Jeder Rappen zählt für die Gesundheit von Menschen in Entwicklungsländern. Das gilt auch für den «Wasserrappen», der Spendenaktion der TBW. Ein Rappen pro verkauftem Kubikmeter Wasser geht jährlich an eine Hilfsorganisation, dieses Jahr an Iamaneh Schweiz. Diese verwendet die 18'000 Franken für ein Wasserprojekt im afrikanischen Togo.Die Region Wil ist in der privilegierten Lage, mehr als genug sauberes Wasser zur Verfügung zu haben. Zugang zu hygienisch einwandfreiem Wasser ist aber längst nicht für alle Menschen selbstverständlich, obwohl es eigentlich als Menschenrecht gilt. Trotz grosser Bemühungen seitens der Uno und anderer Hilfsorganisationen müssen nach wie vor über 660 Millionen Menschen mit verschmutztem Wasser leben.

Geld, das ankommt
Seitdem der Wasserrappen im Jahr 2012 lanciert wurde, setzen sich die TBW aktiv für die Verbesserung der Trinkwassersituation in Entwicklungsländern ein. Ein Rappen pro verkauftem Kubikmeter Wasser wird dabei jedes Jahr zur Seite gelegt. Mit einem jährlichen Verbrauch von rund 1.8 Millionen Kubikmeter Wasser sorgte die Wiler Bevölkerung dieses Jahr also für 18'000 Franken zur Verbesserung der Wasserinfrastruktur im afrikanischen Togo.

«Wir unterstützen damit ein Projekt der Iamaneh Schweiz, einer Organisation, die sich im Bereich für sexuelle Gesundheit und gegen Gewalt gegen Frauen einsetzt», erklärt Christoph Strassmann, Leiter Markt und Kunden bei den TBW. «Als verantwortungsbewusstes Unternehmen spenden wir nicht einfach Geld, sondern wissen ganz genau, was damit geschieht.» Die Hilfsorganisation wird über das Projekt Solidarit’eau suisse der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes (Deza)unterstützt.

Betroffene zu Beteiligten gemacht
Iamaneh Schweiz baut unter anderem mit den TBW Wasserrappen an einer Wasserinfrastruktur für drei Gemeinden in Togo. Die Nachhaltigkeit des Systems ist sichergestellt, weil die Bevölkerung partizipativ ins Projekt miteinbezogen ist. So zum Beispiel, indem Wasserverwaltungsorgane aufgebaut werden oder der Tarif für das Trinkwasser gemeinsam festgelegt wird. Das Geld in der Wasserkasse wird für Unterhalt und Reparatur der Infrastruktur benötigt; Die Dorfbewohner werden entsprechend geschult.

Neben öffentlichen Zapfstellen werden auch Schulen sowie das Gesundheitszentrum ans Wassersystem angebunden. Ziel ist es, dass 2744 Personen von der Wasserversorgung profitieren können und rund 90 Familien sanitäre Anlagen erhalten. «Das Projekt hat uns doppelt überzeugt, da es auch eng verzahnt ist mit einem weiteren Projekt zugunsten einer gesunden Bevölkerung, insbesondere gesunder Frauen und Kinder», betont Christoph Strassmann.

Weitere Informationen zum Projekt in Togo unter www.solidariteausuisse.ch. (tbw.)

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Der Stadtrat lädt alle Wilerinnen und Wiler zum 5. Drei-Königs-Treffen in die Kunsthalle Wil ein: Eine gute Gelegenheit, bekannte und neue Gesichter zu sehen und zu Beginn des Jahres mit neuer Energie und frischen Gedanken aufeinander zuzugehen.

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Eschentriebsterben – Empfehlungen für Gartenbesitzer und Waldeigentümer
Die Esche als in Europa heimische Baumart erfüllt wichtige Schutzfunktionen. Das Eschentriebsterben, eine Pilzkrankheit, setzt ihr stark zu. Das Kantonsforstamt gibt Gartenbesitzern und Waldeigentümern deshalb einige Empfehlungen.

Das Eschentriebsterben ist eine ernstzunehmende, aus Ostasien eingeschleppte Pilzkrankheit. Sie hat sich inzwischen über die ganze Schweiz ausgebreitet. Der Pilz befällt die einheimische Esche in allen Altersstufen und führt in der Regel zum Ausfall der befallenen Bäume.

Die Esche erfüllt wichtige Schutzfunktionen, insbesondere entlang von Gewässern. Herunterfallende Äste gefährden die Sicherheit, etwa bei Holzerntearbeiten, entlang von Strassen und Spazierwegen oder im eigenen Garten. Gemäss heutigem Stand der Forschung gibt es keine realistische Gegenmassnahme. Das Kantonsforstamt gibt deshalb einige Empfehlungen:
· wenig Pflegeaufwand in Eschenbestände investieren
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· gesunde bzw. potenziell resistente Eschen fördern und erhalten
· stark geschädigte Eschen an exponierten Stellen entfernen
· Holzentwertung durch rechtzeitige Nutzung vermeiden
· Ausscheidung von Altholzinseln zur Förderung von Totholz prüfen, wo kein Sicherheitsrisiko besteht

Weitere Infos unter http://www.wald.sg.ch