von Beginn weg stand der New Yorker Klarinettist Dan Levinson im Einsatz. Andrej Hermlin, Bandleader des Orchesters zeigte sich stolz darüber, mit einem virtuosen Klarinettisten den Auftritt bereichern zu können. Mit der Vorstellung weiterer bekannter Klassiker wie „Chicago“ oder „One o’Clock Jump“, folgte durchgehend grosser Applaus des Publikums. Gute Figur machte der erste Sänger David Hermlin, der Sohn des Bandleaders, mit seinen tänzerischen Einlagen zum Gesang. Anmutend wirkte weiter die Sängerin Viola Manigk, insbesondere beim stimmungsvollen Stück „Bei mir bist Du scheen“.


Glenn Millers Werke mit bekannten Melodien
Mit Glenn Millers „Moonlight Serenade“ startete das Orchester nach der Pause, eines seiner bekannteren Werke. Zum Stück „Back to Back“ zeigte sich Viola Manigk mit gesanglichem Auftritt. Zum Stück „The Nearmess of You“ kam der zweite Sänger, David Rose, erstmals zum Einsatz, versteht sich, ebenfalls im klassischen Anzug der 30er-Jahre.


Zu einer Steigerung der Vorträge kam es beim Stück „Make Believe Ballroom Time“ als die Gesangsgruppe The Skylarks sich erstmals in Szene setzte. Bei den weiteren Stücken „Jukebox Saturday Night“, „Kiss Polka“ und „Chattanooga Choo Choo“ waren sie ebenfalls gefragt. Mit dem abschliessenden Werk „In The Mood“ hatten die Bandleader das Publikum endgültig im Griff für nachfolgend lang anhaltendem Applaus und Standing Ovation.

Es geht politisch weiter
Auf die Theaterbesucher des Samstagsabos kommt am 28. Oktober mit dem Stück „King Charles III“ ein politisch gefärbtes Stück auf die Bühne. In der Vorstellung geht es bereits um die Inthronisation von Prinz Charles nach dem Ableben der Königin Elisabeth. Für gehörigen Ärger für Charles ist im Stück gesorgt, weil er sich mit dem Premierminister überwirft. Charles selber sucht sich im gegebenen Königtum zu verschanzen.


Noch vorher, nämlich bereits kommenden Freitag 22. September, startet das Freitagsabo mit dem Stück „Familie Flöz – Teatro Delusio. Das Theaterstück mit Masken zeigt sich bekanntlich nicht nur fesselnd, sondern auch unglaublich bewegend. Wie zum Auftakt es Samstagsabo ist das Publikum auch zum Auftakt des Freitagsabos vor der Aufführung zum Saisoneröffnungsapéro eingeladen.