«Es gibt im TCS wohl niemanden, der dich nicht kennt», sagte Sektionspräsident Marcel Aebischer. Philipp Ronner hat im Frühling nach zwei Jahrzehnten als Geschäftsführer der TCS-Sektion SG-AI die Pension angetreten. Für die Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. In der «Auto Welt von Rotz AG» in Bronschhofen hatten sich am Samstagvormittag 104 stimmberechtigte Delegierte und zahlreiche Gäste eingefunden, unter ihnen der St. Galler Regierungspräsident Marc Mächler, Regierungsrat Stefan Kölliker sowie die St. Galler Stadtpräsidentin Maria Pappa.

Sieben Regionalgruppen

Bei Ausgaben von rund 2,16 Millionen Franken schloss die Jahresrechnung mit einem Einnahmenüberschuss von rund 15'000 Franken. Zur Rechnung und zum Budget, das einen Gewinn von 6000 Franken vorsieht, gab es keine Wortmeldungen. Per Ende des vergangenen Jahres wies die Sektion rund 60’000 Mitglieder auf. Sie setzt sich aus sieben Regionalgruppen zusammen: St. Gallen und Umgebung, Wil und Umgebung, Toggenburg, Rorschach-Rheintal, See-Gaster, Sarganserland-Werdenberg-Liechtenstein und Appenzell Innerrhoden. Zudem besteht ein Camping-Club, der auch das Gebiet des Kantons Appenzell Ausserrhoden umfasst.

Kein starrer Fokus

In seinem schriftlich abgegebenen Geschäftsbericht wies Präsident Marcel Aebischer darauf hin, dass die Pandemie das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Mobilität als Gesamtsystem gestärkt habe. «Ein starrer Fokus etwa auf den öffentlichen Verkehr ist nicht förderlich. Wir lehnen es ab, einen Verkehrsträger aus ideologischen Gründen zu bevorzugen.» Der TCS folge seinen bewährten und aus seiner Sicht zielführenden Grundsätzen, wobei der Verkehrssicherheit ein spezielles Augenmerk zu schenken sei: Aebischer nannte die freie Wahl des Verkehrsmittels, den effizienten Mitteleinsatz, den verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen und den Erhalt einer leistungsfähigen und zuverlässigen Verkehrsinfrastruktur. Der Touring Club, grösster Mobilitätsclub der Schweiz, besteht seit 125 Jahren. «Es braucht ihn auch in den nächsten 125 Jahren.»

Im Anschluss an die statutarischen Geschäfte trat Peter Guler ans Rednerpult. Er ist Gesamtleiter von «Wil-West» und äusserte sich über den vielfältigen Nutzen des Projekts. Man baue nicht nur eine Strassen-Infrastruktur und den nötigen Autobahnanschluss, sondern schaffe auch Arbeitsplätze; 2000 bis 3000 sind das Ziel. Er sprach von einer grossen Chance für die Region, wobei als Besonderheit mit St. Gallen und Thurgau zwei Kantone sowie 23 Gemeinden beteiligt seien.