Nach der langen kulturellen Zwangspause konnte die Tonhalle bereits für fünf Vorstellungen ihre Türen öffnen. Die Abende waren mit maximal 50 Gästen alle rasch ausverkauft. Vor, auf und hinter der Bühne: Alle freuten sich ausserordentlich über den Neubeginn. Auch die improvisierte Terrasse vor dem Tonhalle-Eingang wurde rege genutzt, sogar bei Nieselregen. Im ersten Teil des Sonderprogramms der Tonhalle wurden Produktionen nachgeholt, die von Januar bis März nicht gezeigt werden konnten. Als Ergänzung konnten drei neue Produktionen mit Künstlerinnen aus der Ostschweiz verpflichtet werden. Den Anfang macht die Tanzcompagnie DOXS, der auch die Wiler Tänzerin Oriana Bräu Berger angehört.

Tanz bewegt sich zwischen den Zeilen

Verstehst du Tanz? Kannst Du ihn «lesen»? Manche empfinden Tanz immer noch wie eine Fremdsprache, die sie nicht erlernt haben und wirkt ähnlich wie das Hochdeutsche auf Schweizer: eine klar verständliche Sprache, aber man fühlt sich in ihr einfach nicht «zu Hause». MITreden entführt das Publikum in eine bewegte Welt zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein und zeigt, wie die Kunstform Tanz kommuniziert und verstanden werden kann. In diesem visuellen und emotionalen Erlebnis wird das Publikum zu aktiv Beteiligten, indem es über den Verlauf der Vorstellung kreativ mitentscheidet. Ein Tanztheater zum teilhaben und teilnehmen.

DOXS tanzt – du entscheidest, wie’s weitergeht!

Sollen die Tänzerinnen vom Boden angezogen werden oder wie ein Ballon in die Höhe entschweben? In Zeitlupe oder Affenzahn? Swing oder Walzer? Du darfst bestimmen und den Abend mitgestalten.