Vor auf den Tag genau fünf Jahren verspielte der FC Wil mit einer 1:2-Heimniederlage gegen Biel die Tabellenführung in der Challenge League. Das ist bemerkenswert, weil er vor einem halben Jahrzehnt letztmals an der Tabellenspitze stand. Die Wiler durften sich genau eine Runde ganz oben sonnen – und dies nach Spieltag fünf und einem 3:0-Erfolg in Locarno.

Nun bestand ein weiteres Mal die Chance, nach der fünften Runde alle Mannschaften für zumindest eine Woche hinter sich zu lassen. Nachdem am Vorabend Leader Lausanne-Sport in Schaffhausen trotz zweier Schüsse an die Torumrandung nicht über ein 1:1 hinausgekommen war, hätten die Wiler auswärts bei Aufsteiger Kriens gewinnen müssen, um sich Leader nennen zu dürfen. In der Luzerner Swisspor-Arena, wo das Spiel wegen des andauernden Ausbaus des Stadions Kleinfeld ausgetragen wurde, kamen die Wiler aber nicht ein 1:1 hinaus, das leistungsgerecht war.

Lange Bälle nötig
Die Äbtestädter starteten vielversprechend und hatten in der ersten Halbzeit mehrere Möglichkeiten zum Führungstreffer. Die beste bot sich Silvano Schäppi, als Silvio sehenswert mit dem Absatz für ihn aufgelegt hatte. Doch der Rückkehrer scheiterte am gut reagierenden Kriens-Goalie Sebastian Osigwe. Hatten die Gäste zu Beginn deutlich mehr fürs Spiel getan, so fanden die Krienser mit zunehmender Spieldauer immer besser in die Partie und es entwickelte sich ein alles in allem ein ziemlich ausgeglichenes und munteres Auf und Ab.

Deutlich erschwert wurde die Angelegenheit für beide Teams durch den Rasen, der eines Profifussball-Spiels unwürdig war. Gepflegtes Aufbauspiel war kaum möglich, so dass sich beide Teams hohe Bälle zunutze machen mussten. Die Unterlage spielte eher den Innerschweizern in die Karten, die nicht darauf bedacht waren, das Spiel zu machen. Auch festzuhalten war, dass der Rasen auf die entscheidenden Situationen keinen Einfluss hatte.

Wils Trainer Fünfstück ist stolz
Die wegweisenden Szenen spielten sich rund eine Viertelstunde vor Schluss ab, als der Krienser Dominic Schilling binnen zweier Minuten gleich zweimal traf – zum 1:0 und 1:1. Zuerst profitierte er davon, dass Wils Nick von Niederhäusern nahe der linken Seitenauslinie zu leicht den Ball verloren hatte. Dieser wurde in die Mitte geschlagen, wo zwar Fuad Rahimi noch klären konnte, jedoch nicht mehr entscheidend und direkt zu Schilling, der via Innenpfosten zur Führung der Innerschweizer traf. Als die Wiler nur Sekunden danach einen Corner von links treten durften, unterlief Osigwe den Flankenball des eingewechselten Ivan Audino. Das Spielgerät fiel Schilling vor die Füsse, der ungewollt zum Doppeltorschützen wurde.

Dabei blieb es. Den Wilern half auch nicht, dass sie die fünfminütige Nachspielzeit in numerischer Überlegenheit spielen konnten. Jan Elvedi war verletzt ausgeschieden und das Wechselkontingent bereits erschöpft. Doch was überwog nun im Wiler Lager nach dieser Punkteteilung? Der Frust über die verpasste Tabellenführung oder doch die Freude über den ersten Auswärts-Punkt dieser Saison? «Der Zähler ist hochverdient. Wir sind auf einen unangenehmen Gegner getroffen, der nichts fürs Spiel machte und sich aufs schnelle Umschalten beschränkte. Das machten die Krienser gut. Wir haben aus fünf Spielen zehn Punkte geholt. Darauf dürfen wir stolz sein», sagte Wils Trainer Konrad Fünfstück.

Hier die wichtigsten Szenen des Spiels: (Quelle: www.sfl.ch):

 


SC Kriens – FC Wil 1900 1:1 (0:0)

Swisspor-Arena, Luzern: 1350 Zuschauer. – Sr: Piccolo.

Tore: 75. Schilling 1:0. 77. Schilling (Eigentor) 1:1.

SC Kriens: Osigwe; Costa, Elvedi, Fanger, Mijatovic; Ulrich, Cirelli (70. Bürgisser), Schilling (81. Wiget), Kleiner (65. Seferagic); Chihadeh (85. Rüedi), Siegrist.

FC Wil 1900: Kostadinovic; Rahimi, Havenaar, von Niederhäusern; Gonçalves, Zé Eduardo, Breitenmoser (53. Hefti), Schäppi (65. Schällibaum); Lombardi (84. Latifi); Cortelelzzi (57. Audino), Silvio.

Bemerkungen: Kriens ohne Fäh, Sulejmani, Selmani, Kurmann, Röthlisberger (verletzt) und Mangold (nicht im Aufgebot). Wil ohne Djordjevic, Muslin, Herrmann, Scholz, Herter, Gülünay, Sadiku, Beka und Savic (nicht im Aufgebot). – Verwarnung: 23. Schäppi (Foul). – Annullierter Treffer: 78. Siegrist (Offside).


Hier die Stimmen zum Spiel: (Quelle: www.fcwil.ch):

 


Den Liveticker vom Spiel in Luzern gegen Kriens zum Nachlesen:

Während die Krienser hier die Werbeblachen zusammenräumen - auch das muss bei einem Gastspiel in einem Heimspiel sein - ist der Zeitpunkt gekommen für die Verabschiedung aus der Swisspor-Arena. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis bald auf Hallowil.ch.

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Ende Gelände: Die Spieler und Journalisten machen Feierabend.

Weiter geht es für die Wiler mit zwei weiteren Auswärtsspielen. Am nächsten Sonntag (2. September) treffen sie um 16 Uhr auswärts auf den FC Chiasso. Nach der Länderspielpause steht am 15. September um 17.30 Uhr das Cupspiel beim Promotion-League-Vertreter FC Wohlen an. Hallowil.ch wird auch von diesen Spielen live berichten.

Fazit: Die Wiler müssen den Punkt nehmen, auch wenn die Tabellenführung verpasst wird. Nach einer starken ersten Viertelstunde der Gäste hat Kriens immer besser in die Partie gefunden. Immerhin kamen die Wiler nach dem Rückstand sofort zum Ausgleich und nehmen einen Punkt mit. Beide Teams bleiben somit seit der zweiten Runde unbesiegt.

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Schlusspfiff. Der SC Kriens und der FC Wil trennen sich 1:1 unentschieden. Die Wiler verpassen es somit, die Tabellenführung zu übernehmen.

94. Minute: Wil ist übrigens weiterhin in Überzahl. Elvedi wird nach wie vor gepflegt. Wechseln darf Kriens nicht mehr. Es sieht nicht so aus, als käme Elvedi zurück.

93. Minute: Den Wilern eilt es nicht allzu sehr. Die sind mit einem Punkt zufrieden.

91. Minute: Derzeit ist Wil in Überzahl, da Elvedi von Krämpfen befallen ist und gepflegt werden muss.

91. Minute: Die Nachspielzeit beträgt ganze fünf Minuten.

89. Minute: Wieder Kriens: Abermals Ulrich schliesst ab, doch Havenaar wirft sich in den Schuss und kann klären.

87. Minute: Mit der allerletzten Konsequenz suchen die Wiler den Sieg nicht. Sie können auch mit einem Punkt leben. Derzeit hat Kriens leichte Vorteile.

85. Minute: Auch Kriens wechselt ein letztes Mal: Chihadeh geht raus. Für die Schlussminuten darf Rüedi ran.

83. Minute: Letzter Wechsel beim FC Wil: Lombardi macht Latifi platz.

81. Minute: Dritter Wechsel bei Kriens. Wiget ersetzt Tor- und Eigentorschütze Schilling.

78. Minute: Kurze Zeit später liegt der Ball schon wieder im Netz der Wiler. Doch der Treffer von Siegrist wird wegen Offside annulliert.

77. Minute: TOOOOOOOOOR FC Wil zum 1:1. Nach einem Corner von Audino unterläuft Goalie Osigwe den Ball und irritiert die Verteidiger. Schliesslich bugsiert Schilling den Ball unglücklich über die Linie zum Eigentor. 

75. Minute: TOOOR SC Kriens durch Schilling zum 1:0. Chihadeh dringt in den Strafraum ein. Zwar kann Rahimi noch klären, jedoch direkt vor die Füsse von Schilling, der via Innenpfosten trifft.

75. Minute: Die Frage welche sich für diese Schlussphase stellt: Wie wichtig ist den Wilern die Tabelenführung? Setzen sie alles auf eine Karte? Ich tippe darauf, dass sie auch mit einem Punkt leben können.

74. Minute: 1350 Zuschauer sind in der Swisspor-Arena dabei.

72. Minute: In den letzten paar Minuten ist Wil wieder besser im Spiel. Haben die Gäste mehr Kraft im Tank als die Krienser, die ja nicht alles Profis sind?

70. Minute: Zweiter Wechsel bei Kriens: Bürgisser kommt für Cirelli.

68. Minute: Mal wieder Wil: Ein Abschluss von Gonçalves kann noch geblockt werden. Es gibt Ecke. Diese wird von Audino von rechts zur Mitte gebracht. Havenaar kommt an den Ball, verfehlt das Ziel per Kopf aber knapp.

67. Minute: Von der zweiten Hälfte ist schon fast wieder die Hälfte raum: Derzeit ist Kriens am Drücker und es riecht nicht nach Wiler Tabellenführung. Kann natürlich ändern, wenn die Gäste noch eine Duftmarke setzen.

65. Minute: Die Wiler wechseln ebenfalls. Schäppi macht Schällibaum platz.

64. Minute: Nun wechselt auch Kriens ein erstes Mal: Kleiner geht raus. Für ihn kommt Seferagic.

63. Minute: Die Krienser: Siegrist spielt zur Mitte. Bevor Kleiner an den Ball kommt, hämmert Lombardi diesen befreiend zum Corner. Die Ecke wird dann von Havenaar geklärt.

61. Minute: Fast Gefahr vor dem Krienser Tor: Gonçalves flankt von rechts, doch Audino ist etwas zu klein gewachsen und kommt zentral vor dem Tor nicht an den Ball.

59. Minute: Die Wiler sind seit dem Seitenwechsel noch nicht offensiv in Erscheinung getreten. Die Fehlpassquote im Offensivbereich ist zu hoch.

57. Minute: Wil wechselt erneut: Cortelezzi geht raus, Audino kommt für ihn rein.

55. Minute: Ulrich kommt über rechts, dringt in den Strafraum ein und lässt Schäppi aussteigen. Der Abschluss kann dann aber von Kostadinovic gehalten werden. Ulrich ist ein Aktivposten beim Aufsteiger.

54. Minute: Das hat eine taktische Umstellung zur Folge bei den Gästen: Hefti spielt jetzt hängende Spitze. Lombardi nimmt Breitenmosers Position im zentralen Mittelfeld ein.

53. Minute: Hier ist der erste Wechsel bei Wil: Breitenmoser macht Hefti platz.

53. Minute: Hefti kommt gleich rein bei den Wilern.

51. Minute: Siegrist spielt in die Schnittstelle der Wiler Abwehr. Doch Kleiner kann den Ball nicht annehmen. Sonst wäre er alleine vor Kostadinovic gestanden. Kriens ist seit Wiederbeginn präsenter als Wil.

50. Minute: Bringt aber keine Gefahr ein.

49. Minute: Der erste Corner der zweiten Halbzeit gehört den Kriensern.

46. Minute: Der Ball holpert wieder. Weiter geht's.

Jetzt kommen auch die Wiler und das Schiedsrichter zurück. In Kürze geht es weiter - ohne Wechsel.

Um ehrlich zu sein: Die Krienser sind seit geraumer Zeit auf dem Feld zurück. Die Wiler aber noch nicht. Es kommt in dieser Saison schon zum wiederholten mal vor, dass sich die Wiler in der Garderobe mehr Zeit lassen als der Gegner.

Die Spieler kommen aus den Katakomben zurück. In Kürze geht es weiter in der Swisspor-Arena.

Pausenfazit: Nach einer starken ersten Viertelstunde haben die Wiler nachgelassen. Wobei eher festzuhalten ist, dass die Krienser ihren etwas grossen Respekt nach einer Viertelstunde abgelegt haben. Nachdem den Innerschweizern die zweite Viertelstunde gehörte, verlief die dritte recht ausgeglichen mit leichten Vorteilen für die Innerschweizer. Wenn die Wiler hier die Leaderposition übernehmen wollen, wozu ja ein Sieg nötig ist, muss noch etwas gehen. Wir sind gespannt.

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Pausenpfiff: Zwischen dem SC Kriens und dem FC Wil fallen in der ersten Halbzeit keine Tore.

45. Minute: Der Ballbesitz hat sich übrigens auch schon deutlich ausgeglichen. 43 % für Kriens, 57 % für Wil. Gerechnet über die ganze bisherige Spielzeit.

42. Minute: Da müssen sich grad beide Goalies als Feldspieler beweisen: Es wird binnen weniger als einer Minute je ein langer Ball in ihre Richtung gespielt, den sie ausserhalb des Strafraums klären müssen. Beide bestehen die Prüfung problemlos.

41. Minute: Geht hier noch was vor der Pause? Gerade aus dieser Unterlage wäre es doppelt schwierig, einem Rückstand nachlaufen zu müssen.

39. Minute: "Auswärtssiiiig" rufen die Fans … von Kriens.

38. Minute: Nun ist es ein munteres Auf und Ab, das Tore verdient hätte.

36. Minute: Und schon brennt es im Wiler Strafraum: Fanger düpiert Gonçalves und flankt zur Mitte. Dort kann von Niederhäusern ganz knapp vor Siegrist klären. Sonst wäre es wohl die Krienser Führung gewesen.

34. Minute: Wunderbar gespielt von den Wilern: Silvio legt im Strafraum mit der Hacke zurück auf Schäppi. Doch Goalie Osigwe verkürzt den Winkel geschickt und kann zum Corner klären. Dieser bringt dann keine Gefahr ein. Topchance für Wil.

33. Minute: Mal wieder Wil: Gonçalves setzt zu einer weiteren Flanke von rechts an. Zé Eduardo rauscht heran und kommt zu einem wuchtigen Kopfball, der jedoch knapp über das Tor geht.

30. Minute: Gehörte die erste Viertelstunde des Spiels den Wilern, so ging die zweite an Kriens. Der Wind hat gedreht.

28. Minute: Die Krienser versuchen es wiederholt über die linke Wiler Abwehrseite.

24. Minute: Die Innerschweizer bleiben dran: Costa mit einem magistralen Steilpass auf Siegrist. Dieser legt quer auf Ulrich. Der Lupfer Ulrichs geht schliesslich über Wils Goalie Kostadinovic - und über das Tor.

23. Minute: Wils Schäppi holt sich die erste Verwarnung in diesem Spiel ab für ein Foul nahe der Mittellinie.

23. MInute: Und dann wird gezaubert auf dem Acker: Gonçalves flankt von links. Silvio setzt zum Fallrückzieher an, trifft den Ball aber kaum. Am zweiten Pfosten lauert, Cortelezzi. Dessen Abschluss ist aber zu wenig scharf. Kein Problem für Osigwe.

22. Minute: Erneut Kriens: Doppelpass Schilling-Chihadeh-Schilling. Doch der Ball kullert schliesslich ins Aus. Zum Glück. Das hätte sonst eng werden können.

20. Minute: Auch wenn derzeit Kriens grad so richtig im Spiel angekommen ist: Der FC Wil ist in Pflichtspielen mittlerweile seit über vier Stunden ohne Gegentor. Bemerkenswert.

18. Minute: Wieder Kriens: Cirelli versucht es aus über 20 Metern Distanz zentral vor dem Tor mit einem Abschluss. Da fehlt aber doch einiges.

16. Minute: Da ist die erste Top-Chance für Kriens: Siegrist flankt von der linken Strafraumecke auf Ulrich. Dieser nimmt den Ball sehenswert direkt und trifft ins Netz - von aussen. Glück für die Wiler.

15. Minute: Die erste Viertelstunde gefällt aus Wiler Sicht. Die Gäste gewinnen viele Zweikämpfe und haben Spiel sowie Gegner im Griff.

13. Minute: Kriens macht gar nichts fürs Spiel. Wil hat bisher 78 Prozent Ballbesitz.

11. Minute: Bei dieser Ecke will Silvio auf Cortelezzi zurücklegen. Doch dies hat nicht geklappt. Trotzdem kommt von Niederhäusern aus der Distanz noch zum Abschluss. Der Ball fliegt aber weit über das Tor.

10. Minute: Das war nun eine erste gute Chance für Wil. Lombardi kommt halbrechts im Strafraum zum Abschluss. Elvedi kann aber noch blocken und zur Ecke klären.

8. Minute: Die Startphase gehört den Wilern. Noch fehlt die ganz prickelnde Geschichte vor dem Tor. Aber die Gäste sind spielbestimmend.

5. Minute: Bereits jetzt wird klar: Der Rasen lässt nur schwerlich ein gepflegtes Spiel zu. Der Ball holpert stark. Da wird der eine oder andere hohe Ball helfen müssen. Er ist aber für beide Teams gleich. 

2. Minute: Der erste Abschluss gehört dem FC Wil: Gonçalves flankt von rechts auf den zweiten Pfosten. Schäppi kommt an den Ball und zum Abschluss. Der Winkel ist aber zu spitz. Der Ball geht schliesslich doch deutlich über das Tor.

1. Minute: Das Spiel läuft. 

Die Mannschaften sind da. Die Wiler in ungewohntem Rot. Die Krienser im traditionellen Grün-Weiss.

In wenigen Augenblicken geht es los. Drei Viertel des Stadions sind geschlossen. Einzig auf der Haupttribüne sitzen Leute.

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Alle Zuschauer sind auf der Haupttribüne.

Die Innerschweizer hoffen übrigens, dass sie schon vor der offiziellen Eröffnung ihres neuen Kleinfelds in der neuen alten Heimat spielen können. Ihr Ziel: Am 29. September gegen Schaffhausen.

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Noch wird gemütlich verpflegt ...

Um 14.30 Uhr geht's los.

Die Zuschauer trudeln, wenn auch gemächlich, langsam ein. Wahrscheinlich sind noch alle leicht erschöpft vom gestrigen Konzert der "Toten Hosen" direkt nebenan auf der Allemend.

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Nebenan auf der Allmend wird nach dem gestrigen Konzert der "Toten Hosen" noch aufgeräumt und abgebrochen.

Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter Lucca Cibelli.

Speziell ist das Spiel für Marion Siebs von der medizinischen Abteilung, dem Medical Staff. Sie hat heute nach 13 Jahren ihren letzten Einsatz mit dem FC Wil (Hallowil.ch hat im Vorfeld exklusiv darüber berichtet). Trotzdem bleibt zu hoffen, dass sie nicht viel zu tun bekommt.

Bei den Wilern ist festzuhalten: Trainer Konrad Fünfstück hat die Qual der Wahl. Alle Spieler sind einsetzbar. Auch Sergio Cortelezzi ist von seiner Bänderverletzung genesen und steht in der Stammformation. Diese ist wie gewohnt in einem 3-4-1-2-System gehalten und sieht wie folgt aus: Im Tor: Kostadinovic. In der 3er-Abwehr von rechts nach links: Rahimi, Havenaar und von Niederhäusern. Im Mittelfeld von rechts nach links: Gonçalves, Zé Eduardo, Breitenmoser, Schäppi. Hängende Spitze ist Captain Lombardi. Die beiden Stürmer sind Cortelezzi (rechts) und Silvio

Kommen wir nun zu den Mannschaftsaufstellungen. Kriens-Trainer Bruno Berner hat sich für ein 4-4-2-System mit folgenden Spielern entschieden: Im Tor steht Osigwe. Die Verteidigung bilden von rechts nach links: Costa, Elvedi, Fanger und Miljatovic. Im Mittelfeld sind von rechts nach links: Ulrich, Cirelli, Schilling und Kleiner. Das Sturmduo bilden Siegrist und Chihadeh. Vor allem auf die beiden Angreifer gilt es höllisch aufzupassen.

Obwohl beide Mannschaften ansprechend bis gut in die neue Saison gestartet sind, ist es heute auch der Vergleich der zuhause noch punktelosen Krienser gegen die auswärts noch punktelosen Wiler. Dies ist allerdings zu relativieren. Kriens hat in dieser Saison bisher erst Heimspiel ausgetragen, Wil ist – neben dem Cup – erst einmal auswärts angetreten. Es war am 28. Juli bei einer 0:2-Niederlage in Schaffhausen. Die Wiler sind übrigens das einzige Team der Liga, das auswärts noch kein Tor erzielt hat.

Es stellt sich die Frage nach dem Rasen. Viel war geschrieben worden im Vorfeld: Pilzbefall, Kartoffelacker, Hügellandschaft usw.! Tatsächlich ist das Grün bereits vor Spielbeginn uneben und hat Löcher. Nicht eben förderlich ist die Dreifachbelastung: Meisterschaft FC Luzern, Europa League FC Luzern (immerhin traditionell nur ein Spiel lang), Meisterschaft SC Kriens. Wetten, dass der Rasen nach der Partie beim Verlierer als Entschuldigung herhalten muss?

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Nein, die "Toten Hosen" haben gestern Abend nicht auf diesem Rasen gespielt, sondern direkt neben der Swisspor-Arena. Aber der Rasen ist eine Zumutung.

Die Grundfrage des Tages lautet: Grüsst der FC Wil heute Abend vom Leader-Thron? Nachdem Tabellenführer Lausanne-Sport gestern in Schaffhausen trotz zweier Schüsse an die Torumrandung nicht über ein 1:1 hinausgekommen ist, haben es die Wiler in den eigenen Füssen. Ein Sieg hier in Luzern, und sie sind mindestens eine Woche lang Erster.

Herzlich willkommen aus der Luzerner Swisspor-Arena, geschätzte Fussballfreunde. Zum ersten Mal in der Fussballgeschichte trägt der FC Wil ein Spiel in der im Jahr 2011 eröffneten Arena aus. Der Grund: Die Heimstätte von Aufsteiger SC Kriens befindet sich noch im Umbau und das neue Kleinfeld wird erst Mitte Oktober eröffnet. Solange müssen die Krienser in Luzern ran. Nicht unbedingt ihre Lieblings-Spielstätte. Gute Unterhaltung beim Spiel SC Kriens gegen FC Wil wünscht Simon Dudle, der für Sie durch den Nachmittag tickert.


Lesen Sie die Vorchau auf das Auswärtsspiel gegen Kriens:

Der FC Wil befindet sich auf einer Tour de Suisse. Gleich vier Pflichtspiele hintereinander bestreitet er auswärts – immer auf Naturrasen. Die Etappen-Zielorte hiessen und heissen der Reihe nach Henau, Luzern, Chiasso und Wohlen. Der erste und letzte Ankunftsort ist einem Cupspiel geschuldet, Nummer zwei und drei einer Meisterschaftspartie. In der Challenge League sind die Wiler auswärts in dieser Saison noch ohne Punktgewinn und Torerfolg, obwohl der Saisonstart gar besser war als unter den türkischen Investoren. Dies ist möglich, weil die Wiler bisher erst einmal für ein Meisterschaftsspiel in den Bus steigen mussten.

Die Ausgangslage:
Beide Mannschaften dürfen mit dem Saisonstart zufrieden sein. Der FC Wil grüsst von Platz drei in der Challenge League und hat zuletzt 225 Minuten kein Gegentor zugelassen in einem Pflichtspiel. Allerdings tun die Wiler gut daran, die Kirche im Dorf zu lassen und Spiel für Spiel zu nehmen. Nun von Barrage oder Aufstieg zu sprechen, wäre vermessen. Allerdings haben die Äbtestädter eine Mannschaft beisammen, die eine von Abstiegssorgen befreite Saison ermöglichen müsste. Auch für die Krienser ist der Auftakt geglückt, obwohl der Aufsteiger nur auf Platz neun liegt. Die Innerschweizer haben, genau wie die Wiler, erst eine Partie verloren. Während Kriens sein bisher einziges Heimspiel verlor, gab es für Wil im bisher einzigen Auswärtsspiel keine Punkte. Da Leader Lausanne am Samstag in Schaffhausen nicht über ein 1:1 hinausgekommen ist, können die Wiler die Leaderposition übernehmen. Einzige Voraussetzung: Ein Sieg gegen Kriens.

Die Krienser:
Dass die Mannschaft des 16-fachen Schweizer Nationalspielers Bruno Berner als Aufsteiger mehr als Kanonenfutter sein würde, war abzusehen. Mit Saleh Chihadeh und Nico Siegrist haben sie eine offensive Lebensversicherung in ihren Reihen, die ein Spiel im Alleingang entscheiden kann. Die beiden waren für vier der fünf bisherigen Krienser Tore dieser noch jungen Saison verantwortlich. Zudem ist die Mannschaft für gewöhnlich taktisch gut auf den Gegner eingestellt. Selbst Absteiger Lausanne-Sport kam gegen die zähen Innerschweizer nicht über ein Unentschieden hinaus. In der Swisspor-Arena gilt es für die Krienser allerdings noch etwas gutzumachen. Das einzige Heimspiel dieser Saison ging gegen Rapperswil-Jona gleich mit 1:4 verloren.

Die Wiler:
Es sind zwei wegweisende Auswärtsspiele, die vor der ersten Länderspielpause anstehen. Nach den Partien gegen Kriens und Chiasso darf nach einem Sechstel der Saison ein erstes Fazit gezogen werden. In den besagten Partien ist durchaus Zählbares zu erwarten. In Luzern stellt sich aber die Frage, wie gut die Kunstrasen erprobten Wiler mit dem holprigen Naturrasen zurechtkommen. Aus Wiler Sicht ist vor dem Spiel in Luzern eine andere Meldung erfreulich: Gleich vier Spieler haben ein Aufgebot für eine Nachwuchs-Nationalmannschaft erhalten. In die U20-Nati wurden Magnus Breitenmoser, Nias Hefti und Cédric Gasser einberufen. Zudem ist Nicolas Herter auf Piket. Trainiert wird diese Mannschaft vom ehemaligen Wiler Trainer Francesco Gabriele. Anfang September stehen zwei Spiele gegen England und Polen an. Verteidiger Fuad Rahimi erhielt zudem ein Aufgebot für die U21-Nationalmannschaft des Kosovos.

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Magnus Breitenmoser ist einer der vier Wiler Spielern, die ein Aufgebot für eine Nachwuchs-Nationalmannschaft erhalten haben.

Der Spielort:
Die Luzerner Swisspor-Arena: Für die Äbtestädter ist dies eine Premiere. Zum ersten Mal überhaupt laufen sie in diese ein. In diesem Stadion wird gespielt, weil sich das Krienser Kleinfeld noch im Umbau befindet und erst im Oktober eingeweiht werden kann. Im Sommer 2011 wurde die Swisspor-Arena eröffnet. Seither spielte der FC Luzern immer in der höchsten Liga, Wil durchgehend in der zweithöchsten. Im Cup sind die beiden Klubs in dieser Zeit nie aufeinandergetroffen. Freundschaftsspiele, welche diese zwei Vereine regelmässig gegeneinander bestreiten, finden jeweils auf einem Kunstrasen einige Meter weiter Stadt-auswärts statt. Für Diskussionen sorgte zuletzt der Rasen in der Swisspor-Arena. Er ist von einem Pilz befallen und deshalb äusserst holprig. Eines Challenge-League-Spiels würdig ist er nicht. Es kommt dazu, dass am Abend vor dem Spiel auf der Allmend ein Konzert der «Toten Hosen» stattfindet, zu dem rund 50'000 Zuschauer erwartet werden. Die deutschen Rocker spielen aber nicht im Fussballstadion, sondern lassen sich eine eigene Arena auf der anderen Strassenseite errichten.

Die Statistik:
Sechs Jahre waren die Krienser nicht mehr zweitklassig. Darum geht der letzte direkte Vergleich zwischen Kriens und Wil auf einen Februar-Nachmittag im Jahr 2012 zurück. Damals siegten die Wiler auf dem Kleinefeld mit 4:1. Nachdem die Innerschweizer schon früh in Führung gegangen waren, erzielte Adis Jahovic drei Tore für die Ostschweizer. Von den letzten fünf direkten Vergleichen gewannen die Krienser keinen und sie erzielten in jedem dieser Spiele genau ein Tor. Der letzte Sieg des SC Kriens gegen Wil liegt gut acht Jahre zurück und datiert von Juli 2010.

Der Liveticker:
Hallowil.ch macht die Tour de Suisse mit dem FC Wil mit und tickert für sie auch von den bevorstehenden Auswärtsspielen in Luzern, Chiasso und Wohlen. Heute Sonntag werden an dieser Stelle ab 14.15 Uhr alle wichtigsten Szenen live aus der Swisspor-Arena übermittelt.