Vom 12. bis 16. September haben die SwissSkills 2018 die Möglichkeit geboten, rund 900 jungen Berufsleuten in 135 verschiedenen Lehrberufen bei der Arbeit und im Wettkampf über die Schulter zu blicken. 60 Berufe wurden zudem in Form von Berufsdemonstrationen vorgestellt. Es waren die zweiten zentralen Berufsmeisterschaften in Bern.

Überdurchschnittlicher Einsatz
Er sei unglaublich stolz über die Leistungen der SwissSkills-Teilnehmer begann Rektor Marco Frauchiger seine Würdigung. Die Jugendzeit biete neben Arbeit und Lernen viele Verlockungen. Umso mehr sei es grossartig, welchen überdurchschnittlichen Einsatz die Teilnehmenden geleistet hätten. Besonders erfreut zeigte er sich über die Tatsache, dass sieben Medaillengewinner das Berufs- und Weiterbildungszentrum Wil-Uzwil besucht hätten. Gewiss sei die Schule beim einen und anderen Teilnehmer in positiver Erinnerung geblieben. 

Ansteckendes «feu sacré»
Vielleicht habe die Schule auch zum Selbstvertrauen beigetragen, zum Glauben an die Möglichkeit, etwas bewegen und erreichen zu können: «In Ihnen brennt ein Feuer, eine ansteckende Energie», attestierte Frauchiger den jungen Berufsleuten. Damit seien sie – ohne dass ihnen das wohl bewusst sei – zu wirkungsvollen Botschaftern für die Berufsbildung und für unser einmaliges Berufsbildungssystem geworden. An den SwissSkills habe er erlebt, wie sich zehntausende von Oberstufenschülern für Berufsarbeit und Berufslehren hätten begeistern lassen. So werde auch in Zukunft eine Berufslehre als etwas Tolles erlebt und der Berufsnachwuchs gesichert.

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Rektor Marco Frauchiger: «Es gibt in der Schweiz nicht nur Uhren Schokolade und Käse. Wir haben auch ein weltweit einmaliges duales Bildungssystem.»

Vergleich zum Spitzensport
Als zweiter Gratulant sprach Olivier Habegger, beim Verband Swissmem zuständig für die SwissSkills. Prorektor Felix Tschirky hatte die Skills-Teilnehmer als Berufsathleten bezeichnet. Olivier Habegger schien diese Bezeichnung treffend, weil es bei den SwissSkills um berufliche Höchstleistungen gehe, welche dem Spitzensport vergleichbar seien. Auch er gratulierte den ausgezeichneten Berufsleuten zu ihren Erfolgen.

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Olivier Habegger von Swissmem freut sich auf die WorldSkills in Russland und auf die nächsten nationalen Berufsmeisterschaften in zwei Jahren.

Weltspitze im Visier
Den Anlass in Bern mit über 115'000 Besuchern bezeichnete er als sensationellen Erfolg. Besonders beeindruckt hätten ihn der Enthusiasmus, das Engagement und der Durchhaltewillen der Teilnehmer. Die Aufgaben seien sehr anspruchsvoll und das Niveau hoch gewesen. Die besten Berufsleute der Schweiz seien erkoren worden. Sie würden die Schweiz im nächsten Jahr an den WorldSkills im russischen Kasan vertreten – mit dem erklärten Ziel zu gewinnen. Allerdings finden nicht in allen Berufen Wettkämpfe statt. Voraussetzung ist, dass zwölf Nationen Wettkämpfer stellen.

Zur guten Vorbereitung brauche man regionale Kompetenzzentren. Das BZWU ist eines davon. Habegger strich auch die Bedeutung von guten Lehrbetrieben mit motivierenden Lehrmeisten hervor.

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Prorektor Felix Tschirky wies auf die überdurchschnittliche hohe Zahl an SwissSkills-Teilnehmern hin, welche das BZWU absolviert haben.

BZWU über dem Durchschnitt
Prorektor Felix Tschirky hob die überdurchschnittlich grosse Teilnahme von BZWU-Absolventen an den SwissSkills hervor. Es gebe rund 300 Gewerbeschulen in der Schweiz, und an den SwissSkills hätten sich etwa 900 Wettkämpfer beteiligt. Damit liege die Beteiligung aus dem BZWU um das Zehnfache über dem Durchschnitt, und das gleiche gelte auch für die Zahl der Medaillengewinner. Den Grund sieht Tschirky in der besonderen Förderung und Motivation der Lernenden durch die Schule.

Die Medaillengewinner
Gold: Lars Moser, Anlagen- und Apparatebauer (Bühler Uzwil) und Rahel Brändle, Boden- und Parkettlegerin (Oberhänsli Mosnang)

Silber: Thomas Wild, Anlagen- und Apparatebauer (Bühler Appenzell), Damian Schmid, Automobilmechatroniker (Altherr Nutzfahrzeuge) und Felix Waldschock, Konstrukteur (Bühler Uzwil).

Bronze: Flavio Willmann, Automatiker (Stadler Altenrhein) und Daniel Roth, Polymechaniker (Micarna Bazenheid).